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„Schöner hätte der Abschluss nicht sein können“, sagt Kirsten Bruhn. Mit zwei Goldmedaillen und einmal Bronze verabschiedet sich die querschnittgelähmte Schwimmerin endgültig von der internationalen Bildfläche. Über ihre letzte Europameisterschaft, ihre großartige Karriere und ihr Leben danach sprach Kevin Müller mit der 44-jährigen Wasbekerin (Schleswig-Holstein).

Die Schwimm-Europameisterschaften in Eindhoven (Niederlande) sind mit beachtlichen Erfolgen des 19-köpfigen deutschen Teams zuende gegangen. In den 161 Wettbewerben holte der Deutsche Behindertensportverband 24 Medaillen (6 Gold, 8 Silber, 10 Bronze). Aus deutscher Sicht war der Abschied von Kirsten Bruhn (44, Neumünster), die mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille und einem 4. Platz ihre außergewöhnliche Laufbahn beendete, das einschneidende Ereignis.

Für die acht Para-Kanuten des DKV haben sich bei den Weltmeisterschaften vom 6.-10. August in Moskau die Medaillenhoffnungen leider nicht erfüllt. Nach den Semifinals schienen die Chancen auf WM-Edelmetall vor allem für den Vorjahres-Weltmeister Tom Kierey (Berlin) im K1 LTA sowie für den Bronzemedaillengewinner von Duisburg Christian Mathes (Regensburg) im K1 A noch durchaus gegeben.

Auch der letzte Wettkampftag der Schwimm-EM in Eindhoven ging für das deutsche Team mit drei Medaillen zufriedenstellend zu ende. Insgesamt erreichte das deutsche Schwimm-Team mit 24 Medaillen, darunter sechsmal Gold, achtmal Silber und zehnmal Bronze, den 7. Platz der Nationenbewertung knapp hinter den Niederlanden mit insgesamt 25 Medaillen.

Nach einem spannungsgeladenen Spiel der beiden stärksten Mannschaften des Turniers konnte sich die niederländische Mannschaft mit einem 1 zu 0 (Torschütze Kamai Tahtahi) gegen Belgien durchsetzen und darf sich ab sofort Weltmeister im Elektrorollstuhl-Hockey nennen. Vor rund 750 Zuschauern ging die erfolgreiche Weltmeisterschaft in München zu Ende. Die deutsche Mannschaft schied bereits in den Vorrundenspielen aus und belegt nach einem 5 zu 4 gegen die Schweiz Platz 5.

Iwanow mit Silber (links) und Denise Grahl mit Bronze (rechts)

Daniela Schulte zieht zu einem tollen Schlussspurt an, das deutsche Team am Beckenrand feuert die Schwimmerin vom Beckenrand aus an – und darf schließlich mit ihr zusammen Silber bejubeln. Über 100 Meter Freistil schlägt die blinde Berlinerin bei den Schwimm-Europameisterschaften im Peter van den Hoogenband-Schwimmstadion in Eindhoven als Zweite an (1:12:61 Minuten/Klasse S11) und muss sich in einem packenden Rennen nur der favorisierten Italienerin Cecilia Camellini geschlagen geben.

Nach den Play Offs und dem Halbfinale am Samstag stehen die Platzierungsspiele und die Finalgegner der Elektrorollstuhl-Hockey-Weltmeisterschaft in München fest. Am Sonntag, den 10. August werden dann die beiden Finalisten Belgien und die Niederlande im Olympia Eissportstadion um den Meistertitel spielen. Deutschland muss gegen die Schweiz um den 5. Platz kämpfen.