Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Tanja Gröpper gewinnt die Bronzemedaille

Die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer gehen mit insgesamt 12 Medaillen aus den Paralympics 2012. Vor einer beeindruckenden Kulisse von 17.500 Zuschauern, die jeden Abend das Aquatic Centre zum Hexenkessel werden ließen, steigerte das deutsche Schwimm-Team das Ergebnis von Peking deutlich.

„Das Rennen war einfach grandios. Nachdem ich mit der sechsten Vorlaufzeit ins Finale gekommen bin, ist es jetzt sogar der fünfte Platz geworden“, freute sich Maike Hausberger (Postsportverein Trier) nach ihrem Rennen über 400 Meter der Startklasse T37. Mit einer Zeit von 1:10,45 Minuten konnte sie ihre Bestzeit aus dem Vorlauf ein weiteres Mal übertreffen. Trotz dieser großartigen Leistung bei ihren ersten Paralympics ist die 17-Jährige nun froh, dass es vorbei ist. „Ich hatte jeden zweiten Tag Wettkampf und habe jedes Mal die Superstimmung genossen, aber jetzt reicht es auch“, meinte sie.

Hannelore Kraft mit Jugendlichen des BSNW

Inklusion ist ein Schwerpunkt der nordrhein-westfälischen Landespolitik. Doch die Politik kann diese Aufgabe nicht alleine bewältigen. Hier ist die gesamte Gesellschaft gefordert, sagte die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei einem Treffen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des BSNW-Inklusionsprojekts „Inspiration“ am 7.9. im Deutschen Haus bei den Paralympics in London.

Über eine Strecke von 24 Kilometern fand das Mixed Straßenrennen der Klassen T1 und T2 statt. Aus dem deutschen Team ging Hans-Peter Durst an den Start, obwohl er erst kurz vor den Paralympics bei einem Unfall schwere Armverletzungen davontrug. Da bei den Straßenrennen nur Rennlenker zugelassen sind, stellte dieser Wettkampf für ihn eine besondere Herausforderung dar. Aufgrund der verletzungsbedingten Schmerzen brach Hans-Peter Durst das Rennen nach der zweiten von drei Runden ab.

Daniela Schulte (Berlin) hat heute im Vorlauf über 200m Lagen in der Startklasse SM11 einen neuen Weltrekord in 2:48,86 min geschwommen. Sie blieb ganze 3,50 Sekunden unter ihrem Weltrekord, den sie 2010 in Eindhoven aufgestellt hatte.

Es war 23:31 Uhr Ortszeit London als niemand geringeres als IPC-Präsident Sir Philip Craven in der North Greenwich Arena von London Mareike Adermann als ersten deutschen Spielerin die paralympische Goldmedaille umhängte. Zuvor sahen 17.000 Zuschauer des Paralympics Endspiels einen hoch verdienten 58:44 (14:10/26:19/34:28)-Erfolg der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen über Finalgegner Australien.

Es war das sehnlich erwartete Duell zwischen Heinrich Popow (TSV Bayer Leverkusen) und Wojtek Czyz (1. FC Kaiserslautern), das am Ende einen positiven Ausgang nahm. Mit neuem deutschen Rekord von 12,40 Sekunden gewann Popow in einem packenden Finale Gold vor dem Australier Scott Reardon (12,43 sec.). Bronze sicherte sich Wojtek Czyz mit 12,52 Sekunden. Beide deutschen Läufer verbesserten damit erneut ihre Vorlaufzeiten und waren am Ende glücklich mit ihren Medaillen.