Aktuelles vom Para Schwimmen

Marlene Endrolath beim Schmetterling-Schwimmen
Marlene Endrolath © Ralf Kuckuck / DBS

Bei den Weltmeisterschaften schwimmt Marlene Endrolath persönliche Bestzeit und schrammt bei ihrem Debüt als Vierte nur knapp am Treppchen vorbei. Dass die sehbehinderte Schwimmerin eine derartige Entwicklung hingelegt hat, liegt auch an einer mutigen Entscheidung: Mit 16 Jahren verließ sie ihre Heimat in Richtung Berlin, wo sie beste Bedingungen für den Leistungssport vorfindet. Für Endrolath war es ein Schritt hin zur Weltspitze.

Gina Böttcher beim Sprung vom Startblock
Gina Böttcher © Ralf Kuckuck / DBS

2020 sollte ihr großes Jahr werden. Mit ihrer ersten Paralympics-Teilnahme hätte sich für Para Schwimmerin Gina Böttcher ein Traum erfüllt. Der Verschiebung kann sie trotz ihrer Enttäuschung viel Positives abgewinnen. So bleibt ihr mehr Zeit fürs Abitur – und ein weiteres Jahr Vorbereitung.

Josia Topf
Josia Topf © Ralf Kuckuck / DBS

Die Deutsche Para Schwimmen Nationalmannschaft hat beim Swim Cup in Amsterdam gleich einen der ersten Wettkämpfe im Qualifikationszeitraum für die Europameisterschaften 2020 und die Paralympischen Spiele in Tokio genutzt und jubelte über sieben geknackte Paralympics-Normen sowie zehn neue deutsche Rekorde. Josia Topf setzte über 50 Meter Schmetterling in der Klasse S3 mit einem neuen Weltrekord ein weiteres Ausrufezeichen.

© BS Berlin
© BS Berlin

Die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM) im Schwimmen für Menschen mit Behinderung werfen ihre Schatten voraus. Zum achten Mal sind paralympische Schwimmer*innen zu Gast im Remscheider Sportbad. Ausgerichtet werden die Meisterschaften von der SG Remscheid und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BRSNW), deren Verantwortliche die erneute Vergabe nach Remscheid als großes Lob für die hervorragende Arbeit und Organisation der letzten Jahre auffassen.

Das erfolgreiche deutsche Schwimm-Team
Das erfolgreiche deutsche Team © DBS / NPC Germany

Die deutsche Para Schwimmen-Nationalmannschaft hat in London bei den Weltmeisterschaften insgesamt sechs Medaillen gewonnen. Verena Schott, Elena Krawzow und Taliso Engel reisen als frisch gebackene Weltmeister zurück nach Deutschland. Eine Woche lang erlebte die internationale Para Schwimmen-Elite eine WM vor atemberaubender Kulisse im Londoner Aquatic Center.

Denise Grahl hängt nach dem Rennen ausgepowert über der Leine im Schwimmbecken
Denise Grahl © DBS / NPC Germany

Bei den Para Schwimmen-Weltmeisterschaften hat Denise Grahl über 100 Meter Freistil mit Silber für die fünfte deutsche Medaille gesorgt. Josia Topf schwamm zu zwei deutschen Rekorden und belegte bei seiner ersten WM-Teilnahme die Plätze sieben und acht in den Finals über 150 Meter Lagen und 50 Meter Freistil in der Klasse S3.

Die drei Weltmeister Taliso Engel, Verena Schott und Elena Krawzow © DBS NPC Germany
Die drei Weltmeister Taliso Engel, Verena Schott und Elena Krawzow © DBS NPC Germany

Im Londoner Aqauatics Center hat die deutsche Mannschaft am dritten Wettkampftag der Para Schwimmen-WM gleich drei Mal über Gold gejubelt: Nachdem Elena Krawzow stark vorlegte und einen neuen Rekord bei den Weltmeisterschaften aufstellte, sorgten Taliso Engel und Verena Schott ebenfalls mit Gold für zwei Überraschungstitel. Für den 17-Jährigen ist es nicht nur die erste WM-Goldmedaille, sondern auch seine erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft überhaupt.