Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Goldmedaillengewinnerin Anja Wicker und Martin Fleig sowie die Betreuer genießen die Sonne von Rosa Khutor

Der Donnerstag war für die Nordischen Skisportler wettkampffrei. Es war dies der erste Tag seit Beginn der Paralympics in Sotschi. Bei besten äußeren Bedingungen nutzten die Athleten den freien Tag zunächst zu einer letzten Trainingseinheit im Laura Skistadion für die am Freitag anstehenden letzten Einzelentscheidungen im Biathlon.  Tino Uhlig (Mitteltal-Obertal) spulte einige Trainingskilometer in klassischer Technik ab und wird wie gewohnt den Biathlonwettkampf auslassen. Alle anderen Athleten bereiteten sich am Vormittag auf der Biathlonanlage mit Schießeinlagen vor und absolvierten ihre Trainingseinheiten für den Tag darauf.

 

Die Entscheidung über das Ergebnis im Slalom der Damen in der Klasse der Sitzenden am Mittwoch ist einen Tag später am Grünen Tisch gefallen. Nach einer Anhörung vor einem dreiköpfigen Gremium des Internationalen Paralympischen Komitees im Olympic Park in Sotschi steht fest, dass die Disqualifikation gegen Anna Schaffelhuber aufgehoben wurde und sie die dritte Goldmedaille in ihrem dritten Rennen bei den diesjährigen Paralympics gewonnen hat. Damit belegt Anna-Lena Forster Platz zwei, Kimberly Joines (Kanada) und Laurie Stephens (USA) rutschen auf die Ränge drei und vier ab.

Logo Paralympics Sotschi

Die Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber hat die Goldmedaille im Slalom in der Klasse der der Sitzenden zugesprochen bekommen. Anna-Lena Forster, die wegen eines österreichischen Einspruchs zeitweilig auf den ersten Platz gesetzt worden war, rückte wieder auf Platz 2 und gewann die Silbermedaille. Damit wurde am Donnerstag in Sotschi ein groteskes Verfahren um die Wertung des Slalom-Rennens beendet.

Andrea Eskau im Sprint, Quelle: Allinaz

Im weißen Flockenwirbel des Laura Cross Country Langlaufstadions von Sotschi blieb das Team Ski Nordisch am Mittwoch ohne Medaille. Für eine knappe Stunde schien es, als dürfe sich Andrea Eskau über eine zweite Medaille  bei den Paralympics in Sotschi freuen. Doch ein Protest der russischen Mannschaft brachte die 42-jährige vom USC Magdeburg in der Klasse der Sitzskifahrerinnen um das zweite paralympische Edelmetall bei den Winterspielen.

Was für ein Tag im winterlichen Alpin Center in Rosa Khutor: Andrea Rothfuss hat im Slalom in der Klasse der Stehenden ihre erste paralympische Goldmedaille geholt – und ein weiteres Mal Gold in der Klasse der Sitzenden hat das deutsche Alpin-Team bereits sicher. Allerdings wurde die große Freude über das tolle Abschneiden getrübt. Denn noch ist unklar, ob Anna-Lena Forster bei ihrer Paralympics-Premiere den Sprung ganz nach oben aufs Treppchen schafft oder möglicherweise doch Anna Schaffelhuber. 

Foto: Müller

Beim Auftakt der Super-Kombination überzeugten die deutschen Frauen und liegen ebenso auf Medaillenkurs wie Thomas Nolte. Nachdem der Super-G im Alpin Center in Rosa Khutor am Morgen aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse abgesagt wurde, haben sich Andrea Rothfuss, Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster im Slalom eine tolle Ausgangsposition geschaffen. Rothfuss liegt in der Klasse der Stehenden hinter der zweifachen Paralympics-Siegerin Marie Bochet (Frankreich) auf Rang zwei, die Monoskifahrerinnen Schaffelhuber und Forster haben gar eine deutsche Doppelführung herausgefahren.

Anja Wicker nach ihrem Sieg. Foto: Allianz

Es sind die Geschichten, wie diese nur der Sport schreiben kann. 20 Schuss -  20 Treffer – und am Ende leuchtet auf der großen Anzeigetafel die „1“. Anja WICKER (MTV Stuttgart) behielt im Nieselregen und Nebel des Laura Cross Country Skistadions den Durchblick und sicherte sich am Dienstag überraschend die Goldmedaille im Biathlon über zehn Kilometer bei den Schlittenfahrerinnen. Mit einem Rückstand von 42,3 Sekunden ging Silber an  Svetlana Konovalova (Russland), Lyudmyla Pavlenko (Ukraine) gewann Bronze.