Aktuelles vom Para Judo

Die deutschen ID-Judoka
Die deutschen ID-Judoka © Wolfgang Janko

Neun Titel, zahlreiche Silber- und Bronzemedaillen sowie Platz eins im Medaillenspiegel – Das ist die erfreuliche Bilanz der deutschen ID-Judoka bei den Europameisterschaften in London. Mit einem großen Team präsentierten sich die deutschen Judoka mit intellektuellem Förderbedarf ein Jahr nach den ersten Judo-ID-Weltmeisterschaften in Köln erneut erfolgreich auf internationaler Bühne.

Die Teilnehmer des Trainingslagers
Die Teilnehmer des Trainingslagers © Wolfgang Janko

Nicht einmal ein Jahr nach der ersten erfolgreichen ID Judo-Weltmeisterschaft in Köln finden vom 22. bis 25. August 2018 die ersten ID Judo-Europameisterschaften auf der Londoner Universitätssportanlage statt. Mit dabei sind 30 G-Judoka aus Deutschland, davon 20 aus Nordrhein-Westfalen.

Zwei Judoka im Bodenkampf
Voller Einsatz beim G-Judo © Frank Schuhknecht

In Berlin haben nun schon zum 20. Mal die Internationalen Deutschen Judoeinzelmeisterschaften für Menschen mit einer geistigen Behinderung stattgefunden.  Die Wettkämpfe standen bereites im Zeichen der ersten G-Judo Europameisterschaften, die im August in London ausgetragen werden. Dementsprechend waren die IDEM mit Judoka aus ganz Deutschland,  England, Schottland und den Niederlanden äußerst stark besetzt.

Das DBS-Judo-Team in Finnland mit Trainer Markus Zaumbrecher
Das DBS-Judo-Team in Finnland mit Trainer Markus Zaumbrecher © Juho Nikkola

Anfang März reisten vier sehbehinderte Nachwuchsjudokas des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) mit ihrem Trainer zu den internationalen Judo Baltic-Sea-Championships nach Finnland. Sie hatten eine ganz besondere Rolle: als einzige Athleten mit Behinderung waren sie die Exoten des Turniers. Unter den 300 Teilnehmern aus zwölf Nationen waren außerdem zahlreiche hochrangige Kämpfer der finnischen Nationalmannschaft.

Siegerehrung bis 90 Kilogramm bei den German Open
Siegerehrung bis 90 Kilogramm bei den German Open © Deutscher Judo-Bund

Mehr als 100 Athleten aus 13 Ländern haben an den diesjährigen German Open Para Judo und dem anschließenden zweitägigen Judo Camp in Heidelberg teilgenommen. Da die Meisterschaften zu Beginn des Jahres stattfinden, reisen viele Athleten mit ihren Trainern an und nutzen die Wettkämpfe zur frühzeitigen Standortbestimmung. Am Ende schafften sechs deutsche Para Judoka den Sprung auf das Treppchen – ein erfolgreicher Auftakt für die kommende Saison.

G-Judo-WM © Erik Gruhn/ DJB

Sieben WM-Titel, dazu jeweils 17 Silber- und Bronzemedaillen – das deutsche Team hat bei den ersten Weltmeisterschaften im G-Judo mächtig abgeräumt. Austragungsort der stimmungsvollen Premiere war die ASV-Sporthalle in Köln. Am Start waren 106 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 13 Nationen, die in zwei Wettkampfklassen gegeneinander antraten und die Sieger in 23 Klassen ermittelten.

Judoka Victor Gdowczok
Judoka Victor Gdowczok © VG-Project

Premiere: Das Bundesleistungszentrum in Köln und die ASV-Sporthalle sind Austragungsort der ersten Judo-Weltmeisterschaften für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Vom 19. bis 22. Oktober 2017 treten rund 120 Athletinnen und Athleten aus 13 Nationen in zwei Wettkampfklassen an. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.