Wasserball

Wasserball ist eine Mannschaftssportart, die – wie der Name schon verrät – im Wasser gespielt wird. Die deutsche Dachorganisation ist der Deutsche Schwimm-Verband (DSV).

Beschreibung

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Kinder beim Wasserball © Picture Alliance

Eine Wasserballmannschaft besteht aus sieben Spielern bzw. Spielerinnen (sechs Feldspieler/innen und ein Torwart/eine Torwartin), die versuchen, durch geschicktes Abspielen und Freischwimmen möglichst viele Tore zu erzielen. Zu Beginn sowie nach jedem erfolgreichen Torwurf formieren sich beide Mannschaften in der eigenen Spielfeldhälfte. Ist das Spiel angepfiffen, darf ein Tor erst dann erzielt werden, wenn mindestens zwei Spieler bzw. Spielerinnen den Ball absichtlich berührt haben.

Der Schwimmstil ist beim Wasserball nicht vorgeschrieben. Häufig wird in ruhigeren Situationen auf das Brustschwimmen zurückgegriffen, während in schnellen Phasen des Spiels hauptsächlich der Kraulstil eingesetzt wird. Der Kopf wird dabei überwiegend über Wasser gehalten, um die Spielübersicht zu behalten.

Der Ball darf grundsätzlich mit jedem Körperteil berührt werden. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: Während es dem Torwart bzw. der Torwartin erlaubt ist, den Ball mit beiden Händen oder Armen gleichzeitig zu berühren, dürfen Feldspieler und Feldspielerinnen dies nicht. Zusätzlich ist es nur dem Torwart bzw. der Torwartin erlaubt, den Ball mit der Faust zu spielen.

Eine Partie besteht aus vier Abschnitten von acht Minuten tatsächlicher Spielzeit, im Para Sport sind es vier mal fünf Minuten reine Spielzeit.

Material

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Wasserball-Partie © Picture Alliance

Das Sportspiel Wasserball wird auf einem Spielfeld von 20 bis 30 Metern Länge und 10 bis 20 Metern Breite gespielt. Die Wassertiefe sollte an allen Stellen 1,80 Meter betragen. Es werden ein Ball, zwei Tore sowie Begrenzungslinien (seitliche Begrenzungslinien, Spielfeldmitte, Torlinien, 2m- und 5m-Linie) benötigt. Der Ball muss rund sein und eine Luftkammer mit selbstschließendem Ventil haben. Er muss wasserdicht sein und darf keine äußeren Nähte haben. Ein Wasserballtor ist drei Meter breit und besteht aus zwei Torpfosten sowie einer Querlatte. Die Querlatte befindet sich 90 Zentimeter über dem Wasserspiegel.

Die Spieler und Spielerinnen tragen normale Schwimmbekleidung und Kappen, die mit einem flexiblen Ohrschutz ausgestattet sind. Schwimmer und Schwimmerinnen mit Beinamputation oder einem funktionseingeschränkten Bein dürfen mit Flossen spielen.

Anpassungsmöglichkeiten

Je nach Leistungsstand und Können besteht außerhalb offizieller Wettkämpfe die Möglichkeit, Parameter wie beispielsweise Teamgröße, Spielfeldgröße, Spieldauer oder Wassertiefe zu verändern.

Eine mögliche Variation ist Beachwasserball. Bei dieser vereinfachten Form des Wasserballs spielen auf einer Fläche von ca. 15 mal 11,5 Metern zwei Mannschaften mit jeweils drei Feldspielern/innen und einem Torwart/einer Torwartin gegeneinander. Die Tore sind mit 2,50 mal 0,80 Metern kleiner als im Original. Gespielt wird in drei Dritteln, allerdings anders als beim klassischen Wasserball nicht auf Zeit, sondern wie beispielsweise im Tennis in Sätzen. Ein Satz geht mit dem sechsten erzielten Tor zu Ende (z.B. 4:2, 1:5 oder 3:3).