Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Der Einmarsch der deutschen Mannschaft mit Fahnenträger Markus Rehm
Der Einmarsch der deutschen Mannschaft in Rio 2016 mit Fahnenträger Markus Rehm © Ralf Kuckuck / DBS

Wir halten die Entscheidung für richtig, denn sie orientiert sich am wichtigsten Gut: der Gesundheit der Menschen. Die Absage der Olympischen Spiele in 2020 – die zwangsläufig auch die Verschiebung der Paralympics bedeutet, da es Olympia und Paralympics nur im Doppelpack gibt – folgt damit den berechtigten Sorgen von Sportlerinnen und Sportlern sowie der Verbände und nicht zuletzt den Warnungen der Medizinwissenschaft. Die Verlegung eröffnet zugleich die große Chance, einen Zeitpunkt in 2021 zu wählen, der zumutbare klimatische Bedingungen für die Wettkämpfe ermöglicht.
Das Logo des IPC
© IPC

Jetzt herrscht offiziell Klarheit: Die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio werden nicht im Sommer 2020 stattfinden. Die Austragung wurde als Folge der weltweiten Corona-Pandemie auf einen noch nicht festgelegten Zeitpunkt in 2021 verschoben. Eine folgerichtige Entscheidung, die der DBS zuvor bereits in einem Schreiben an das Internationale Paralympische Komitee gefordert hatte. IPC-Präsident Andrew Parsons hat sich mit einem Brief an die nationalen Paralympischen Komitees gewandt.

Logo DBS
Deutscher Behindertensportverband

Der Deutsche Behindertensportverband hat am heutigen Montag einen klaren Appell an das Internationale Paralympische Komitee (IPC) gestellt und die Verschiebung der Paralympischen Spiele gefordert. Zudem hat sich der Verband in einem offenen Brief an die Athlet*innen des Team Deutschland Paralympics gewandt.

Maurice Schmidt lehnt sich in deinem Rollstuhl weit nach vorne, um einen Treffer beim Gegner zu treffen
Maurice Schmidt im Angriff © Gilles Massart

Bei den deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten in Böblingen hat sich Maurice Schmidt zum vierfachen deutschen Meister gekrönt. Mit dem Säbel und Degen gewann er in der Klasse A der Aktiven und in der U23-Konkurrenz jeweils die Titel. Auch Sylvi Tauber, Balwinder Cheema und Julius Haupt jubelten über DM-Titel.

Noemi Risstua fährt hinter ihrem Guide Paula Brenzel um ein Tor
Noemi Ristau und Paula Brenzel

Noemi Ristau hat zum ersten Mal die Para Ski alpin Weltcup-Gesamtwertung in der Konkurrenz der sehbehinderten Starterinnen gewonnen. Nach einer Verletzungspause startete die 28-jährige Ergotherapeutin mit ihrem neuen Guide Paula Brenzel in die Saison 2019/2020 – und das mit Erfolg. Die beiden freuten sich nach der verkürzten Weltcup-Saison über den Sieg in der Gesamtwertung.

© Ralf Kuckuck / DBS

Nächste Absage: Auch die Para Eishockey-EM, die vom  19. bis 25. April im schwedischen Östersund ausgetragen werden sollte, findet nicht statt. Zuvor wurde bereits die Para Biathlon-WM am gleichen Ort abgesagt. Die schwedische Regierung hat am Mittwochabend (11. März) angekündigt, alle Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmenden zur Eindämmung des Coronavirus abzusagen. Mit dieser Maßnahme soll die Gesundheit der Athleten, Trainer und Offiziellen sowie der Öffentlichkeit geschützt werden. Ebenfalls bereits abgesagt ist die EM im Rollstuhlfechten Ende Mai sowie der Qualifikationswettkampf Para Rudern (Anfang Mai).

Leander Kress fährt einbeinig um eine Slalomstange
Leander Kress im Slalom-Rennen

In Oberperfuss und Kühtai haben die Internationalen Deutschen Meisterschaften Para Ski alpin in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom stattgefunden. Bei perfekten Bedingungen zeigten 22 deutsche Athletinnen und Athleten ihr Können vor den Augen des Bundestrainers Justus Wolf.