Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Nora Hansel beim Zieleinlauf
Nora Hansel© DTU/ Jo Kleindl

Ein Vize-Weltmeistertitel, ein Europameistertitel und vier Siege bei World Paratriathlon Events (WPE): So lautet die positive Bilanz 2015 des dreiköpfigen Paratriathlon-National-Kaders um Martin Schulz (Leipzig, PT 4- Leichte Behinderung), Stefan Lösler (Esslingen, PT2-Schwere Behinderung) und Markus Häusling (Nendorf, PT 1-Handbike/Rennrollstuhl) im ersten Jahr von Cheftrainer Tom Kosmehl. Hinzu kommen ein Europameistertitel und ein Sieg beim World Paratriathlon Event in Madrid durch Nora Hansel (Bochum) und ein beachtlicher dritter Platz beim World Paratriathlon Event durch Simon Gänger (Freudental). Beide starten in der Startklasse PT 3 (Mittelschwere Behinderung), die in Rio leider nicht startberechtigt ist.

Georg Kreiter und Thomas Nolte mit Medaille
Georg Kreiter und Thomas Nolte

Bereits zum 18. Mal hat der von der DBS-Abteilung Ski alpin ausgerichtete IPC Europacup im Pitztal (Tirol, Österreich) stattgefunden. Auf dem Pitztaler Gletscher wurden neben den ersten Speed-Europacups in Superkombination und Super-G auch die Deutschen Meisterschaften 2015 im Rahmen von internationalen IPCAS-Punkterennen in Super-G, Riesenslalom und Slalom ausgetragen. Bei noch wenig winterlichen Verhältnissen, dafür perfekten Pistenbedingungen und Sonne pur konnten die Athletinnen und Athleten des Deutschen Para Skiteams alpin in den beiden Europacups bereits zu diesem frühen Saisonzeitpunkt überzeugen.

LTV Cup 2015 Sitzvolleyball Deutschland gegen Kasachstan

Das traditionell letzte Turnier des Jahres im Sitzvolleyball wird in Leipzig ausgetragen. Mittlerweile zum 9. mal hat der Behindertensportverein Leipzig eingeladen und Mannschaften aus sechs Nationen kamen zum Turnier. Insgesamt wurde mit 14 teilnehmenden Teams ein neuer Rekord aufgestellt. Das Turnier hat sich im Laufe der Jahre zu einem der besten Vereinsturniere weltweit entwickelt, worauf die Organisatoren sehr stolz sind. Am Ende sicherte sich der BVL den 1. Platz.

Quelle: picture alliance

Das Anti-Doping-Gesetz hat den Bundesrat passiert und wird am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Das Gesetzesvorhaben unterstützt die Anti-Doping-Arbeit zum Schutz der sauberen Sportlerinnen und Sportler in Deutschland. Bestehende und funktionierende sportrechtliche Ahndungs- und Sanktionsmechanismen werden sinnvoll unterstützt, vorhandene Lücken, auch bei der Verfolgung von Doping unterstützenden Hintermännern, durch den staatlichen Strafverfolgungsanspruch geschlossen.

Maurice Schmidt bei der U17 WM mit dem Degen
© Uwe Schmidt

Bei den U17 Weltmeisterschaften im arabischen Sharjah krönte der Böblinger Rollstuhlfechter Maurice Schmidt seine bisherige Fechtlaufbahn mit zwei Weltmeistertiteln. Sowohl im Florett als auch im Degen war der sympathische Rechtshänder nicht zu schlagen.

Zwei Männer beim Rollstuhl-Rugby

Im Rollstuhlrugby ist das Bernd-Best-Turnier einer der wichtigsten Termine im Jahr und ein großes Highlight für Spieler und Fans. Für 2016 wurde das Turnier, welches jährlich in Köln ausgetragen wird, nun abgesagt.

Markus Rehm beim Weitsprung
Markus Rehm © Marcus Hartmann, www.photo-hartmann.de

Der Internationalen Leichtathletik-Verbands (IAAF) hatte im August 2015 entschieden, Leichtathleten mit Prothesen von einer Teilnahme bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaft auszuschließen, sofern diese nicht nachweisen können, dass ihnen die „mechanische Hilfe“ keinen Vorteil verschafft. Diese Regel „144.3 (d)“ ist zum 1. November 2015 in Kraft getreten. Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, und Vizepräsident Leistungssport Dr. Karl Quade hatten bereits unmittelbar danach deutliche Kritik an diesem Entschluss geübt – und haben diese jetzt in einem Schreiben an IAAF-Präsident Sebastian Coe erneuert.