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Im vierten Gruppenspiel bei den Paralympics musste die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren ihre erste Niederlage quittieren. Mit 66:73 (18:17/28:36/47:56) unterlag die deutsche Auswahl am Ende gegen den zweimaligen Goldmedaillengewinner Kanada, auch wenn die Mannschaft von Bundestrainer Nicolai Zeltinger über lange Strecken auf Augenhöhe operieren konnte.

Die deutschen Rollstuhlbasketball-Damen haben ihren paralympischen Nimbus bei den Spielen in London gewahrt und sind auch im dritten Spiel als Sieger vom Parkett der Olympic Basketball Arena gerollt. Beim 56:50 (13:17/30:24/50:35)-Erfolg über China boten die Europameisterinnen den gut 5.000 Zuschauern jedoch nur magere Kost, zu durchwachsen war die gebotene Leistung.

Der LTA-Mixed-Vierer mit Steuerfrau Katrin Splitt (Berlin) und Astrid Hengsbach (Herdecke), Tino Kolitscher (Halle), Kai-Kristian Kruse (Hamburg) und Anke Molkenthin (Waging) hat bei den Paralympics die Silbermedaille errudert.

Abgezockt, nervenstark und ein enormer Wille: Thomas Schmidberger (TSV/RSG Platting) hat die erste Medaille für die deutschen Tischtennisspieler gewonnen. In einer hochklassigen Partie holte der 20-Jährige aus Viechtach (Bayern) in der Wettkampfklasse 3 gegen den Franzosen Florian Merrien bei seinen ersten Paralympics direkt Bronze. Die Enttäuschung über das Halbfinal-Aus gegen Zlatko Kesler (Serbien) war nach dem umkämpften 3:1-Sieg (7:11, 11:7, 12:10, 14:12) verflogen.

Nach der Bronzemedaille für Heinrich Popow am Vormittag endete auch der Abend des zweiten Wettkampftages der Leichtathleten mit großem Jubel und gleich zweimal Edelmetall. Claudia Nicoleitzik (TV Püttlingen) gewann über 200 m der Startklasse T36 in einer Zeit von 32,08 sec. Bronze, Marianne Buggenhagen (SC Berlin) versilberte sich das Kugelstoßen der Startklasse F 54/55/56.

Zwei „alte Hasen“ stehen im Finale, zwei Paralympics-Neulinge kämpfen um Bronze: Die deutschen Tischtennis-Spieler haben Sonntag und Montag mindestens zwei Silber-Medaillen sicher und können in den Einzelwettbewerben bis zu viermal Edelmetall holen. Ins Endspiel schafften es Holger Nikelis (Wettkampfklasse 1/RSC Köln) und Jochen Wollmert (WK 7/BS Solingen), die beide bereits Paralympics-Gold holten – der Kölner Nikelis 2004 in Athen, der Solinger Wollmert 2008 in Peking.

Judoka Oliver Upmann ist knapp an der Bronze-Medaille vorbeigeschrammt. Bei seiner Paralympics-Premiere zeigte der 24-Jährige einen tollen Wettkampf, unterlag im Bronzekampf in der Klasse bis 100 kg der Sehbehinderten allerdings Europameister Vladimir Fedin (Russland) und landete somit auf Platz fün