Handlungsoptionen auf einen Blick

Herzsportgruppen können in naher Zukunft (finales Startdatum noch offen) abweichend von Ziffer 12.2 der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 1. Januar 2011 ohne die ständige persönliche Anwesenheit des*der verantwortlichen Herzsportgruppenärzt*in durchgeführt werden. In diesen Fällen ist die zusätzliche Absicherung in Notfallsituationen notwendig und kann in verschiedenen Varianten sichergestellt werden.

Die bestehenden Herzsportgruppen können natürlich auch in der bisherigen Form unter ständiger Anwesenheit des*der Ärzt*in fortgeführt werden.

Daraus ergeben sich folgende Durchführungsvarianten von Herzsportgruppen:

  1. Herzsportgruppenärzt*in ist ständig anwesend (klassische Herzsportgruppe)
  2. Herzsportgruppenärzt*in ist nicht ständig anwesend
    Es erfolgt mindestens alle sechs Wochen eine Visitation der Gruppe durch den*die Herzsportgruppenärzt*in.

    Die Absicherung der Notfallsituation erfolgt durch:
    • die ständige Anwesenheit einer Rettungskraft oder
    • die ständige Bereitschaft des*der Herzsportgruppenärzt*in oder
    • die ständige Bereitschaft einer Rettungskraft.
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Welche Möglichkeiten bestehen nun für Vereine?

   

Bestehende Herzsportgruppe unverändert weiterführen

Die anerkannten „klassischen“ Herzsportgruppen können ohne  weiteren Handlungsbedarf fortgeführt werden. Durch eine Erweiterung der Qualifikationsanforderungen ergeben sich zusätzliche Handlungsmöglichkeiten für die Vereine.

Bestehende Herzsportgruppe in neue Form überführen

Es ist ein verkürztes Anerkennungsverfahren zur Ummeldung der bestehenden Herzsportgruppe durchzuführen. Die entsprechenden Formulare werden derzeit vorbereitet und können, sobald die Neuregelungen in Kraft treten, an dieser Stelle heruntergeladen sowie bei Ihrem zuständigen DBS-Landesverband angefragt werden. Darüber hinaus ist eine Information aller Beteiligten Voraussetzung für die Umsetzung der Neuregelungen im Herzsport. Neben den Vereinsverantwortlichen und Übungsleiter*innen sind die Herzsportgruppenärzt*innen, Teilnehmer*innen sowie die verordnenden Ärzt*innen zu informieren. Entsprechende Informationsschreiben können ebenfalls über Ihren DBS-Landesverband angefragt werden.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Neue Herzsportgruppe zertifizieren

Die Anerkennung neuer Herzsportgruppen erfolgt über das bundeseinheitliche Anerkennungsverfahren. Über das bundeseinheitliche Anerkennungsverfahren können Mitglieder unserer Landesverbände als Anbieter bzw. Leistungserbringer von Rehabilitationssportgruppen anerkannt werden. Die einheitlichen Kriterien sowie Formblätter zu dem Anerkennungsverfahren sind in allen DBS-Landesverbänden gültig. Um konkrete Informationen zur Umsetzung des Anerkennungsverfahrens zu erhalten oder einen Antrag auf Anerkennung als Leistungserbringer von Rehabilitationssport zu stellen, empfehlen wir die direkte Kontaktaufnahme zu dem für Sie zuständigen DBS-Landesverband.

Zudem sind bei der Einrichtung einer Herzsportgruppe, welche ohne die ständige ärztliche Anwesenheit durchgeführt werden soll, folgende Personengruppen über die Neuregelungen zu informieren:

  • Teilnehmer*innen
  • Verordnende Ärzt*innen
  • Betreuende*r Herzsportgruppenärzt*in