Aktuelles vom Para Schwimmen

Gina Böttcher beim Startsprung
Gina Böttcher © Ralf Kuckuck, DBS

Gina Böttcher und Elena Krawzow haben bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Para Schwimmen in Berlin große Ausrufezeichen gesetzt. Böttcher verbesserte gleich zweimal den Weltrekord über 200 Meter Lagen, Krawzow stellte eine weltweite Bestmarke über 50 Meter Brust auf. Darüber hinaus freuten sich die Athletinnen und Athleten der deutschen Nationalmannschaft über geknackte Qualifikations-Normen für die Paralympics und die Europameisterschaften 2021 sowie über zahlreiche deutsche Rekorde und persönliche Bestzeiten.

Startsprung eines Schwimmers ins Wasser
IDM Para Schwimmen in Berlin © Ralf Kuckuck / DBS

Auch in diesem Jahr treffen sich Top-Stars des Para Schwimmens sowie talentierter Nachwuchs in Berlin zu einer der wenigen paralympischen Spitzensportveranstaltungen weltweit: Die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen für Menschen mit Behinderung 2020 finden vom 15. bis 18. Oktober in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark Berlin (SSE Berlin) statt. Rund 140 Athletinnen und Athleten werden teilnehmen.

Marlene Endrolath beim Schmetterling-Schwimmen
Marlene Endrolath © Ralf Kuckuck / DBS

Bei den Weltmeisterschaften schwimmt Marlene Endrolath persönliche Bestzeit und schrammt bei ihrem Debüt als Vierte nur knapp am Treppchen vorbei. Dass die sehbehinderte Schwimmerin eine derartige Entwicklung hingelegt hat, liegt auch an einer mutigen Entscheidung: Mit 16 Jahren verließ sie ihre Heimat in Richtung Berlin, wo sie beste Bedingungen für den Leistungssport vorfindet. Für Endrolath war es ein Schritt hin zur Weltspitze.

Gina Böttcher beim Sprung vom Startblock
Gina Böttcher © Ralf Kuckuck / DBS

2020 sollte ihr großes Jahr werden. Mit ihrer ersten Paralympics-Teilnahme hätte sich für Para Schwimmerin Gina Böttcher ein Traum erfüllt. Der Verschiebung kann sie trotz ihrer Enttäuschung viel Positives abgewinnen. So bleibt ihr mehr Zeit fürs Abitur – und ein weiteres Jahr Vorbereitung.

Josia Topf
Josia Topf © Ralf Kuckuck / DBS

Die Deutsche Para Schwimmen Nationalmannschaft hat beim Swim Cup in Amsterdam gleich einen der ersten Wettkämpfe im Qualifikationszeitraum für die Europameisterschaften 2020 und die Paralympischen Spiele in Tokio genutzt und jubelte über sieben geknackte Paralympics-Normen sowie zehn neue deutsche Rekorde. Josia Topf setzte über 50 Meter Schmetterling in der Klasse S3 mit einem neuen Weltrekord ein weiteres Ausrufezeichen.

© BS Berlin
© BS Berlin

Die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM) im Schwimmen für Menschen mit Behinderung werfen ihre Schatten voraus. Zum achten Mal sind paralympische Schwimmer*innen zu Gast im Remscheider Sportbad. Ausgerichtet werden die Meisterschaften von der SG Remscheid und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BRSNW), deren Verantwortliche die erneute Vergabe nach Remscheid als großes Lob für die hervorragende Arbeit und Organisation der letzten Jahre auffassen.

Das erfolgreiche deutsche Schwimm-Team
Das erfolgreiche deutsche Team © DBS / NPC Germany

Die deutsche Para Schwimmen-Nationalmannschaft hat in London bei den Weltmeisterschaften insgesamt sechs Medaillen gewonnen. Verena Schott, Elena Krawzow und Taliso Engel reisen als frisch gebackene Weltmeister zurück nach Deutschland. Eine Woche lang erlebte die internationale Para Schwimmen-Elite eine WM vor atemberaubender Kulisse im Londoner Aquatic Center.