Aktuelles vom Para Judo

Kampfszene im Para Judo mit Lennart Sass
Lennart Sass © Ralf Kuckuck / DBS

Deutschlands Para Judo-Nationalmannschaft freut sich auf ein echtes Heimspiel: Vom 14. bis 16. August 2026 finden im baden-württembergischen Heidelberg die Para Judo-Europameisterschaften statt. Erwartet werden über 120 Athlet*innen aus rund 20 Nationen. Bundestrainerin Carmen Bruckmann hofft auf deutsche Medaillen und ein starkes Nachwuchsteam.

Lennart Sass wirft seinen Gegner zu Boden
Lennart Sass © Lennart Sass

Erneut haben in Heidelberg die Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Para Judo stattgefunden – und in der Stadt, die im August Austragungsort der Para Judo-EM sein wird. Mit dabei waren Para Judoka aus der ganzen Welt und große Namen aus Deutschland wie Isabell Thal und Lennart Sass. Beide gewannen souverän, doch noch erfreulicher war für Bundestrainerin Carmen Bruckmann der starke Nachwuchs. Der Deutsche Behindertensportverband präsentiert die Ergebnisse und besonderen Leistungen gemeinsam mit der Heinz-Kettler-Stiftung.

Die deutschen Para Judoka mit Isabell Thal und Lennart Sass mit ihren Goldmedaillen in der Mitte
Die deutschen Para Judoka in São Paulo © DBS

Der Jahresabschluss für die deutschen Para Judoka ist ein goldener. Beim Grand Prix im brasilianischen São Paulo holen Isabell Thal und Lennart Sass jeweils den Gesamtsieg in ihrer Klasse. Die beiden weiteren deutschen Starter Samuel van Melle und Bela Bel Heinze werden jeweils Siebte. Bundestrainerin Carmen Bruckmann zieht so ein positives Fazit für den Weltcup und das gesamte Jahr 2025.

Para Judoka Lennart Sass bei einem Wettkampf während der Paralympics in Paris
Lennart Sass bei den Paralympics in Paris © Ralf Kuckuck / DBS

Die deutschen Para Judoka haben Grund zum Feiern: Bei den Europameisterschaften im georgischen Tiflis holten Isabell Thal und Daniel Goral in ihren jeweiligen Startklassen Bronze, während der Drittplatzierte der Paralympics von Paris, Lennart Sass, sich den Europameistertitel erkämpfte.  

Daniel-Rafael Goral mit seiner Bronzemedaille
Daniel-Rafael Goral © DBS

Bei den Para Judo-Weltmeisterschaften im kasachischen Astana durfte sich das deutsche Team über eine Bronzemedaille freuen: Daniel-Rafael Goral gewann in der Startklasse J2M unter 95 Kilogramm seine erste WM-Medaille überhaupt – ein Erfolg, der ihn und Bundestrainerin Carmen Bruckmann zu Tränen rührte. Für Isabell Thal, die als Weltranglistenerste in der Klasse J2W bis 52 Kilogramm an den Start ging, reichte es trotz starker Leistung nur zum fünften Platz.

Daniel-Rafael Goral hält seinen Gegner im Haltegriff
Im blauen Judogi, Daniel-Rafael Goral © Florian Schwarzbach / DBS

Am Dienstag und Mittwoch gehen insgesamt fünf deutsche Judoka bei der Para Judo-WM im kasachischen Astana an den Start (13. bis 14. Mai). Mit Daniel-Rafael Goral und Isabell Thal traut Bundestrainerin Carmen Bruckmann in Abwesenheit des verletzten Lennart Sass gleich zwei ihrer Athlet*innen zu, um die Medaillen mitzukämpfen. Thal reist sogar als amtierende Weltranglistenerste in ihrer Gewichtsklasse J2W bis 52 Kilogramm zu den Titelkämpfen – und kehrt damit an einen Ort zurück, der für sie eine ganz besondere Bedeutung hat.

Daniel-Rafael Goral © Florian Schwarzbach / DBS

Isabell Thal und Daniel-Rafael Goral haben es beim IBSA Judo Grand Prix im georgischen Tiflis jeweils aufs Treppchen geschafft. Thal wurde in ihrer Gewichtsklasse J2W unter 52 kg Zweite, und Goral kämpfte sich trotz eines Bänderrisses im Vorfeld des ersten Kampfes in der Klasse J2M unter 95 kg auf Platz drei vor.