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Anna-Lena Niehues im Germany-Shirt, macht mit den Fingern das Herz-Symbol
Anna-Lena Niehues © picture alliance / Team D Paralympics

Dass Kinder reiten, bevor sie laufen können – in einer Reiterfamilie ist das nichts Ungewöhnliches. Wobei „reiten“ zumindest im Fall von Anna-Lena Niehues sicherlich nicht ganz richtig ist. „Meine Oma hat mich schon früh aufs Pferd gesetzt und mich natürlich festgehalten“, sagt sie schmunzelnd. Richtig ist aber, dass die fast 40-Jährige vom Reitverein Rüenberg nach ihrer Tumor-Operation im Jahr 2017 auf dem Pferd saß, bevor sie wieder laufen konnte. Jetzt, sieben Jahre später, steht sie kurz vor ihrem Paralympics-Debüt – einer Station in ihrer sportlichen Karriere, die nicht unbedingt geplant war.

Screenshot des digitalen Paralympics Guides
Digitaler Paralympics Guide

Nach dem erstmaligen Launch für die Paralympischen Winterspiele 2022 in Peking wird es auch für die Sommerspiele in Paris wieder eine digitale Version des Paralympics Guides geben. Unter www.paralympics-guide.de erfahren Sie Wissenswertes über die Athlet*innen des Team D Paralympics, die Wettkämpfe in Paris, das Team hinter dem Team sowie vieles mehr.

Yannis Fischer jubelt nach dem Kugelstoßen
Yannis Fischer © Förderverein Para Leichtathletik / Tom Weller

Als Yannis Fischer am 11. Juli 2023 in Paris erstmals Kugelstoß-Weltmeister in der Startklasse F40 wurde, konnte man sich die Frage stellen, wer den kleinwüchsigen Mühlhausen-Ehingener in den kommenden Jahren stoppen sollte. Antwort: sein Rücken. Vor einem Jahr jubelte Fischer über WM-Gold und war mit 11,43 Metern nur 17 Zentimeter unter dem Weltrekord geblieben – mit 21 Jahren. Keine zwölf Monate später sah alles ganz anders aus: Der Athlet vom VfB Stuttgart war heilfroh, dass er überhaupt noch für die Paralympics in Paris nominiert wurde.

Unterzeichnung Sporthilfsmittel-Kooperation © DOSB

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und der Sozialverband VdK haben eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen, um Barrieren für Sportler*innen mit Behinderungen abzubauen und eine bessere Versorgung mit geeigneten Hilfsmitteln zu gewährleisten. Dazu werden Beratungsleistungen und rechtliche Unterstützung für Betroffene angeboten.

Judoka Lennart Sass in einer Kampfsituation
Lennart Sass © Ralf Kuckuck / DBS

Wenn Lennart Sass an die Paralympics in Paris denkt, gerät er ins Schwärmen. „Die Paralympics sind das Größte, was die Wettkämpfe zu bieten haben. Ich empfinde eine Riesen-Demut vor dieser Herausforderung“, sagt der 24-Jährige und fügt an: „Mit meiner Qualifikation habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt. Ich bin definitiv hochmotiviert.“ Fest steht: Lennart Sass will mehr als nur eine Teilnehmerurkunde.