Aktuelles vom Para Schwimmen

Fabian Brune bei der DKM 2018 in Remscheid © DBS/ Picture Alliance
Fabian Brune bei der DKM 2018 in Remscheid © DBS/ Picture Alliance

Bereits mit 17 Jahren Vize-Europameister – dieses Kunststück gelang Para Schwimmer Fabian Brune über 100 Meter Rücken bei seiner EM-Premiere in Dublin 2018. Ende April geht es für den mittlerweile 18-Jährigen, dessen rechte Seite teilweise gelähmt ist, in die neue Saison. Beim Auftakt in Glasgow möchte er da weitermachen, wo er letztes Jahr aufgehört.

Elena Krawzow
Elena Krawzow © Ralf Kuckuck, BSB Berlin

500 Tage vor Beginn der Paralympischen Spiele in Tokio hat Elena Krawzow ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Die sehbehinderte Para Schwimmerin stellte beim Swim Cup im niederländischen Eindhoven gleich drei neue Weltrekorde über alle drei Brust-Strecken in der Startklasse SB12 auf, darunter auch über die paralympischen 100 Meter Brust.

Para Schwimmer
Para Schwimmen © Picture Alliance / DBS

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat den neuen Austragungsort der Weltmeisterschaften im Para Schwimmen bekanntgegeben. Die Wettkämpfe finden nun vom 9. bis 15. September in London statt. Die Suche nach einem neuen Austragungsort war notwendig geworden, da Malaysia die Ausrichtung der WM durch das IPC entzogen wurde. 

Maike Naomi Schnittger
Maike Naomi Schnittger © Picture Alliance

Maike Naomi Schnittger gewann 2016 in Rio Paralympics-Silber, wurde 2017 Doppel-Weltmeisterin und 2018 Europameisterin. Bereits jetzt fiebert sie den Spielen 2020 entgegen. Die finden nämlich ganz in der Nähe ihres Geburtsortes Yokohama in Tokio statt. Dabei lässt sich die sehbehinderte 24-Jährige auch von vermeintlichen Rückschlägen wie einer schweren Fußverletzung auf ihrer „Road to Tokyo“ nicht unterkriegen.

Friedhelm Julius Beucher
Friedhelm Julius Beucher © Ralf Kuckuck / DBS

Das Internationale Paralympische Komitee hat Malaysia die Ausrichtung der Weltmeisterschaften im Para Schwimmen entzogen. Diesen Entschluss traf das IPC auf einer Sitzung des Governing Boards in London, nachdem Malaysia sich geweigert hatte, israelischen Athletinnen und Athleten die Einreise zur WM zu erlauben. Der Deutsche Behindertensportverband befürwortet die konsequente Entscheidung des IPC. "Malaysia die WM zu entziehen, ist die einzig richtige Antwort auf jegliche Form von Diskriminierung", betont DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher.

Friedhelm Julius Beucher
Friedhelm Julius Beucher © picture alliance / DBS

Im Juli soll in Malaysia die Para Schwimmen-Weltmeisterschaften stattfinden. Das Event macht schon ein halbes Jahr vor den ersten Rennen die ersten Schlagzeilen – und nicht gerade erfreuliche. Malaysia weigert sich israelischen Sportlerinnen Sportlern die Einreise zur WM in Kuching zu erlauben. Für DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher ein absolut inakzeptables Verhalten.

Symbolbild © picture alliance / DBS
© picture alliance / DBS

Was für eine Bilanz: Acht Welt-, zwölf Europa- und 61 deutsche Rekorde. Bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM) im Para Schwimmen schwappte eine Rekordflut durchs Remscheider Sportbad. Allen voran überragten Verena Schott und Elena Krawzow mit drei bzw. zwei Weltrekorden.

Das erfolgreiche deutsche Schwimm-Team
Das erfolgreiche deutsche Team © DBS / NPC Germany

Die deutsche Para Schwimmen-Nationalmannschaft hat in London bei den Weltmeisterschaften insgesamt sechs Medaillen gewonnen. Verena Schott, Elena Krawzow und Taliso Engel reisen als frisch gebackene Weltmeister zurück nach Deutschland. Eine Woche lang erlebte die internationale Para Schwimmen-Elite eine WM vor atemberaubender Kulisse im Londoner Aquatic Center.

Denise Grahl hängt nach dem Rennen ausgepowert über der Leine im Schwimmbecken
Denise Grahl © DBS / NPC Germany

Bei den Para Schwimmen-Weltmeisterschaften hat Denise Grahl über 100 Meter Freistil mit Silber für die fünfte deutsche Medaille gesorgt. Josia Topf schwamm zu zwei deutschen Rekorden und belegte bei seiner ersten WM-Teilnahme die Plätze sieben und acht in den Finals über 150 Meter Lagen und 50 Meter Freistil in der Klasse S3.

Die drei Weltmeister Taliso Engel, Verena Schott und Elena Krawzow © DBS NPC Germany
Die drei Weltmeister Taliso Engel, Verena Schott und Elena Krawzow © DBS NPC Germany

Im Londoner Aqauatics Center hat die deutsche Mannschaft am dritten Wettkampftag der Para Schwimmen-WM gleich drei Mal über Gold gejubelt: Nachdem Elena Krawzow stark vorlegte und einen neuen Rekord bei den Weltmeisterschaften aufstellte, sorgten Taliso Engel und Verena Schott ebenfalls mit Gold für zwei Überraschungstitel. Für den 17-Jährigen ist es nicht nur die erste WM-Goldmedaille, sondern auch seine erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft überhaupt.

Malte Braunschweig schwimmt bei der WM Schmetterling
Malte Braunschweig © DBS / NPC Germany

Malte Braunschweig machte über 100 Meter Schmetterling seinen deutschen Rekord-Hattrick perfekt. Zudem fanden insgesamt sechs Finals mit deutscher Beteiligung statt. „Morgen folgt dann der dritte Rekord beim Schmett“, sagte Malte Braunschweig mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht, als er sich am Dienstagabend beschwingt vom Londoner Aquatics Center auf den Weg zum Hotel der deutschen Mannschaft machte.

Das Küken der Mannschaft Mira Jeanne Maack steht lachend in der Mixed-Zone
Mira Jeanne Maack © Dirrigl

Gleich bei ihrer ersten Teilnahme an einer Para Schwimm-Weltmeisterschaft hat sich Mira Jeanne Maack eine Finalteilnahme und einen neuen deutschen Rekord gesichert. Die 15-jährige Berlinerin, die jüngste Athletin im deutschen Team, wurde Sechste über 100 Meter Rücken. Malte Braunschweig verbesserte erneut seinen eigenen deutschen Rekord: Am ersten Wettkampftag gelang dem 19-Jährigen dies über 100 Meter Freistil, Dienstagmorgen legte er über 100 Meter Rücken nach.

Verena Schott © Ralf Kuckuck/ BSB Berlin

Gleich am ersten Tag haben sich die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer eine Medaille bei den Weltmeisterschaften im Londoner Aquatics Center gesichert. Verena Schott schlug über 100 Meter Brust als Zweite an und sicherte sich so die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften. Malte Braunschweig verbesserte zudem seinen eigenen deutschen Rekord über 100 Meter Freistil.

Verena Schott © Oliver Kremer/ DBS

Ganz verdaut hat Verena Schott die Paralympics in Rio 2016 noch nicht. Zweimal innerhalb von 24 Stunden schwamm die 30-jährige Potsdamerin auf Rang vier und verpasste das Podium nur ganz knapp. Doch aus der Enttäuschung wurde neue Motivation. Bei den Weltmeisterschaften im Para Schwimmen in London (9. bis 15. September) kehrt die zweifache Mutter, deren Lebensgefährte gleichzeitig ihr Trainer ist, an den Ort des größten Erfolgs ihrer Karriere zurück.