Aktuelles vom Para Tischtennis

Stephanie Grebe © Uli Gasper
Stephanie Grebe © Uli Gasper

2016 erlebte Para Tischtennisspielerin Stephanie Grebe den bisher größten Moment ihrer Karriere: Bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro spielte sie sich bis ins Finale vor und gewann hinter der großen Favoritin Sandra Paovic aus Kroatien Silber. Eigentlich nur durch einen Zufall zum Para Tischtennis gekommen, hat die heute 31-Jährige nun die Qualifikation zu ihren dritten Paralympischen Spielen fest im Visier – und will zuvor bei der EM in Helsingborg vom 16. bis 21. September eine Medaille gewinnen.

Para Tischtennisspieler an den Tischen bei den 4. Handicap Open
4. Handicap Open © Juli Öholm, Svenja Wachsmuth

Am vergangenen Sonntag wurden im traditionsreichen Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum Kienbaum die 4. Handicap Open ausgetragen. Auch bei dieser Auflage war das Turnier mit 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus neun Landesverbänden sehr gut besetzt. Unter anderem nahmen auch die Teilnehmer des zweiten Sichtungslehrganges daran teil, die bereits seit Freitag unter der Co-Bundestrainerin Nachwuchs Ela Madejska in Kienbaum trainierten, doch auch viele neue Gesichter waren dabei.

Das deutsche Team © Hannes Doesseler
Das deutsche Team bei der WM 2018 © Hannes Doesseler

Für die Para-Tischtennis Nationalmannschaft geht es in großen Schritten in Richtung Jahreshöhepunkt – nun hat Bundestrainer Volker Ziegler seine Athleten für die Europameisterschaften im schwedischen Helsingborg vorgeschlagen. Ziegler will mit neun Damen und 14 Herren in Schweden starten, darunter würden mit Janina Sommer, Bente Harenberg, Benedikt Müller, Dirk Hartmann und Maximilian Kröber fünf Sportlerinnen und Sportler ihr Debut bei einer Europameisterschaft feiern.

Das deutsche Team in Polen © Hannes Doesseler
Das deutsche Team in Polen © Hannes Doesseler

„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir bei einem so stark besetzten Turnier jemals eine solche Ausbeute hatten“, schwärmt Volker Ziegler. Der Para Tischtennis-Bundestrainer ist mit acht Athleten bei den Para Polish Open angetreten und alle acht erspielten sich Podestplatzierungen in ihren Einzelwettkämpfen. Drei weitere Medaillenränge aus den Teamwettbewerben rundeten das deutsche Ergebnis ab.

Das deutsche Team in Lasko
Das deutsche Team in Lasko © Hannes Doesseler

Die 16. Thermana Lasko Slovenia Open hatten mit 430 Teilnehmern das größte Starterfeld in der Geschichte des Para Tischtennis. Auch qualitativ war das Feld in allen Wettkampfklassen hochkarätig besetzt – sowohl China als auch Japan und Korea entsandten ihre Spieler nach Slowenien. Erfolgreichster deutscher Starter war Thomas Schmidberger mit Silber im Einzel und Gold im Team-Wettbewerb gemeinsam mit Valentin Baus.

Ela Madejska leitet den Nachwuchs an
Ela Madejska leitet den Nachwuchs an © Hannes Doesseler

Auf den ersten Blick war es einfach nur eine Gruppe ambitionierter, vom Tischtennis begeisterter Kinder, die am Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf von drei Bundestrainern angeleitet wurde. Doch wer genauer hinsah, stellte fest, dass hier Youngsters mit und ohne Behinderung gemeinsam ihrer Leidenschaft nachgingen und trainierten.

Das deutsche Team in Lignano
Das deutsche Team in Lignano © Hannes Doesseler

Die Para Tischtennis-Nationalmannschaft hat beim internationalen Saisonstart 2019 im italienischen Lignano gleich siebzehn Mal Edelmetall gesammelt. Besonders Valentin Baus, Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle zeigten bei den Para Lignano Open eine ansprechende Frühform. Bundestrainer Volker Ziegler hatte in Italien ein großes Aufgebot von 21 Spielerinnen und Spielern am Start, unter ihnen viele etablierte Größen, aber auch einige Newcomer.