Aktuelles vom Boccia im Deutschen Behindertensportverband
Para Boccia: Aufs Podest beim Weltcup-Auftakt
Mit einer Silbermedaille im Pairs-Wettbewerb und guten Leistungen im Einzel ist die dreiköpfige deutsche Para Boccia-Nationalmannschaft aus dem kanadischen Montreal zurückgekehrt. Beim ersten Weltcup des Jahres überzeugten insbesondere Anita Raguwaran und Boris Nicolai, die es im Pairs ins Finale schafften.
Mit Anita Raguwaran und Boris Nicolai, beide aus dem Saarland und in der Startklasse BC4 aktiv, sowie Christina Fink aus Mainz (BC3) reisten drei deutsche Athlet*innen begleitet von Cheftrainer Prof. Dr. Hanno Felder nach Kanada zum ersten Weltcup im WM-Jahr. Zurück kamen sie mit guten Platzierungen, einigen Weltranglistenpunkten und wichtigen Erkenntnissen. „Das Turnier hat die enge Balance zwischen Erfolg und Niederlage auf Weltklasseniveau offenbart. Es hat sowohl unsere Stärken als auch Defizite aufgezeigt“, betont Felder.
Im Einzel hatten Christine Fink und Boris Nicolai Pech mit der Gruppeneinteilung. Sie trafen früh auf Weltklasse-Athlet*innen und schafften es trotz großer Gegenwehr nicht in die K.o.-Runde. „Das Ausscheiden sehen wir nicht als Rückschlag, sondern als Standortbestimmung“, resümiert Felder, der sich an den Leistungen von Anita Raguwaran erfreute. Die 36-Jährige beeindruckte in den Duellen, schaffte es bis ins Halbfinale und verpasste damit nur knapp die Medaillenränge.
Grund zum Jubeln gab es dafür im Pairs-Wettbewerb. Das Duo Raguwaran und Nicolai kämpfte sich trotz einer Niederlage zum Auftakt bis ins Finale. Dort mussten sie sich Japan knapp mit 2:4 geschlagen geben. Cheftrainer Felder: „Sie haben großen Kampfgeist und starke Leistungen gezeigt. Insgesamt war das ein motivierender Start ins neue Wettkampfjahr mit wertvollen Erfahrungen für die kommenden Turniere.“ Höhepunkt sind die Weltmeisterschaften ab dem 24. August in Südkoreas Hauptstadt Seoul.
