Ein Verband mit Haltung: Stärke durch Vielfalt

1. Was uns antreibt

Wir wirken für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch unabhängig von Behinderung die Kraft, Freude und das Potenzial des Sports entfalten kann.

Wir nehmen Barrieren den Wind aus den Segeln - damit sich Zugänge zu Sporträumen für alle verbessern, Teilhabe möglich wird und Gemeinschaft wächst.

Wir wollen Menschen inspirieren, sich hohe Ziele zu setzen und inspirierende Dinge zu tun - Athlet*innen des Team Deutschland Paralympics sind Vorbilder für „Alle“.


2. Wofür wir stehen


Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) steht für sportliche Höchstleistungen, gelebte Inklusion, soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Er ermöglicht Menschen mit Behinderung den Zugang zu Sport, schafft sichere Räume für Bewegung und Begegnung und stärkt damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Als Impulsgeber für Barrierefreiheit, Vielfalt und gleichberechtigte Teilhabe trägt der DBS wesentlich dazu bei, gesellschaftliche Einstellungen zu verändern, Vorurteile abzubauen und ein modernes, inklusives Deutschland zu gestalten. Paralympische Athlet*innen agieren als Botschafter für Sportdeutschland und als authentische Vorbilder weit über den Sport hinaus. Wir verstehen uns als kompetenter Partner für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.


3. Wie wir uns die Zukunft vorstellen

In einer inklusiven Gesellschaft sind Sportstätten barrierefrei geplant.

Inklusive Angebote sind fester Bestandteil der Vereinslandschaft. Der Behindertensport in Deutschland ist nicht auf Einzelinitiativen angewiesen, sondern er lebt von verlässlichen Strukturen, die Teilhabe und Inklusion dauerhaft ermöglichen.

Trainerinnen und Trainer sind selbstverständlich für Vielfalt qualifiziert und institutionell abgesichert.

Durch gleichberechtigte Förderung und gute Rahmenbedingungen erreichen deutsche Spitzensportler*innen Weltspitzenleistungen – egal ob olympisch oder paralympisch.

Deutschland präsentiert sich als weltoffener Gastgeber inklusiver und barrierefreier Sportgroßveranstaltungen wie bspw. den olympischen und paralympischen Spielen.

Der offene Ganztag ist zu einem echten Ort der Bewegung, Teilhabe und Inklusion mit qualitätsgesicherten und barrierefreien Sportangeboten für alle Kinder und Jugendlichen geworden.


4. Was jetzt wichtig ist

Der Sport von, für und mit Menschen mit Behinderung in Deutschland birgt herausragende Chancen. Gleichwohl werden diese derzeit noch nicht ausreichend ausgeschöpft. Dies betrifft sowohl den Paralympischen Spitzensport als auch die gesundheits- und gesellschaftspolitische Wirkung des Sports für Menschen mit Behinderung. Damit diese Potenziale wirksam entfaltet werden können, braucht es:

Verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen
Spitzenleistungen können nur durch Professionalisierung, nachhaltige Finanzierung und gleichwertige Förderstrukturen zum olympischen Sport entstehen. Dafür sind unter anderem eine stärkere direkte Athletenförderung, mehr hauptamtliches und angemessen vergütetes Leistungssportpersonal sowie eine aufgestockte und verstetigte Sportjahresplanung notwendig, um internationale Wettbewerbsfähigkeit und kontinuierliche Leistungsentwicklung zu sichern. Für den DBS steht fest: Spitzenleistung entsteht nicht punktuell, sondern durch Kontinuität, Professionalität und strukturelle Sicherheit.

Barrierefreie Sportstätten
Sportstätten sind zentrale Orte der Gemeinschaft. Sie fördern sowohl die Gesundheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit alle Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderung, daran teilhaben können, müssen Angebote und Infrastruktur barrierefrei gestaltet sein. Der Abbau von Hindernissen und wohnortnahe Sportmöglichkeiten schaffen Teilhabe, fördern Leistung und sind ein Investment in die Zukunft.

Olympische und paralympische Spiele in Deutschland
Die Paralympischen Spiele stehen für Inklusion, Inspiration, Vielfalt und Respekt – es sind Werte, die insbesondere im Ausrichterland wahrgenommen und verinnerlicht werden. Paralympics sind mehr als ein großartiges Sportevent – sie sind ein Spiegel dafür, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen wollen. Sie vereinen sportliche Exzellenz, beeindruckende Persönlichkeiten und eine Atmosphäre, die Menschen weltweit inspiriert. Sie verbinden uns, weil sie das Wesentliche sichtbar machen: den Willen, über uns hinauszuwachsen. Investitionen in barrierearme Mobilität, moderne Sportstätten und Assistenztechnologien sowie eine zugängliche öffentliche Infrastruktur bleiben als dauerhaftes Vermächtnis bestehen. Von einem Rückgang der Barrieren im öffentlichen Raum profitieren Menschen mit Behinderung ebenso wie Senior*innen und Familien mit Kindern. Ein Land, das Paralympische Spiele ausrichtet, entscheidet sich für mehr als ein Großereignis. Es entscheidet sich für eine Haltung.


5. Gemeinsam können wir Großes bewegen

Inklusion im Sport ist weit mehr als ein politisches oder organisatorisches Anliegen – sie ist ein Weg, wie wir eine Gesellschaft gestalten, in der jeder Mensch zählt. Wenn wir echte Teilhabe ermöglichen, stärken wir nicht nur den Einzelnen. Wir stärken das „Wir“.

Sport hat die einzigartige Kraft, Barrieren zu überwinden: zwischen Menschen und Vorstellungen davon, was möglich ist.
Doch echte Inklusion entsteht nicht durch gute Absichten allein. Sie entsteht durch Rahmenbedingungen, die befähigen, und durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich mit großer Leidenschaft engagieren.

Unser Ziel ist klar: Menschen mit Behinderung sollen im Sport die gleichen Chancen erleben – zu lernen, zu leisten, dazuzugehören.
Eine inklusive Gesellschaft entsteht nicht zufällig. Sie entsteht dort, wo Menschen sich zusammentun, um sie bewusst zu formen. Deshalb laden wir Verantwortliche aus Politik, Bildung, Gesundheit und Gesellschaft ein: Lassen Sie uns gemeinsam die Rahmenbedingungen schaffen, die Inklusion nicht nur ermöglichen, sondern selbstverständlich machen. Wir sind bereit, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Für mehr Teilhabe. Für mehr Zusammenhalt. Für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch seinen Platz hat – und seine Stärken zeigen kann.

Denn am Ende glauben wir an etwas Grundlegendes: dass Vielfalt eine Stärke ist. Und genau deshalb lohnt sich jeder Schritt hin zu echter, gelebter Inklusion.