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Natascha Hiltrop zielt auf die Ringe
Natascha Hiltrop © Oliver Kremer / DBS

Im französischen Châteauroux die Spannung: Sechs deutsche Para Sportschützen treten bei den Paralympics 2024 in fünf Gewehr-, zwei Pistolendisziplinen und im Bogenschießen an. Paralympics-Siegerin Natascha Hiltrop (32) aus Bonn hat beste Medaillenchancen, den Debütanten traut Bundestrainer Rudi Krenn eine Überraschung zu.

Edina Müller und Martin Schulz halten die deutsche Fahne
Edina Müller und Martin Schulz © Kevin Voigt / DBS

Para Kanutin Edina Müller und Para Triathlet Martin Schulz führen die deutsche Mannschaft am 28. August bei einer ganz besonderen Paralympics-Eröffnungsfeier an. Das Duo setzte sich bei einer teaminternen Abstimmung gegen hochkarätige Konkurrenz durch und darf nun die deutsche Fahne über die Champs-Élysées zum Place de la Concorde tragen.

Jens Sauerbier © Nadine Bieneck

Seit 15 Jahren arbeitet Jens Sauerbier hart an dem Traum der Paralympics-Teilnahme – nun geht er endlich in Erfüllung. Die deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft hat sich seit 2008 das erste Mal wieder für die Paralympischen Spiele qualifiziert. Sauerbiers leidenschaftliche Begeisterung für den Sport ist nicht nur für ihn selbst eine Bereicherung. Der 37-Jährige inspiriert auch andere Menschen mit Behinderung – und das auf vielfältige Art und Weise.

Para Tischtennis-Spielerin Steffi Grebe jubelt. Dazu gibt es zwei Sprechblasen, einmal mit der Frage "Alter, bist du behindert?" und unten die Antwort " Ja - und bei dem Paralympics ab 28. August bitte ich meine Gegnerinnen zu Tisch"
Steffi Grebe © Mika Volkmann / DBS

Menschen mit Behinderungen können großartige Leistungen vollbringen – im Alltag wie im Sport. Die ganz große Bühne dafür bieten die Paralympics, die am 28. August in Paris eröffnet werden. 4400 Athletinnen und Athleten aus aller Welt zeigen in 22 Sportarten ihr beeindruckendes Können. Doch im Alltag sowie im Sprachgebrauch wird die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen – häufig unbewusst – herabgewürdigt. Viel zu häufig hört man in der Öffentlichkeit die Floskel „Bist du behindert!?“ – als Synonym dafür, dass man etwas nicht kann, nicht versteht oder nicht weiß. Dem möchte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) mit selbstbewussten Motiven entgegenwirken.

Anna-Lena Niehues im Germany-Shirt, macht mit den Fingern das Herz-Symbol
Anna-Lena Niehues © picture alliance / Team D Paralympics

Dass Kinder reiten, bevor sie laufen können – in einer Reiterfamilie ist das nichts Ungewöhnliches. Wobei „reiten“ zumindest im Fall von Anna-Lena Niehues sicherlich nicht ganz richtig ist. „Meine Oma hat mich schon früh aufs Pferd gesetzt und mich natürlich festgehalten“, sagt sie schmunzelnd. Richtig ist aber, dass die fast 40-Jährige vom Reitverein Rüenberg nach ihrer Tumor-Operation im Jahr 2017 auf dem Pferd saß, bevor sie wieder laufen konnte. Jetzt, sieben Jahre später, steht sie kurz vor ihrem Paralympics-Debüt – einer Station in ihrer sportlichen Karriere, die nicht unbedingt geplant war.