Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Taliso Engel beim Brustschwimmen
Taliso Engel © Ralf Kuckuck / DBS

Drei Tage lang verwandelte sich die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) in Berlin in das Epizentrum des internationalen Para Schwimmens. Direkt im Anschluss an die World Series bot die 40. Auflage der Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) eine Bühne für Weltrekorde, emotionale Comebacks und den mutigen Aufbruch einer neuen Generation. Mit insgesamt sieben Weltrekorden übertraf die IDM sogar die vorangegangene World Series und unterstrich Berlins Ruf als „schnellstes Pflaster“ der Welt.

Zwei Para Taekwondo-Athleten im Kampf
Para Taekwondo-EM © Ralf Kuckuck / DBS

Gleich zwei junge Para Taekwondo-Athleten freuen sich auf ihr internationales Debüt bei der Heim-EM in München. Cheftrainer Sasan Dalirnejad hat mit Kolja Grabe (TSV Hagenburg) und Aziz Hanefi (TSV 1865 Dachau) zwei Newcomer nominiert, die vom 11. bis 14. Mai an den Europameisterschaften teilnehmen. Zeitgleich finden auch die Wettkämpfe der olympischen Taekwondo-Kämpfer*innen statt.

Marie Quellhorst im Zeitfahren auf dem Rad
Marie Quellhorst © Drew Kaplan

Schlag auf Schlag geht es in dieser Saison bei der deutschen Para Radsport-Nationalmannschaft: Bei den direkt aufeinanderfolgenden Weltcups im belgischen Gistel (28. April bis 1. Mai) und in den Abruzzen (Italien, 7. bis 10. Mai) glänzten vor allem die Frauen: Marie Quellhorst (Gold im Zeitfahren), Angelika Dreock-Käser (Gold Zeitfahren, Bronze Straße) sowie Vanessa Laws und das Tandem Anja Renner mit Pilotin Antonia Milowsky (jeweils Bronze Zeitfahren) sorgten für die Medaillen-Highlights. Neben zahlreichen vierten Plätzen trübten einige Stürze die Stimmung.

Gruppenbild Para Boccia mit Anita Raguwaran und Boris Nicolai im Rollstuhl, dahinter Cheftrainer Hanno Felder
Anita Raguwaran, Boris Nicolai und Cheftrainer Hanno Felder © DBS

Mit einer Silbermedaille im Pairs-Wettbewerb und guten Leistungen im Einzel ist die dreiköpfige deutsche Para Boccia-Nationalmannschaft aus dem kanadischen Montreal zurückgekehrt. Beim ersten Weltcup des Jahres überzeugten insbesondere Anita Raguwaran und Boris Nicolai, die es im Pairs ins Finale schafften.

Gruppenfoto der Medaillengewinner*innen beim Para Tischtennis-Turnier
Para Tischtennis-Nationalteam © Hannes Doesseler

Beim ITTF Para Challenger in Montenegros Hauptstadt Podgorica hat das deutsche Para Tischtennis‑Team seine mannschaftliche Klasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt. 13 Podestplatzierungen bei 14 Starter*innen sind das Ergebnis eines außergewöhnlich leistungsstarken Teamauftritts. Besonders erfolgreich präsentierten sich Sandra Mikolaschek und Jana Spegel mit jeweils zwei Goldmedaillen, während auch Thomas Schmidberger und Valentin Baus in den Einzelkonkurrenzen triumphierten.

Alle Teilnehmer*innen der deutschen Meisterschaft im Para Klettern
DM Para Klettern © DAV / Xaver Quintus

Strahlender Sonnenschein, beeindruckende Kulisse und sportliche Leistungen auf Weltklasse-Niveau: Die zweiten offenen deutschen Meisterschaften im Para Klettern markierten einen Meilenstein für den Klettersport von Menschen mit Behinderung. Mit Blick auf die paralympische Premiere 2028 in Los Angeles zeigte die Szene eindrucksvoll, dass sie hierzulande nicht nur wächst, sondern auch leistungssportlich neue Sphären erreicht.

Kugelstoßerin Charleen Kosche sitzt im Wurfstuhl und hadert
Charleen Kosche © Tom Weller / DBS

Es hatte sich bereits abgezeichnet, nun herrscht Gewissheit: Im Jahr 2026 werden keine Para Leichtathletik-Europameisterschaften stattfinden. Die Suche nach einem Ausrichter hat der Verband World Para Athletics erfolglos beendet. Für die deutsche Para Leichtathletik-Nationalmannschaft bedeutet das ein Jahr ohne großen Höhepunkt – und mit deutlich weniger Sichtbarkeit.