Aktuelles vom Para Tischtennis

Stephanie Grebe © Mika Volkmann / DBS

Stephanie Grebe zieht durch ihren zweiten Vorrundensieg ins Halbfinale ein und erfüllt sich vorzeitig den großen Traum von der zweiten Paralympics-Medaille ihrer Karriere. Neben Grebe stehen mit Thomas Schmidberger, Valentin Baus, Sandra Mikolaschek und Thomas Brüchle vier weitere Deutsche sicher in der K.o.-Runde. Für Juliane Wolf, Thomas Rau und Björn Schnake ist trotz Auftaktniederlagen weiterhin alles möglich.

Björn Schnake beim Tischtennis in Aktion
Björn Schnake © Hannes Doesseler

Tischtennis – das ist für Björn Schnake seit jeher nicht nur Lieblingssport, sondern die beste Möglichkeit, seinen Körper fit und beweglich zu halten. Dass er mit seiner Stoffwechselerkrankung in den Para Sport wechseln oder gar für die Paralympics startberechtigt sein könnte, war ihm bis vor einigen Monaten nicht bekannt. Die Chance auf eine Teilnahme weckte den Ehrgeiz des 49-Jährigen, der in kürzester Zeit schaffte, wovon viele träumen: die Qualifikation für die Spiele in Tokio.

Juliane Wolf fokussiert bei einem Ballwechsel
Juliane Wolf © Binh Truong / DBS

Das ganze Ausmaß, welches die Corona-Pandemie auch für Leistungssportler haben kann, bekommt gerade Para Tischtennis-Nationalspielerin Juliane Wolf zu spüren: Nach einer überstandenen Corona-Infektion im November 2020 wurde bei der 32-Jährigen nun eine Herzmuskelentzündung festgestellt. Dennoch will sie unbedingt zu den Paralympics in Tokio – und bei den Spielen mindestens eine Medaille gewinnen.

Tischtennisspieler im Rollstuhl
© picture alliance / DBS

Die fünfte Auflage der Handicap Open in Düsseldorf muss in diesem Jahr ausfallen. Eigentlich hätte die Veranstaltung am kommenden Wochenende stattfinden sollen, allerdings erfolgte bedingt durch die Corona-Pandemie eine Absage. Para Tischtennis-Bundestrainer Volker Ziegler bedauert die Absage, hat aber für alle Interessierte ein Angebot parat.

Thomas Schmidberger und Valentin Baus mit Maske an der Platte
Thomas Schmidberger und Valentin Baus © Binh Truong / DBS

Eigentlich wären die Spielerinnen und Spieler der Para-Tischtennis-Nationalmannschaft in diesen Tagen in den finalen Vorbereitungen auf die Paralympischen Spiele von Tokio. Doch um es mit Lothar Matthäus zu sagen: „Wäre, wäre, Fahrradkette.“ Stattdessen haben sich die Paralympics- und Perspektivkader-Athleten am Sonntag in Düsseldorf zu ihrem ersten Lehrgang nach dem Sars-COV-2-bedingten Shutdown getroffen.

Yannik Rüddenklau
Yannik Rüddenklau © Hannes Doesseler

In Corona-Zeiten greift Yannik Rüddenklau auch mal zur Bratpfanne statt zum Tischtennisschläger und spielt auf dem Wohnzimmertisch über ein aus Konservendosen aufgebautes Netz. Ein Video zum Schmunzeln des 23-jährigen, der im „Homeoffice“ im hessischen Westuffeln in der Nähe von Kassel nicht etwa neue Methoden präsentierte, um an der Technik zu feilen. „Ins Training werde ich das besser nicht einbauen, sonst gibt’s angesichts der Haltung Ärger mit der Physiotherpeutin“, sagt Rüddenklau lachend.