Aktuelles aus Vancouver 2010

 

Der erneute überlegene Weltcupsieg von Verena Bentele und die endgültige Erfüllung der Paralympics-Nomininierungskriterien durch die Schlittenfahrerin Andrea Eskau und Ex-Weltmeister Thomas Oelsner beim Biathlon-Kurzstreckenrennen (7,5 km) standen aus deutscher Sicht im Mittelpunkt am ersten Tag der Wettbewerbe in Bessans (Frankreich) . Der Freiburger Willi Brem behauptete mit Platz drei im einen Spitzenplatz in der Biathlon-Weltcupwertung der Sehbehinderten/Blinden-Klasse.  

Zwei Weltcup-Wochen in Folge stehen für die nordischen Behindertenskiläufer auf dem Programm. Der längeren Pause nach den Auftaktwettbewerben in Sjusjoen (Norwegen) im Dezember folgen die Rennen in Bessans (Frankreich) und Oberried (Schwarzwald); zugleich das letzte Kräftemessen der internationalen Weltelite vor den Paralympics in Vancouver.  

Rückblickend auf die vergangene Rennwoche im italienischen Sestriere fällt das Fazit des Deutschen Paralympic Skiteams sehr positiv aus. Hervorzuheben ist eine unglaublich starke Teamleistung, wobei die Leistung von Gerd Schönfelder nochmals herausragt: Der Ski-Rennfahrer nahm 480 von 500 möglichen Weltcuppunkten mit nach Hause. Aber auch Martin Braxenthaler, eher ein Technikspezialist, überzeugte und kann mit zweimal Platz fünf in den beiden Abfahrten sowie Siegen im ersten Super-G und der Superkombination sowie dem dritten Platz im abschließenden Super-G sehr zufrieden sein.

Mit einem zweiten, diesmal dezentralen Trainingslager setzen die nordischen Skisportler des DBS-Paralympic-Kaders in dieser Woche ihre Vorbereitungen auf die Spiele in Vancouver fort. Während Frank Höfle mit Guide Johannes Wachlin sowie Verena Bentele und ihr Begleitläufer Thomas Friedrich ihre Einheiten in Balderschwang absolvieren, sind unter der Regie von Bundestrainer Werner Nauber Josef Giesen und Andrea Eskau in Oberwiesenthal täglich mehrmals auf der Strecke zu finden.

Ski nordisch-Bundestrainer Werner Nauber zeigt sich nach den ersten Wettkämpfen des Winters optimistisch vor den Paralympics, will aber "den Ball flachhalten". Fast schon zu gut im Hinblick auf die dadurch gesteigerte Erwartungshaltung sind die Athleten von Werner Nauber beim Weltcup in Sjusjoen (Norwegen) im Dezember in die Paralympic-Saison gestartet. Positiver Nebeneffekt für den Bundestrainer: für die Paralympischen Spiele vom 12. bis 21. März in Kanada herrscht für vier seiner Sportler durch ihre Treppchenplätze bereits absolute Klarheit über die Qualifikation, zwei weitere sind nahe dran. 

Während der Paralympics vom 13. bis 20. März empfängt der Deutsche Behindertensportverband (DBS) seine Gäste im Rahmen eines Deutschen Hauses. Der Golf Club in der Bergregion Whistler wird zur Kulisse für das Deutsche Haus Paralympics. Mit der Repräsentanz möchte der DBS seinen Partnern einen professionellen Rahmen für ihren eigenen Auftritt bieten.