Aktuelles vom Para Kanu

Die drei Kanuten präsentieren ihre Medaillen
Ivo Kilian, Edina Müller, Tom Kierey © Dr. Hans-Peter Wagner

Sehr zufriedene Gesichter gab es am Wochenende im deutschen Parakanu-Team. Alle drei Starter, Ivo Kilian vom Halleschen KC 54, Edina Müller (Hamburger KC) und Tom Kierey (KCB Berlin) standen bei den Europameisterschaften in Moskau auf dem Podest.

Portraitbild mit Medaillen von Edina Müller und Tom Kierey
Edina Müller und Tom Kierey © DBS/Müller

Vor dem Saisonhöhepunkt bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro geht es für die Kanuten Edina Müller, Ivo Kilian und Tom Kierey noch für einen kurzen Stopp nach Moskau. Dort finden vom 24. bis 26. Juni die Europameisterschaften im Parakanu statt. Nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft in Duisburg Mitte Mai, wo Müller und Kierey im heimischen Gewässer jeweils über Gold jubelten, sind auch in Moskau spannende Wettkämpfe zu erwarten. Die EM wird das letzte große internationale Kräftemessen vor Rio sein.

Portraitbild mit Medaillen von Edina Müller und Tom Kierey
Edina Müller und Tom Kierey © DBS/Mueller

Das war nichts für schwache Nerven: Nach packenden Duellen auf den letzten Metern haben sich Edina Müller (32, Hamburg) und Tom Kierey (21, Dresden) jeweils hauchdünn die Goldmedaille bei den Kanu-Weltmeisterschaften auf der Duisburger Regattabahn gesichert. Während Kierey im heimischen Gewässer seinen Erfolg von 2015 wiederholte, feierte Müller nach Silber im Vorjahr ihren ersten WM-Titel im Kanu. Abgerundet wurde das gute Abschneiden der deutschen Mannschaft durch Ivo Kilian, der mit Platz neun im Finale die Zahl der Startplätze für Deutschland bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro auf drei erhöhte.

(hinten) Tom Kierey, Anke Molkenthin, Daniela Sjöberg-Holtkamp und Ivo Kilian (vorne)  Edina Müller und Stefan Volkmann © Christel Schlisio
Das deutsche Team: Tom Kierey, Anke Molkenthin, Daniela Sjöberg-Holtkamp und Ivo Kilian (hinten von l.) sowie Edina Müller und Stefan Volkmann (vorne) © Christel Schlisio

Der Kampf um WM-Medaillen und Rio-Tickets steht an: Im heimischen Gewässer wird es für Deutschlands Parakanuten vom 17. bis zum 19. Mai in Duisburg ernst. Dabei geht es um Weltmeistertitel im Kajak und im Va´a über die Sprintdistanz von 200 Meter sowie um Nationenplätze für die Paralympics in Rio de Janeiro. Rund 40 Nationen werden bei den achten Parakanu-Weltmeisterschaften auf der Regattabahn in Duisburg-Wedau an den Start gehen. Die deutsche Mannschaft ist mit acht Parakanuten und in allen paralympischen Startklassen vertreten.

Arne Bandholz, Anke Molkenthin, Daniela Sjöberg-Holtkamp, Reinhard Ranke, Stefan Volkmann, Edina Müller (v.l.n.r.) © Anke Molkenthin
Arne Bandholz, Anke Molkenthin, Daniela Sjöberg-Holtkamp, Reinhard Ranke, Stefan Volkmann, Edina Müller (v.l.n.r.) © Anke Molkenthin

Um bestens vorbereitet zu sein für die Heim-WM in Duisburg und die Paralympics in Rio haben sich einige Mitglieder der deutschen Parakanu-Nationalmannschaft für ein paar Trainingstage auf der Regattastrecke in Hamburg-Allermöhe getroffen. Edina Müller vom Hamburger KC, die bereits einen Slot für Deutschland bei den Paralympics in Rio erreicht hat, und ihr Trainer Arne Bandholz waren bereits vor Ort. Extra angereist für die intensiven Trainingseinheiten waren Anke Molkenthin  (Schleißheimer PC), Daniela Sjöberg-Holtkamp und Stefan Volkmann (Aktiv e.V. Stahnsdorf).

Tom Kierey in einem Parakanu-Rennen
Tom Kierey © Christel Schlisio

Für die deutschen Para-Kanuten steht in nächster Zeit viel auf dem Spiel: Die Weltmeisterschaften in Duisburg stehen im Mai an (17. bis 19. Mai) – und im heimischen Gewässer geht es nicht nur um Titel und Medaillen, sondern auch noch um Quotenplätze für die Paralympics in Rio de Janeiro. Dass die deutschen Athletinnen und Athleten in den Kampf diese „Slots“ eingreifen können, dafür haben sie bei der Qualifikation selbst gesorgt.

Tom Kierey in einem Parakanu-Rennen
© Christel Schlisio

Für die anstehenden Qualifikationsrennen am 9. April sind die Erwartungen der Trainer und der Athleten groß - jeder versucht einen der begehrten Plätze für die Weltmeisterschaft im Mai in Duisburg zu erreichen.