Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Judoka Carmen Brussig
Carmen Brussig

Carmen Brussig biss mächtig auf die Zähne. Im Eröffnungskampf der Judo-Europameisterschaften in Lissabon (Portugal) besiegte die 38-Jährige vom PSV Schwerin ihre Gegnerin zwar mit einem schönen Wurf - allerdings landete diese unglücklich auf Brussigs Fuß. Die spätere Diagnose: Spiralbruch im Fuß. Doch die amtierende Paralympicssiegerin gab nicht auf und kämpfte sich mit großem Siegeswillen sogar ins Finale, ehe die Schmerzen doch zu groß wurden und sie das Duell beenden musste. Silber trotz Fußbruch für Carmen Brussig, die nun jedoch mindestens drei Monate pausieren muss. Die zweite Medaille für das sechsköpfige deutsche Team gewann Newcomer Nikolai Kornhaß, der Bronze holte. Gleichzeitig sicherte er sich genau wie Sebastian Junk die Qualifikation für die Paralympischen Spiele in Rio 2016.

Carmen Brussig
Carmen Brussig

Ohne ihre jüngere Schwester Ramona kämpft Judoka Carmen Brussig am Freitag bei den Europameisterschaften in Lissabon (Portugal/27. bis 29. November 2015) um Gold. Während Carmen als amtierende Weltmeisterin in der Klasse bis 48 Kilogramm am liebsten auch bei der EM den Titel holen möchte, musste Zwillingsschwester Ramona Brussig die Wettkämpfe verletzungsbedingt absagen. Daneben sind sind mit Oliver Upmann, Nikolai Kornhaß, Schugga Sami Ali Obad Nashwan, Sebastian Junk und Marc Milano fünf weitere Athletinnen und Athleten am Start, für die es teilweise noch um die Rio-Qualifikation geht.

v.l.: Mario Hochberg, Thomas Mersdorf, Karina Müller-Freye, Dieter Grimm
v.l.: Mario Hochberg, Thomas Mersdorf, Karina Müller-Freye, Dieter Grimm © privat

Vom 24. bis 28. November finden die Europameisterschaften im Gewichtheben in Eger (Ungarn) statt. Cheftrainer Thomas Mersdorf ist mit Karina Müller-Freye und Mario Hochberg nach Eger gereist. Hochberg startet am 26.11. um 18.30 Uhr in der Gewichtsklasse bis 88 Kilogramm und Müller-Freye am 28.11. um 10 Uhr in der Gewichtsklasse bis 79 Kilogramm.

Elke Seeliger

25.11.2015 – Die deutschen Sportschützen haben nach Ende der diesjährigen Weltcup-Saison mit insgesamt fünf gewonnenen Quotenplätzen und elf Medaillenchancen bei den Paralympics im nächsten Jahr in Rio de Janeiro (Brasilien) eine positive Bilanz gezogen – und blicken bereits gespannt auf die bevorstehende Saison 2016.

Torben Schmidtke beim Schwimmen
Torben Schmidtke © Philipp Ising

Die Enttäuschung über die Schwimm-Weltmeisterschaft im Juli 2015 war bei Torben Schmidtke nicht so schnell verflogen. Gold sollte es werden über seine Paradestrecke, die 100 Meter Brust. Doch am Ende musste sich der 26-Jährige vom SC Potsdam mit Bronze begnügen – mit einer Zeit, die ihm so gar nicht passte. Unterkriegen ließ sich Torben Schmidtke davon freilich nicht. Das hat er bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM) im nordrhein-westfälischen Remscheid eindrucksvoll bewiesen. Stolze drei neue Weltrekorde hat der 26-Jährige aufgestellt – was für eine Bilanz zum Auftakt einer besonderen Saison, die bei den Paralympics in Rio 2016 ihren Höhepunkt findet.

Heiko Kröger
Heiko Kröger © Ainhoa Sanchez

Für den mehrfachen Weltmeister Heiko Kröger geht es bei der anstehenden WM in Melbourne nicht nur um die Titelverteidigung, sondern auch um die Wiederaufnahme des Segelns ins Programm der Paralympischen Spiele 2024. Dass er jüngst zum Segler des Jahres 2015 gewählt wurde, deutet der behinderte Sportler auch als Zeichen für die wachsende Anerkennung der paralympischen Athleten.

Johannes
Johannes Floors © Jörg Frischmann

Am 21. November hat die Deutsche Sporthilfe im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Bonn ihre Newcomer-Party des Jahres gefeiert und die „Juniorsportler des Jahres“ 2015 gehrt. Die höchste Auszeichnung im deutschen Nachwuchssport wird in einer Einzel- und Mannschaftswertung sowie für den Behinderten- und Gehörlosensport vergeben. Zahlreiche Talente sind seit 1978 geehrt worden, die später zu internationalen Sportgrößen heranreiften, von Michael Groß (1981) über Franziska van Almsick (1992), Heinrich Popow (2002), Maria Höfl-Riesch (2004), Magdalena Neuner (2007/2008) bis Anna Schaffelhuber (2010). 2015 gehören auch der unterschenkelamputierte Leichtathlet Johannes Floors sowie die gehörlosen Beachvolleyball-Schwestern Peggy und Nelly Steinbach dazu.