Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Eva Birken-Sperl und Johann Kaschuba
Eva Birken-Sperl und Johann Kaschuba

Tänzerinnen und Tänzer aus 16 Nationen sind zum Rollstuhltanz IPC-Ranglistenturnier nach Frankfurt angereist und zeigten sowohl den begeisterten Zuschauern als auch den kritischen Wertungsrichtern wie elegant, anmutig und athletisch Rollstuhltanzsport sein kann. Dabei bot sich den Zuschauern ein breites Spektrum unterschiedlichster Tanzformationen.Für die deutschen Tanzpaare in den Sektionen Kombi Standard und Kombi Latein ging es neben IPC-Ranglistenpunkte noch um Größeres – denn das beste deutsche Paar jeder Sektion wurde zum Deutschen Meister 2016 gekürt.

Pressekonferenz mit Markus Rehm und Friedhelm Julius Beucher
Pressekonferenz mit Markus Rehm und Friedhelm Julius Beucher

Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht eindeutig ausgesagt werden, dass die Prothese von Markus Rehm ihm beim Weitsprung einen oder keinen Gesamtvorteil bietet - das ist das Ergebnis einer internationalen Studie der Deutschen Sporthochschule in Köln sowie Instituten in Tokio und Boulder (USA). Das Resultat präsentierten der unterschenkelamputierte Weitspringer und DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher im Rahmen einer Pressekonferenz im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln. Rehm und Beucher sehen nun den Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) in der Pflicht, sowohl die umstrittene Regel 144.3 (d) abzuschaffen als auch sich mit einem Start des Paralympicssiegers von 2012 bei den Olympischen Spielen in Rio auseinanderzusetzen.

Blindenfußball Team Foto in Berlin
Die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft © BSB/Schmidt

Berlin wird im Jahr 2017 Gastgeber für die Fußball-Europameisterschaften der Blindenfußballer sein. Vom 17. bis 27. August 2017 treten die zehn besten Mannschaften Europas auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz nahe dem Potsdamer Platz gegeneinander an. Am Rande eines Testspiels der Blindenfußball-Nationalmannschaft haben Cheftrainer Ulrich Pfisterer, Klaas Brose vom Berliner Behinderten- und Rehabilitationsportverband sowie Bernd Schulz vom Berliner Fußball-Verband erste Details der kontinentalen Meisterschaften vorgestellt.

Heiko Kröger
Heiko Kröger © Jacques Vapillon

Goldige Generalprobe: Bei den Segel-Weltmeisterschaften im niederländischen Medemblik hat Heiko Kröger seinen achten WM-Titel gewonnen und gut drei Monate vor den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 50-Jährige aus Ammersbek (Niedersachsen) hat sich in einem spannenden Dreikampf in der Einmann-Kielbootklasse 2.4mR gegen den Franzosen Damien Seguin und den Australier Matt Bugg durchgesetzt. Das Sonar-Team bestehend aus Lasse Klötzing, Jens Kroker und Siegmund Mainka war in neuer Besetzung zwischenzeitlich sogar auf Medaillenkurs und landete in der Endabrechnung auf Rang fünf.

Martin Schulz bei der Triathlon EM 2016
Martin Schulz © DTU/Jo Kleindl

Fünf ist Trümpf. So lautet das Motto für Paratriathlet Martin Schulz aus Leipzig, der in Lissabon (Portugal) seinen fünften Europameisterschaftstitel in Serie gewinnen konnte. Nach 59:54 Minuten hatte der Sachse die zweitschnellste Gesamtzeit des Tages über die Sprint-Distanz (0,75km Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Laufen) erzielt und seine Konkurrenten der PT4 (leichte Behinderung), den Spanier Jairo Ruiz Lopez und Dauerrivalen Yannick Bourseaux (FRA), souverän distanziert. Ebenfalls ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen, konnte nach 1:26:44 Stunden Nora Hansel aus Bochum in der PT3 (mittelschwere Behinderung). Sie verwies Anne Plotnikova (RUS) und Saskia van den Ouden (NED) auf die Plätze.

Die deutsche Paralympische Mannschaft beim Einmarsch zu den Paralympics 2012 in London
© pa-picture alliance

Tolle Botschaft 100 Tage vor den Paralympics in Rio de Janeiro: Bundespräsident Joachim Gauck wird die Deutsche Paralympische Mannschaft am 31. August am Frankfurter Flughafen verabschieden und mit den besten Wünschen in den Flieger Richtung Brasilien schicken. Damit unterstreicht der Bundespräsident seine Unterstützung für den Behindertensport in Deutschland, die er in der Vergangenheit mehrfach zum Ausdruck brachte.

Logo Blindenfußball-Bundesliga
© Carsten Kobow

In Stuttgart geht am kommenden Wochenende die Blindenfußball-Bundesliga in ihre zweite Runde. Am Samstag und Sonntag werden für die neun Teams der europaweit einzigartigen Spielrunde für blinde und sehbehinderte Menschen die Weichen für den weiteren Saisonverlauf gestellt. Los geht es auf der Anlage des MTV Stuttgart (Am Kräherwald 190a, 70193 Stuttgart) um 9 Uhr; im zwei-Stunden-Takt werden dann am Samstag fünf und am Sonntag vier Partien angepfiffen.