Neue Wege für den Herzsport

Für Herzsportgruppen ist in der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (nachfolgend Rahmenvereinbarung) bislang die ständige, persönliche Anwesenheit eines*einer Ärzt*in während der Übungseinheit festgeschrieben. Diese Vorgabe entwickelte sich zunehmend zu einer Herausforderung für die Vereine. Mit Stand 1. Januar 2020 waren deutschlandweit (ohne Bayern) weniger als 9.000 Herzsportgruppen anerkannt (Quelle: Verband der Ersatzkassen). Bei maximaler Auslastung aller Herzsportgruppen, können damit rund 180.000 Menschen in Deutschland versorgt werden. Angesichts der hohen Anzahl an Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland und dem damit einhergehenden hohen potenziellen Bedarf an Herzsportgruppen kann diese Zahl nicht zufriedenstellen. Notwendig ist daher eine Ausweitung des flächendeckenden Angebotes an Herzsportgruppen, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

Um dem zu begegnen, hat der DBS ein Modellprojekt durchgeführt, in dem verschiedene Durchführungsvarianten für den Herzsport getestet wurden. Die Ergebnisse des Projekts sowie die Inhalte des DGK-/DGPR-Positionspapiers zur ärztlichen Betreuung in ambulanten Herzgruppen sind nun in die Überarbeitung der Rahmenvereinbarung eingeflossen, die in ihrer neuen Fassung voraussichtlich zum 1.  Januar 2022 in Kraft tritt. Da aktuell der Mangel an Ärzt*innen aufgrund der zusätzlichen Belastung durch die Pandemie und die Impfkampagne besonders groß ist, haben die gesetzlichen Krankenkassen einem vorzeitigen Inkrafttreten der Neuregelungen für den Herzsport zugestimmt. Ein genaues Startdatum für die Neuregelungen ist derzeit noch offen.

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Neuregelungen Herzsport im Detail

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