Aktuelles aus dem Bereich Sportentwicklung

© Deutsche Vereinigung für Rehabilitation

Um diese Frage zu beantworten, führt die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) einen Konsultationsprozess mit einer Online-Befragung durch. Ziel der Online-Befragung der DVfR ist es, die Folgen der Corona-Pandemie für die Rehabilitation, die Teilhabe und z. T. auch für die Gesundheitsversorgung der genannten Menschen mit ihren Familien aus verschiedenen Perspektiven zu untersuchen. Unterstützt wird dieser Konsultationsprozess durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Masterplan Inklusion

Bis 2030 sollen sich Sportvereine, Landesfachverbände und Sportbünde so weiter entwickeln, dass Menschen mit Behinderung als Teilnehmende im Sportbetrieb, als Ehrenamtliche, Freiwillige oder als Hauptberufliche gleichberechtigt an den Leistungen des Sports partizipieren können. Diese Botschaft geht vom 45. Landessporttag aus, auf dem die Teilnehmer den „Masterplan Inklusion im niedersächsischen Sport“ verabschiedet haben. Das Konzept, das bundesweit im Themenfeld Inklusion im Sport beispielgebend ist, haben der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen, der Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN), der Gehörlosen- Sportverband Niedersachsen (GSN) und Special Olympics Niedersachsen (SO NDS) erarbeitet. Das LSB-Präsidium hatte den Masterplan auf seiner Februar-Sitzung 2020 bestätigt.

© European Inclusion Summit

Am heutigen Mittwoch ist der erste European Inclusion Summit (EIS) mit einer offiziellen Erklärung der Vertreter*innen der europäischen Mitgliedstaaten für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu Ende gegangen. Die Erklärung richtet sich an die Europäische Kommission sowie die Mitgliedsstaaten und ist mit Empfehlungen und Forderungen verbunden, die auf die „European Disability Strategy 2020-2030“ abzielen. Eine der Kernempfehlungen lautet: die Einsetzung eines/einer Europäischen Behindertenbeauftragten.

Bewegung gegen Krebs
Bewegung gegen Krebs © DOSB

Jedes Jahr erkranken rund 510.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs - Tendenz steigend. Inzwischen sind die positiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität in der Krebsprävention, -therapie und -nachsorge wissenschaftlich bestätigt. Umso wichtiger für Betroffene – der Weg in den Rehabilitationssport und die nachhaltige Verbesserung und Ausweitung von Angeboten der Sportvereine.

Herzsportgruppe in Aktion
Übungen im Rehabilitationssport © picture alliance / DBS

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) empfiehlt mit Blick auf die aktuelle Corona-Infektionslage, den ärztlich verordneten Rehabilitationssport zunächst für den Monat November einzustellen. „Diese Empfehlung verdeutlicht die gesellschaftliche Verantwortung, die der DBS in dieser schwierigen Lage übernimmt. Bei Gefahr für Leib und Leben gibt es aus unserer Sicht keine Alternative.

Co-Trainer Ausbildung
Co-Trainer Ausbildung © BBS

Zwölf Menschen mit geistiger Behinderung haben erfolgreich die Ausbildung zum Co-Trainer (Übungsleiter-Assistent) beim Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband e.V. absolviert. Es war die erste Ausbildung in dieser Form, die die Erwartungen übertroffen hat. Speziell für Menschen mit geistiger Behinderung wurde dieser Lehrgang konzipiert – das Ziel: die gleichberechtigte Teilhabe im Sport für Menschen mit geistiger Behinderung zu fördern und ihnen darüber hinaus eine Rolle im Sportverein zu geben. Die Rolle als Co-Trainer!

Ein blinder Tennisspieler beugt sich nach vorne und spielt den Ball
Blindentennis © Gold-Kraemer-Stiftung

Der Tennisball fliegt auf Bastian Kaller zu und wird schwierig zu erreichen – doch dieser führt kurzerhand den Schläger hinter dem Rücken her und spielt den Ball mit viel Geschick zurück auf die gegenüberliegende Seite. Ein sehenswerter Trick-Schlag, der im Tennissport keine Seltenheit ist. Doch Bastian Kaller ist blind und spielt nur nach Gehör. Dazu ist er in seiner Startklasse B1 aktueller deutscher Vizemeister im Blindentennis.