Aktuelles von Mailand & Cortina 2026

Teamfoto der nordischen Athlet*innen und Betreuer*innen
Team D Paralympics © Daniel Kopatsch / VOIGT / DBS

Die zweitgrößte deutsche Mannschaft in der 50-jährigen Geschichte der Paralympischen Winterspiele, ein Sportarten-Rekord und ein in der Breite sehr starkes Ergebnis – das Team Deutschland Paralympics hat beim Comeback in den europäischen Alpen mit herausragenden Leistungen und emotionalen Momenten überzeugt. Anna-Lena Forster sorgte für die beiden deutschen Goldmedaillen. Weitere Sprünge nach ganz oben aufs Podest gelangen zwar nicht, doch 17 Edelmetalle und zahlreiche Spitzenplatzierungen insbesondere von jungen Athlet*innen machen Mut für die Zukunft.

Christoph Glötzner beim Slalomrennen
Christoph Glötzner © Tom Weller / DBS

Der viele Neuschnee in Cortina d‘Ampezzo und Nebel machten den Slalom der Herren zu einer Herausforderung. Der einbeinige Skifahrer Christoph „Grisu“ Glötzner wurde Siebter, Alexander Rauen fuhr mit Guide Jeremias Wilke auf Platz neun. Monoskifahrer Leon Gensert verpasste ein Tor und schied im 2. Durchgang aus. Damit beendet das deutsche Para Ski alpin-Team die Paralympics mit zwei Gold- und einer Silbermedaille durch Anna-Lena Forster.

Anja Wicker jubelt nach dem Rennen mit der Deutschlandfahne
Anja Wicker © Daniel Kopatsch / VOIGT / DBS

Am letzten Tag der Paralympics 2026 gewinnt die 34-jährige Stuttgarterin über die 20 Kilometer ihre erste paralympische Skilanglauf-Medaille. Lennart Volkert verpasst sein erstes Edelmetall erneut knapp. Damit holt das Para Ski nordisch-Team in Tesero (Val di Fiemme) insgesamt 14 Medaillen (5x Silber und 9x Bronze) und damit eine mehr als vor vier Jahren in Peking.

Bernhard Hering schießt den Puck auf das italienische Tor
Bernhard Hering © Ralf Kuckuck / DBS

Lange war es ein packendes Duell zwischen Deutschland und Italien – doch im Schlussdrittel setzten sich die Gastgeber, angefeuert von den zahlreichen Zuschauern in der Mailänder Arena, doch noch durch. Ein Doppelschlag brachte Italien auf die Siegerstraße, am Ende unterlag das Team von Peter Willmann nach zweimaliger Führung mit 2:5 (1:0, 1:2, 0:3) und beendet das Paralympics-Comeback auf Rang sechs.

Anna-Lena Forster beim Slalom
Anna-Lena Forster © Tom Weller / DBS

Platz vier nach einem „Hundertstel-Krimi“ für Anna-Lena Forster bei den Paralympics in Cortina d’Ampezzo und Rang sechs für Anna-Maria Rieder waren am Samstag Dämpfer für das deutsche Para Ski alpin-Team und führten zu bitteren Tränen. Andrea Rothfuss konnte mit dem siebten Platz in ihrem letzten paralympischen Rennen hingegen gut leben und Debütantin Maya Fügenschuh war mit Guidin Johanna Holzmann als Zehnte ebenfalls zufrieden. Am Sonntag fahren zum Abschluss die Männer den Slalom.

Die offene Staffel und ihre Silbermedaillen: von links Linn Kazmaier, Florian Baumann, Sebastian Marburger Theo Bold, Jakob Bold und Marco Maier, Foto: Daniel Kopatsch/VOIGT/DBS
Offene Staffel © Daniel Kopatsch / VOIGT / DBS

Die deutsche Mixed-Staffel mit Nico Messinger (und Guide Robin Wunderle), Anja Wicker, Leonie Walter (und Guide Christian Krasman) sowie Lennart Volkert (mit Guide Nils Kolb) läuft bei den Paralympics in Tesero (Val di Fiemme) auf Platz vier. Eine gute Stunde später erkämpft sich die offene Staffel mit Theo Bold (und Guide Jakob Bold), Sebastian Marburger, Linn Kazmaier (und Guide Florian Baumann) sowie Marco Maier Platz zwei hinter China. 5,4 Sekunden fehlen zur ersten deutschen Goldmedaille in Tesero - dafür ist es das 13. Edelmetall für die Para Ski nordisch-Nationalmannschaft.

Andrea Rothfuss beim Jubel im Ziel
Andrea Rothfuss © Tom Weller / DBS

Sie hat sich nach Depressionen zu ihren sechsten Paralympics gekämpft und über 20 Jahre den deutschen Para Ski alpin-Sport mit Medaillen versorgt, er rettete als Einzelkämpfer die junge Sportart Para Snowboard: Jetzt dürfen Andrea Rothfuss und Christian Schmiedt bei der Abschlussfeier der Paralympics in Cortina d’Ampezzo am Sonntag die deutsche Fahne tragen.