Aktuelles aus Peking 2008

 

Es war eine hauchdünne Entscheidung um die Goldmedaille, die schließlich Andrea Eskau vom USC Magdeburg für sich beanspruchte. Nach drei Runden und insgesamt 36,3 km kam sie mit einem Vorsprung von 13 Hundertstel vor der Niederländerin Monique van der Vorst ins Ziel. Dorothee Vieth (Hamburg SV) konnte sich nach 1:13,27.23 ihre zweite Bronzemedaille sichern. Die drei Medaillengewinnerinnen deklassierten mit ihren Zeiten deutlich die Konkurrenz, die erst etwa vier Minuten später eintraf.

Die deutschen Paralympics-Segler holten sich am letzten Wettkampftag vor Qingdao die Goldmedaille. Fünf Punkte im letzten von insgesamt elf Rennen haben für Jens Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka gereicht, um ihren Traum von Gold wahr werden zu lassen. Silber holte sich das Sonar-Team aus Frankreich vor der Mannschaft aus Australien.

Matthias Schröder vom PSC Berlin hat den Leichathleten in 49,45 sec über 400m der Startklasse T12 eine weitere Goldmedaille beschert! Die Entscheidung darüber, welche Farbe das Edelmetall haben würde, wurde jedoch erst um 21:25 Uhr bekannt gegeben, nachdem gegen den Lauf des Chinesen Protest eingelegt worden war.

Nachdem Birgit Pohl vom TSV 1886 Gera-Leumnitz im Kugelstoßen nur auf den undankbaren vierten Platz kam, steht sie nach dem Speerwurfwettbewerb heute nun auf dem Siegerpodest. 16,36 m (1152 Punkte) bedeuteten Bronze für die mehrfache Paralympicsteilnehmerin.

In seiner eher ungeliebten Disziplin, dem Kugelstoßen, gewann der Wattenscheider Thomas Loosch mit 14,44 m und 968 Punkten die Bronzemedaille. In dem kombinierten Wettbewerb gewann der Chinese Dong Xia mit neuem Weltrekord in der Klasse F37 und 16,60 m (1104 Punkte) Gold. Zweiter wurde Tomaz Blatkiewicz aus Polen mit einer Weite von 14,74 m, die 980 Punkten entspricht.

Mit insgesamt 47 Medaillen (12x Gold, 18x Silber, 17x Bronze) ist das sportliche Abschneiden nach sieben von elf Wettkampftagen gut. Zahlreiche Topplatzierungen sind als positiv zu bewerten, auch wenn ab und zu der oberste Platz auf dem Siegerpodest knapp verfehlt wurde.

Die gewonnene Goldmedaille muss Thomas Grimm vom PSC Berlin nun doch an den zuvor disqualifizierten Mexikaner Pedro Rangel weiterreichen. Sein Vereinskamerad Niels Grunenberg verliert dadurch seine Bronzemedaille und rutscht auf Rang 4.