Aktuelles zur Prävention von sexualisierter Gewalt

 
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Ob #metoo oder #coachdonttouchme – ob Missbrauchsskandal im englischen Fußball oder im US-Turnen. Der Schutz von jungen Sportlerinnen und Sportlern vor sexualisierter Gewalt ist hoch aktuell und bleibt ein wichtiges Thema für Sportverbände und –vereine.

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Sexualisierte Gewalt ist leider überall anzutreffen – auch im Sport. Das belegen die Ergebnisse des Forschungsprojektes »Safe Sport«. Konkrete Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche im Wettkampf- und Leistungssport sind daher notwendig. Wie Schutzmaßnahmen in Sportorganisationen umgesetzt werden, hat das Projekt »Safe Sport« jetzt untersucht.

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat in Berlin sein „Programm zur konsequenten Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Folgen“ für die 19. Legislaturperiode vorgestellt.

Starke Netze gegen Gewalt

Zum vierten Mal hat der DOSB mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Vereinswettbewerb „Starke Netze gegen Gewalt“ ausgeschrieben. Der DOSB zeichnet damit starke Netzwerke im Kampf gegen Gewalt an Frauen auf lokaler und regionaler Ebene aus.

Der BRSNW bietet vom 9. bis 10. September in Duisburg eine verkürzte Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzqualifikation „Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins für Mädchen und Frauen mit oder mit drohender Behinderung (§ 44 SGB IX)“ an. Diese richtet sich an  Übungsleiterinnen B Rehabilitationssport mit speziellen Vorqualifikationen und umfasst lediglich 15 Lerneinheiten. Eine Anmeldung für die Weiterbildung ist bis zum 18. August bei Frau Helga Napiwotzki unter napiwotzki@brsnw.de möglich.

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Am 14. Februar 2017 um 17.30 Uhr wird vor dem Brandenburger Tor gegen Gewalt an Mädchen und Frauen getanzt und getrommelt. Ab 16:00 können sich vorab alle an Aktionsständen zum Thema informieren, die Choreographie erlernen und vieles mehr. Der DOSB ist mit Vereinsvertretern/innen vor Ort und zeigt, „wie sich Jede und Jeder in puncto Selbstbehauptung stärken kann.“

 

Berlin, 31.01.2017. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs führt heute ihr erstes öffentliches Hearing durch. Das Hearing ist eine medienöffentliche Fachveranstaltung und findet in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin statt. Im Rahmen des Hearings sprechen Betroffene, Angehörige, Expertinnen und Experten über Kindesmissbrauch in der Familie. Die Kommission ist international die erste Kommission, die sexuellen Kindesmissbrauch auch innerhalb der Familie und nicht nur in institutionellen Einrichtungen in den Blick nimmt. Das Hearing soll auf das Tabuthema Kindesmissbrauch aufmerksam machen und den Dialog zwischen Betroffenen, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie der Gesellschaft fördern.