Aktuelles vom Para Taekwondo
Doppelte Premiere auf der großen Bühne
Gleich zwei junge Para Taekwondo-Athleten freuen sich auf ihr internationales Debüt bei der Heim-EM in München. Cheftrainer Sasan Dalirnejad hat mit Kolja Grabe (TSV Hagenburg) und Aziz Hanefi (TSV 1865 Dachau) zwei Newcomer nominiert, die vom 11. bis 14. Mai an den Europameisterschaften teilnehmen. Zeitgleich finden auch die Wettkämpfe der olympischen Taekwondo-Kämpfer*innen statt.
Rund 450 Teilnehmer*innen aus mehr als 50 Nationen werden in den kommenden Tagen bei den inklusiven Europameisterschaften in München um die europäischen Titel kämpfen. Mit dabei sind zum ersten Mal auch der 17-jährige Kolja Grabe vom TSV Hagenburg und der 20-jährige Aziz Hanefi vom TSV 1865 Dachau. „Beide sind international noch unerfahren, da ist die Heim-EM direkt eine spannende Herausforderung für die zwei“, betont Cheftrainer Sasan Dalirnejad die Newcomer-Rolle der Para Taekwondo-Kämpfer. Für Grabe und Hanefi geht es am 13. Mai auf die Wettkampfmatte, wenn die Gewichtsklasse bis 70 kg an den Start geht.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum ersten Messen mit der internationalen Konkurrenz wurde bereits vor den eigentlichen Wettkämpfen erreicht: die internationale Klassifizierung. Kolja Grabe wird in der paralympischen Startklasse K44 (-70kg) an den Start gehen, Aziz Hanefi tritt in der nicht-paralympische Startklasse K41 (-70kg) an.
Auch für Cheftrainer Dalirnejad ist es die Premiere als Trainer des Para Taekwondo-Teams. Er freut sich, das junge Team seit März begleiten zu dürfen und blickt positiv gestimmt auf die Zukunft der noch jungen paralympischen Sportart: „Beide Athleten sind noch sehr jung, was für unsere langfristige Entwicklung eine gute Perspektive bietet.“ Ein weiterer 16-jähriger Athlet sei derzeit ebenfalls im Aufbau, für einen EM-Start jedoch noch nicht vorgesehen gewesen.
Für Grabe und Hanefi bedeutet der Auftritt vor heimischem Publikum eine besondere Herausforderung: „Da müssen wir hoffen, dass die Emotionen und die äußerlichen Reize am Wettkampftag so gut es geht ausgeblendet werden können – das ist dann natürlich auch mein Job“, so Cheftrainer Dalirnejad über die besondere Atmosphäre bei einem Großevent im eigenen Land.
Die Europameisterschaften markieren für beide Athleten den Einstieg auf internationaler Ebene. Mit Blick auf die kommenden Monate steht vor allem das Sammeln von Wettkampferfahrung im Fokus. Nächstes großes Ziel sind die Weltmeisterschaften im November in Südkorea.
Das deutsche olympische Taekwondo-Team geht mit 16 Athlet*innen in München an den Start, darunter auch die amtierende Europameisterin Lorena Brandl und die FISU-Silbermedaillengewinnerin Anya Atesli.
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Hier gibt's weitere Informationen zur Veranstaltung.
Text: Marie Berwinkel / DBS
