Aktuelles vom Para Kanu

Anja Adler streckt im Kanu sitzend die Jubel-Faust in die Luft
Anja Adler © Florian Schwarzbach / DBS

Edina Müller und Anja Adler haben bei den Para Kanu-Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged jeweils die Bronzemedaille gewonnen. Edina Müller schaffte es im Kajak in der Startklasse KL1 auf den dritten Platz, ebenso Anja Adler in der KL2. Für die 35-Jährige vom SV Halle war es wie eine Erlösung, nachdem sie bei den vergangenen Höhepunkten stets mit Platz vier Vorlieb nehmen musste.

Anas Al-Khalifa im Auslegerkanu Va'a mit Paddel in der Luft und Daumen hoch
Anas Al-Khalifa © Florian Schwarzbach / DBS

Es ist das erste von drei Highlights in diesem Jahr. WM, EM und Paralympics – so lautet das attraktive Programm der deutschen Para Kanu-Nationalmannschaft in 2024. Nun stehen als erstes die Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged auf dem Programm. Und dort geht es für das siebenköpfige deutsche Aufgebot neben dem Kampf um WM-Medaillen noch um die Vergabe der letzten Paralympics-Tickets.

Felicia Laberer freut sich über WM-Bronze
Felicia Laberer © Florian Schwarzbach / DBS

Am letzten Wettkampftag der Para Kanu-WM in Duisburg haben die deutschen Para Kanutinnen Edina Müller und Felicia Laberer zwei Quotenplätze für das deutsche Team für die Paralympics 2024 in Paris geholt. Laberer sicherte sich in der Startklasse KL3 nach einem beherzten Rennen die Bronzemedaille. Müller verpasste das Podium in einem starken Teilnehmerfeld knapp und landete auf dem vierten Rang.

Para Kanutin Katharina Bauernschmidt in Aktion
Katharina Bauernschmidt © Florian Schwarzbach - Blackburn Photographie

Bei der Para Kanu-WM in Duisburg haben die deutschen Para Kanut*innen am Nachmittag ihre ersten Finals bestritten. Diese verliefen allerdings größtenteils ernüchternd. In der nicht paralympischen Startklasse VL 1 blieben die Medaillen aus. Für einen versöhnlichen Abschluss des Tages sorgte Katharina Bauernschmidt, sie sicherte der Para Kanu-Nationalmannschaft in der Startklasse VL 2 den ersten Quotenplatz für Paris.

Anas Al Khalifa steht vor seiner ersten WM-Teilnahme als deutscher Staatsbürger
Anas Al Khalifa © Florian Schwarzbach / DBS

Der Kanusport hat ihm neuen Mut gegeben, seine Lebensfreude ist zurück: Seit einem Arbeitsunfall im Jahr 2018 sitzt Anas Al Khalifa im Rollstuhl. Durch den Sport kämpft er sich wieder ins Leben. Der Lohn: die Teilnahme an den Paralympics 2021 in Tokio, damals noch als Teil des Flüchtlingsteams. Kürzlich hat der 30-Jährige die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, nun steht er vor der nächsten großen Herausforderung.

Die deutsche Mannschaft vor der Para Kanu-WM in Duisburg
Das Team für die WM in Duisburg © Paracanoe Team Germany

35 Nationen, und 130 Athlet*innen – die Para Kanu-WM in Duisburg (23.-27. August 2023) hat schon im Vorfeld einige Rekorde zu bieten. Für die Sportler*innen ist es die erste Möglichkeit, sich einen Quotenplatz für die Paralympics 2024 in Paris zu sichern. Vorläufe und Halbfinals gibt es für alle Startklassen, außer dem nicht-paralympischen Vl 1 der Damen.

Felicia Laberer jubelnd in ihrem Kanu
Felicia Laberer © Florian Schwarzbach / DBS

Im portugiesischen Montemor-o-Velho sicherte Felicia Laberer bei der Para Kanu-EM die ersehnte Goldmedaille für die deutschen Para Kanut*innen gesichert, Silber gab es für Anja Adler, Edina Müller, Esther Bode und Moritz Berthold. Die Standortbestimmung knapp einen Monat vor der Heim-WM bringt mit einer Disqualifizierung und drei Umklassifizierungen jedoch auch Herausforderungen für Cheftrainer André Brendel.