Aktuelles vom Para Radsport

Adelbert Kromer inmitten seiner Schützlinge Steffen Warias, Pierre Senska und Michael Teuber
Adelbert Kromer inmitten seiner Schützlinge Steffen Warias, Pierre Senska und Michael Teuber

Der Deutsche Behindertensportverband und Nationales Paralympisches Komitee e.V. trauern um Para Radsport-Pionier Adelbert Kromer. Mit dem langjährigen Bundestrainer verliert der Para Sport eine Persönlichkeit, die weit über ihr sportliches Wirkungsfeld hinaus gestrahlt hat und dafür verantwortlich ist, dass der deutsche Para Radsport bis heute zahlreiche Erfolge verbuchen kann.

Denise Schindler jubelnd mit der Deutschland-Fahne
Denise Schindler © Oliver Kremer / DBS

Der Körper kann nicht mehr, wie er soll, und der Kopf hat Lust auf etwas Neues. Für Denise Schindler ist damit der richtige Moment gekommen, dem aktiven Spitzensport den Rücken zu kehren und die Paralympischen Spiele in Paris (28. August bis 8. September) nicht auf dem Rad, sondern als ZDF-Expertin zu erleben. Die 38-Jährige wird neben dem langjährigen Experten Matthias Berg fachkundige Einblicke geben.

Medaillengewinner beim Weltcup in Maniago mit Deutschland-Fahne
Medaillengewinner*innen beim Weltcup © DBS

So unberechenbar wie das Wetter haben sich bei der dritten und letzten Weltcup-Station im Para Radsport auch die Ergebnisse präsentiert. Im Zeitfahren ergaben sich im italienischen Maniago durch wetterbedingte Veränderungen einige überraschende Resultate – und aus deutscher Sicht mehrere erfreuliche. So feierten Julia Dierkesmann und Manuel Scheichl ihre Premiere auf dem Weltcup-Podium. Dazu überzeugten Erfolgsgaranten wie Annika Zeyen und Matthias Schindler.

Michael Teuber freut sich nach seinem zweiten Platz im Weltcup-Zeitfahren
Michael Teuber © DBS

Dass Para Radsportler Michael Teuber auch mit 56 Jahren nach wie vor zur Weltspitze seiner Startklasse gehört, ist bereits eine beeindruckende Erkenntnis. Dass der sechsfache Paralympics-Teilnehmer allerdings nur knapp zwei Monate nach einem heftigen Sturz sein Weltcup-Comeback feiert und direkt auf Platz zwei rast, ist schlichtweg außergewöhnlich. Es war eine von neun deutschen Podestplatzierungen bei der zweiten Weltcup-Station im belgischen Ostende.

Pierre Senska mit seinen beiden WM-Medaillen bei der Para Radsport-WM 2024
Pierre Senska © DBS

Die deutsche Para Radsport-Nationalmannschaft hat bei den Weltmeisterschaften auf der Bahn in Rio de Janeiro drei Medaillen gewonnen. In der Wettkampfstätte der Paralympics 2016 war Pierre Senska mit zwei Medaillen der erfolgreichste deutsche Athlet. Eine Medaille ging zudem auf das Konto des Tandems Thomas Ulbricht und Robert Förstemann.

Radsportler Thomas Ulbricht und Pilot Robert Förstemann auf der Bahn
Thomas Ulbricht und Pilot Robert Förstemann © Oliver Kremer / sports.pixolli.com

In der Wettkampfstätte der Paralympics 2016 geht’s neben Medaillen auch um die Startplätze für die Paralympics 2024: Vom 21. bis 24. März kämpft die deutsche Para Radsport-Nationalmannschaft in Rio de Janeiro bei den Weltmeisterschaften auf der Bahn um möglichst viele Punkte für die diesjährigen Spiele in Paris. Die größte Medaillenhoffnung des deutschen Teams ist das Tandem mit Thomas Ulbricht und Pilot Robert Förstemann. Nicht teilnehmen kann hingegen Routinier Michael Teuber nach einem schweren Sturz im Trainingslager.

Podcast-Grafik mit Annika Zeyen-Giles
Annika Zeyen-Giles © Oliver Kremer / DBS

Paris 2024 wäre ihre sechste Paralympics-Teilnahme. Annika Zeyen-Giles hat als Rollstuhlbasketballerin alles erlebt und beim Handbike mittlerweile auch. Für den Traum von Paris können es aktuell auch mal drei Trainingseinheiten am Tag sein. Im Team Deutschland Paralympics Podcast erzählt sie, warum sie keine Basketball-Karriere in den USA angestrebt hat, warum 2023 für sie eine Achterbahnfahrt war und warum Radsport ein Teamsport ist.