Aktuelles vom Para Dressursport

Elke Phillipp © Heike Werner
Elke Phillipp © Heike Werner

Erstmals sind in der Para Dressur gleich fünf Deutsche Meister gekürt worden: Im Rahmen der Pferd International in München verteidigten die WM-Reiterinnen und WM-Reiter Elke Philipp (Grade I), Regine Mispelkamp (Grade IV) und Steffen Zeibig (Grade III) erfolgreich ihre Titel. In Grade II feierte Heidemarie Dresing eine Titel-Premiere und in Grade IV kehrte Hannelore Brenner nach einjähriger „Gold-Pause“ an die Spitze zurück und wurde zum 16. Mal Deutsche Meisterin.

Angelika Trabert
Angelika Trabert© Tony Parkes

Angelika Trabert zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Para-Reiterinnen in Deutschland, mittlerweile ist sie auch Aktivensprecherin für ihre Disziplin. Nun hat die FEI ein Interview veröffentlicht, in dem die Anästhesistin verrät, wie sie ihre Rolle als Aktivensprecherin gestalten möchte und welche Hoffnungen sie für die Para Dressur hegt.

Dr. Angelika Trabert, Steffen Zeibig und Regine Mispelkamp in Frechen
Dr. Angelika Trabert, Steffen Zeibig und Regine Mispelkamp in Frechen © DBS

Von den Weltreiterspielen im amerikanischen Tryon nach Frechen: Nach dem Gewinn der vier Bronzemedaillen und der erreichten Paralympics-Qualifikation machten mit Dr. Angelika Trabert, Steffen Zeibig und Regine Mispelkamp drei der vier Reiter des deutschen Erfolgsquartetts Station in Frechen, wo sie mit ihren Pferden bei der Gold-Kraemer-Stiftung unweit der DBS-Geschäftsstelle empfangen wurden und anschließend den weiteren Transport organisierten.

Dr. Angelika Trabert
Dr. Angelika Trabert © Tony Parkes / FEI

Großer Jubel bei den deutschen Para Reitern bei den Weltreiterspielen im amerikanischen Tryon: Die Mannschaft von Cheftrainer Bernhard Fliegl hat nicht nur vier Bronzemedaillen gewonnen, sondern schaffte durch den dritten Platz im Team Test zudem die Qualifikation für die Paralympics in Tokio 2020. Für die drei Einzelmedaillen sorgten Debütantin Regine Mispelkamp, Dr. Angelika Trabert bei ihrem Comeback sowie Elke Philipp.

Elke Philipp
Elke Philipp © Uli Gasper / DBS

Ihren Sport ohne Werner zu betreiben, das war für Elke Philipp eigentlich stets unvorstellbar. Denn ihr Mann war für die Para Dressurreiterin des RuFV Chiemgau Nord stets weit mehr als eine seelische Stütze. Er war Mentor, Manager, Motivator. Derjenige, der sich im Hintergrund um all das kümmerte, was andernfalls Elke Philipps Konzentration gestört hätte. Derjenige, der mit der Kamera auf der Tribüne stand, um den Auftritt seiner Frau zu filmen und ihn hinterher gemeinsam mit ihr zu analysieren.

Landestrainer Rolf Grebe und der neu gegründeten NRW-Kader der Para-Dressurreiterinnen und Reiter
Landestrainer Rolf Grebe mit dem neu gegründeten NRW-Kader der Para-Dressurreiterinnen und Reiter

Mit der Konstituierung eines NRW-Kaders für die Para Dressur am „Landesstützpunkt Para-Dressur“ in Frechen-Buschbell erhält der Leistungssport der Para Dressurreiterinnen und Dressurreiter eine wichtige strukturelle Förderung in NRW. Unter dem Beisein DBS und des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten (DKThR) berief der neue Landestrainer Rolf Grebe  fünf Reiterinnen aus Nordrhein-Westfalen in den neuen NRW-Kader.

Angelika Trabert bei den Paralympics 2012
Angelika Trabert bei den Paralympics 2012 © picture alliance

Zum ersten gemeinsamen Lehrgang in der neuen Reitsaison kam am vergangenen Wochenende der Perspektivkader „Para-Dressur“ des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kuratorium für therapeutisches Reiten (DKThR)  nach Frechen. Neben den erfolgreichen Paralympics-TeilnehmerInnen von London 2012 und Rio de Janeiro 2016 gehören dem neu gebildete Perspektivkader auch die besten deutschen Para-ReiterInnen des B- und C-Kaders, sowie weitere Reiter mit Perspektive an.

Steffen Zeibig bei den Paralympics 2016
Steffen Zeibig © Uli Gasper

Die Stimmung ist gut im deutschen Para-Dressurteam, alle sind hoch motiviert. Wenige Tage vor Beginn der Europameisterschaften vom 21. bis 25. August 2019 in Rotterdam blickt Chef d'Equipe Britta Bando zuversichtlich auf die kommende Woche. „Nachdem wir 2018 bei den Weltmeisterschaften in Tryon (USA) Mannschafts-Bronze gewonnen haben, reiten wir in Rotterdam auf jeden Fall um Medaillen“, sagt sie. Und zwar nicht nur mit dem Team, sondern auch in den Einzelwertungen.