Aktuelles vom Para Schwimmen

EPYG Schwimmteam
Das deutsche Schwimmteam bei den EPYG © Paraschwimmen Deutschland

Über 600 Nachwuchsathleten und Nachwuchsathletinnen aus 24 Nationen sind bei den fünften European Para Youth Games (EPYG) in Finnland an den Start gegangen. Für die insgesamt 31 Juniorsportler aus Deutschland hätte es kaum besser laufen können. Das deutsche Team gewann stolze zwölf Gold-, elf Silber- und zehn Bronzemedaillen. Die Schwimmer sicherten sich dabei beeindruckende 26 Edelmetalle, die Goalballer wurden Zweiter hinter den starken Portugiesen und auch die Judoka trugen mit sechs Medaillen zum hervorragenden Ergebnis bei. 

Para Schwimmer
Para Schwimmen © Picture Alliance / DBS

Vom 9. bis 15. September finden in London die Para Schwimmen-Weltmeisterschaften statt. Knapp ein Jahr vor den Paralympischen Spielen 2020 in Tokyo kämpfen die weltbesten Para Schwimmer um die begehrten Titel und Medaillen. Bis zum 19. August können Medienvertreter sich für die WM beim Internationalen Paralympischen Komitee akkreditieren.

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Elena Krawzow
Elena Krawzow © picture alliance / DBS

42 Weltrekorde – das ist die beeindruckende Zahl zum Abschluss der Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Para Schwimmen in Berlin. Auch die deutschen Starterinnen und Starter nutzten das schnelle Berliner Wasser für sich und schwammen zu sieben neuen Weltbestmarken – vier davon gingen auf das Konto von Elena Krawzow.

Taliso Engel
Taliso Engel © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

Sechstbester in seinem Jahrgang – dieses Ergebnis erzielte Taliso Engel am vergangenen Wochenende über 100 Meter Brust bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) der Schwimmer in Berlin. Das Besondere: Er war der Einzige mit Behinderung.

Gina Böttcher
Gina Böttcher © picture alliance / DBS

Beim vorletzten World-Series Stopp im Para Schwimmer im italienischen Lignano haben die deutschen Starterinnen und Starter eine Woche vor der IDM in Berlin erneut überzeugt. Mit zehn Medaillen, zehn weiteren Medaillen aus Jugend-Finalläufen und drei neuen deutschen Rekorden im Gepäck trat das Team die Heimreise an.

Para Schwimmen © Picture Alliance/ dbs
Para Schwimmen © Picture Alliance/ dbs

Auch in diesem Jahr treffen sich Topathletinnen und Topathleten sowie Nachwuchsschwimmerinnen und Nachwuchsschwimmer in Berlin zu einer der paralympischen Spitzensportveranstaltungen weltweit: Die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen für Menschen mit Behinderung 2019 (IDM Schwimmen 2019) finden vom 6. bis 9. Juni in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark Berlin (SSE Berlin) statt.

Elena Krawzow
Elena Krawzow © picture alliance / DBS

Sechs Jahre hatte der Weltrekord über 100 Meter Brust in der Startklasse SB12 der Para Schwimmerinnen mit Sehbehinderung Bestand, jetzt geht es Schlag auf Schlag: Erst schnappte sich Elena Krawzow vor zwei Wochen in Eindhoven eine weltweite Bestzeit, am Wochenende entwickelte sich dann ein Fernduell. Die Brasilianerin Maria Carolina Gomes schwamm zunächst in Sao Paolo 1:14,79 Minuten, doch Krawzow konterte nur einen Tag später bei der World Series in Glasgow mit einem Fabel-Weltrekord.

Das erfolgreiche deutsche Schwimm-Team
Das erfolgreiche deutsche Team © DBS / NPC Germany

Die deutsche Para Schwimmen-Nationalmannschaft hat in London bei den Weltmeisterschaften insgesamt sechs Medaillen gewonnen. Verena Schott, Elena Krawzow und Taliso Engel reisen als frisch gebackene Weltmeister zurück nach Deutschland. Eine Woche lang erlebte die internationale Para Schwimmen-Elite eine WM vor atemberaubender Kulisse im Londoner Aquatic Center.

Denise Grahl hängt nach dem Rennen ausgepowert über der Leine im Schwimmbecken
Denise Grahl © DBS / NPC Germany

Bei den Para Schwimmen-Weltmeisterschaften hat Denise Grahl über 100 Meter Freistil mit Silber für die fünfte deutsche Medaille gesorgt. Josia Topf schwamm zu zwei deutschen Rekorden und belegte bei seiner ersten WM-Teilnahme die Plätze sieben und acht in den Finals über 150 Meter Lagen und 50 Meter Freistil in der Klasse S3.

Die drei Weltmeister Taliso Engel, Verena Schott und Elena Krawzow © DBS NPC Germany
Die drei Weltmeister Taliso Engel, Verena Schott und Elena Krawzow © DBS NPC Germany

Im Londoner Aqauatics Center hat die deutsche Mannschaft am dritten Wettkampftag der Para Schwimmen-WM gleich drei Mal über Gold gejubelt: Nachdem Elena Krawzow stark vorlegte und einen neuen Rekord bei den Weltmeisterschaften aufstellte, sorgten Taliso Engel und Verena Schott ebenfalls mit Gold für zwei Überraschungstitel. Für den 17-Jährigen ist es nicht nur die erste WM-Goldmedaille, sondern auch seine erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft überhaupt.

Malte Braunschweig schwimmt bei der WM Schmetterling
Malte Braunschweig © DBS / NPC Germany

Malte Braunschweig machte über 100 Meter Schmetterling seinen deutschen Rekord-Hattrick perfekt. Zudem fanden insgesamt sechs Finals mit deutscher Beteiligung statt. „Morgen folgt dann der dritte Rekord beim Schmett“, sagte Malte Braunschweig mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht, als er sich am Dienstagabend beschwingt vom Londoner Aquatics Center auf den Weg zum Hotel der deutschen Mannschaft machte.

Das Küken der Mannschaft Mira Jeanne Maack steht lachend in der Mixed-Zone
Mira Jeanne Maack © Dirrigl

Gleich bei ihrer ersten Teilnahme an einer Para Schwimm-Weltmeisterschaft hat sich Mira Jeanne Maack eine Finalteilnahme und einen neuen deutschen Rekord gesichert. Die 15-jährige Berlinerin, die jüngste Athletin im deutschen Team, wurde Sechste über 100 Meter Rücken. Malte Braunschweig verbesserte erneut seinen eigenen deutschen Rekord: Am ersten Wettkampftag gelang dem 19-Jährigen dies über 100 Meter Freistil, Dienstagmorgen legte er über 100 Meter Rücken nach.

Verena Schott © Ralf Kuckuck/ BSB Berlin

Gleich am ersten Tag haben sich die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer eine Medaille bei den Weltmeisterschaften im Londoner Aquatics Center gesichert. Verena Schott schlug über 100 Meter Brust als Zweite an und sicherte sich so die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften. Malte Braunschweig verbesserte zudem seinen eigenen deutschen Rekord über 100 Meter Freistil.

Verena Schott © Oliver Kremer/ DBS

Ganz verdaut hat Verena Schott die Paralympics in Rio 2016 noch nicht. Zweimal innerhalb von 24 Stunden schwamm die 30-jährige Potsdamerin auf Rang vier und verpasste das Podium nur ganz knapp. Doch aus der Enttäuschung wurde neue Motivation. Bei den Weltmeisterschaften im Para Schwimmen in London (9. bis 15. September) kehrt die zweifache Mutter, deren Lebensgefährte gleichzeitig ihr Trainer ist, an den Ort des größten Erfolgs ihrer Karriere zurück.