Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Stark am Schießstand: Der Freiburger Martin Fleig © Luc Percival
Stark am Schießstand: Der Freiburger Martin Fleig © Luc Percival

Zweimal Silber und viermal Bronze – das ist die positive Bilanz der deutschen Biathleten mit Behinderung nach dem Auftakt in den Weltcup-Winter des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). In imposanter Atmosphäre des Wintersportcenters im russischen Tyumen trumpften vor allem zwei Athleten auf: Martin Fleig (Ring der Körperbehinderten Freiburg) und Clara Klug (PSV München) teilten die Medaillen untereinander auf.

Freude über Silber: Trainer Michael Webel und Erik Machens
Freude über Silber: Trainer Michael Webel und Erik Machens

Toller Erfolg für Erik Machens bei der Rollstuhltanz-WM in Rom: Der amtierende Europameister hat es auf Platz zwei geschafft und darf sich nun auch mit dem Titel des Vizeweltmeisters schmücken. In der neuen Tanzklasse "Single Man" überzeugte Machens mit viel Schwung, Musikalität und Elan und freute sich anschließend mit Trainer Michael Webel über die verdiente Silbermedaille.

Daneben gab es bei den Weltmeisterschaften zwei weitere Premieren: In den Klassen Single Woman und Freestyle gab es zwar keine deutschen Podiumsplätze, dafür landeten Olivia Thiel und Horst Wehner in einer starken Konkurrenz mit der Kür Schwanensee auf einem beachtenswerten 14. Platz. Weitere Wettbewerbe wurden zudem in den bekannten Sektionen ausgetragen: So ertanzten sich Birgit Habben-Kober und Reiner Kober einen geteilten elften und zwölften Patz in Standard LWD1, darüber hinaus belegten Olivia Thiele und Horst Wehner in Latein LWD2 Rang 18.

Unterzeichnung Kooperationsvereinbarung DBS/DBV

Mit Aufnahme der Sportart Badminton in das Paralympische Programm für Tokio 2020 haben sich der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und der Deutsche Badminton-Verband (DBV) zu dem gemeinsamen Ziel bekannt, die Inklusion von Badmintonspielern mit und ohne Behinderung zu fördern.

Heiko Kröger
Heiko Kröger © Jacques Vapillon

Elf Punkte Rückstand hatte Segler Heiko Kröger (Norddeutscher Regatta Verein, Ammersbek/Niedersachsen) vor dem elften und letzten Rennen der Weltmeisterschaften im australischen Melbourne auf den führenden Franzosen Damien Seguin. Der 49-Jährige war zwischenzeitlich sogar auf gutem Kurs und verkürzte den Rückstand deutlich, allerdings blieb es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen am Ende bei der Silbermedaille für den Weltmeister von 2014 in der Einmann-Kielbootklasse 2.4mR. In derselben Klasse landete der Berliner Lasse Klötzing (24, PSC Berlin) auf Rang acht, das Trio aus Jens Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka im Sonar belegte Rang zehn.

Am 30. Januar 2016 veranstaltet der sportmedizinische Arbeitskreis Ludwigsburg e.V. eine Tagung mit dem Schwerpunktthema "Medizinische Aspekte des Sports bei Menschen mit Behinderung im
Breiten-, Inklusions- und Leistungssport". Die Tagung ist an Ärzte, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Betreuer, Trainer, Übungsleiter, Sportlehrer, Sozialpädagogen oder Vereinsfunktionäre gerichtet.

Weitere Details zur Veranstaltung sind dem Flyer zu entnehmen.

Deutsche Goalballnationalmannschaft Siegerehrung
Deutsche Goalballnationalmannschaft Siegerehrung © Paco Monreal

Die deutsche Goalballnationalmannschaft der Herren hat am vergangenen Wochenende den ersten Härtetest in der Vorbereitung auf die Paralympics erfolgreich absolviert. In Madrid gewann die Mannschaft das FEDC international Tournament. Und das souverän - die deutschen Goalballer konnten alle sechs Spiele für sich entscheiden und setzten sich auch gegen den Vizeeuropameister von 2013, Spanien, deutlich mit 11:4 durch.

Anja Wicker Paralympics in Sotschi 2014
Anja Wicker Paralympics in Sotschi 2014 © Allianz, Ralf Kuckuck

Das Wintersportcenter im russischen Tyumen, die „Perle Sibiriens“, ist ab Mittwoch, 2. Dezember 2015, Schauplatz für die ersten sechs Rennen der neuen Weltcup-Saison im Langlauf und Biathlon für Sportler mit Behinderung. Das Nordic Paraski Team Deutschland ist bei den Wettkämpfen des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) mit sechs Athleten am Start. Unter ihnen: eine Titelverteidigerin im Gesamtweltcup. Nicht dabei ist hingegen die mehrfache Paralympicssiegerin und Weltmeisterin Andrea Eskau – ihr Fokus gilt den Paralympics in Rio mit dem Handbike. Beim Highlight im Winter, dem Heim-Weltcup in Finsterau (Bayern) im Februar, will sie allerdings unbedingt starten.