Paralympisches Jugendlager

8. Paralympisches Jugendlager in Tokio

Bereits zum 8. Mal findet das Paralympische Jugendlager (PJL) parallel zu den Paralympischen Spielen in Tokio 2021 statt. Aufgrund der Auswirkungen in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie wurden die Olympischen und Paralympischen Spiele, nach Entscheidung des IOC und IPC, um ein Jahr, auf 2021 verschoben. So soll auch das Paralympische Jugendlager um ein Jahr verschoben werden und entsprechend der Planungen für 2020 durchgeführt werden.

An dem von der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ) organisierten und vom 22. August bis zum 07. September 2021 in Tokio stattfindenden Jugendlager werden 28 erfolgreiche und sozial engagierte Sportler*innen mit und ohne Behinderung teilnehmen, um das paralympische Feeling in Tokio hautnah mitzuerleben. Die jungen Sportler*innen erleben während der Spiele ein buntes Programm aus Sport, Kultur und Bildung.

Die Teilnehmer*innen des Paralympischen Jugendlagers Tokio 2021 dürfen sich, im Vergleich zu den vergangenen Paralympischen Jugendlagern, über einige Neuerungen freuen.

 

„Mission Tokyo 2020“

„Mission Tokyo 2020“

Die vier benannten paralympischen Werte „Courage, Inspiration, Determination, Equality“ des International Paralympic Committees (IPC) stellen den Kerngedanken des Paralympischen Jugendlagers dar. Deshalb ist dem Paralympischen Jugendlager Tokio 2020 neben dem Vorbereitungstreffen auch eine zweijährige Qualifizierungsphase, die „Mission Tokyo 2020“ vorangeschaltet. Die „Mission Tokyo 2020“ dient der persönlichen Weiterentwicklung der Teilnehmer*innen, stärkt das Gruppengefühl und die Bindung an die beteiligten Akteure fördert die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement. Um am Paralympischen Jugendlager teilzunehmen, gilt es für die Jugendlichen an der vorgeschalteten Qualifizierungsphase teilzunehmen.

Mit der Teilnahme am ersten der beiden Vorbereitungstreffen, welches bereits 2019 Jahr stattfindet, fällt der Startschuss der „Mission Tokyo 2020“. Neben dem Kennenlernen aller Teilnehmer*innen sowie dem Betreuerteam steht das Gewinnen von Eindrücken über die Einzigartigkeit der japanischen Kultur, des japanische Sportsystems sowie des japanischen Schulsystems bevor. Als Einstieg in die Qualifizierungsphase „Mission Tokyo 2020“ werden in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch und der Servicestelle Jugendbeteiligung wichtige Inhalte zu den Themen Vorurteile & Einzigartigkeit sowie Sprache vermittelt.

Mit Beginn des Jahres 2020 startet die nächste Phase der „Mission Tokyo 2020“.

Die Teilnehmer*innen können sich zwischen der Teilnahme an einem oder mehreren der drei angebotenen Workshops entscheiden. So werden die Teilnehmer*innen zu Themen der „Öffentlichkeitsarbeit und Inklusion“, „Umwelt und Nachhaltigkeit“ sowie „Anti-Doping/Dopingprävention und Ernährung“ geschult. Ebenso zählt die selbstständige Umsetzung eines Referats bzw. einer Schulung in der Schule, dem Verein oder dem Verband zu der einjährigen Qualifizierungsphase. Die Teilnehmer*innen sollen über ein Thema aus dem Feld „Inklusion/Behindertensport/Paralympics“ berichten und so ihre ganz persönliche „Mission Tokyo 2020“ gestalten. Den Abschluss der Qualifizierungsphase bildet das zweite Vortreffen, welches gemeinsam mit der Deutschen Sportjugend (DSJ) stattfinden wird. Hier findet die finale Abstimmung für die Zeit des Paralympischen Jugendlagers in Tokio statt und die Erlebnisse der „Mission Tokyo 2020“ werden gemeinsam reflektiert.

Übrigens veranstaltet die DBSJ bereits seit 1992 zu allen Paralympischen Sommerspielen, sowie 2010 erstmals zu den Paralympischen Winterspielen, das Nationale Paralympische Jugendlager.