Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Judo: Brieler im Kampf
Brieler im Kampf

Die 16. Internationalen Deutschen Judomeisterschaften (IDEM) für Menschen mit einer geistigen Behinderung haben im pfälzischen Speyer mit knapp über 100 Judoka aus Deutschland, den Niederlanden und Österreich stattgefunden. Gekämpft wurde bei der IDEM G-Judo nicht in den sonst üblichen homogenen Gruppen mit vier bis sechs Teilnehmern, sonder in den DJB-Wettkampfklassen für Männer und Frauen. Im Anschluss wurde noch die erste inklusive Deutsche Kata-Meisterschaft als Demonstrationswettbewerb durchgeführt.

Wie bereits bei den Winterspielen in Sotschi 2014 erhalten die Medaillengewinner bei den bevorstehenden Paralympischen Spielen in Rio die gleichen Erfolgsprämien wie die Olympiateilnehmer. Für eine  Goldmedaille schüttet die Stiftung Deutsche Sporthilfe 20.000 Euro, für eine Silbermedaille 15.000 Euro und für eine Bronzemedaille 10.000 Euro aus – und damit so viel wie in Sotschi, jedoch mehr als in London 2012. Die Plätze vier bis acht werden im Gegensatz zum olympischen Sport nicht honoriert. „Damit trägt die Stiftung Deutsche Sporthilfe einer langgehegten Forderung des DBS nach weitgehender Gleichbehandlung von olympischen und paralympischen Athletinnen und Athleten Rechnung“, sagt DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher.

Boccia: Qualifikationsturnier in Düsseldorf für die 13. Deutschen Meisterschaften
Qualifikationsturnier in Düsseldorf

Beim Qualifikationsturnier in Düsseldorf haben 25 Bocciaspielerinnen und -spieler um die Startplätze für die 13. Deutschen Meisterschaften gekämpft, die am 1. Oktober 2016 in Bad Kreuznach stattfinden werden. Qualifizieren konnten sich in den vier paralympischen Klassen BC 1-4 jeweils fünf Spieler. Ausrichter war der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm). Unterstützt wurde die bvkm von der Hulda-Pankok-Gesamtschule (HPG). Die HPG hat nicht nur die Sporthalle gestellt, sondern half auch bei der Planung und Durchführung des gesamten Turniers.

Elena Krawzow mit Goldmedaille
Elena Krawzow © DBS / von Welck

Spannender hätte der Kampf um Gold nicht sein können: Elena Krawzow begann über 100 Meter Brust in der Startklasse S13 famos, lag zur Wende vorne, doch die Britin Rebecca Redfern gab sich nicht geschlagen. Auf den letzten Metern folgte ein packender Zweikampf – mit gutem Ende für die 22-Jährige aus Nürnberg. Krawzow setzte sich mit nur zwei Hundertstel Vorsprung hauchdünn gegen ihre Kontrahentin durch und jubelte bei der Schwimm-EM im portugiesischen Funchal über ihre Titelverteidigung. Für weitere Medaillen sorgten am dritten Wettkampftag Tobias Pollap mit Silber sowie Janina Breuer und Daniela Schulte jeweils mit Bronze.

Spannende Szenen im Blindenfußball © Carsten Kobow
© Carsten Kobow

In Gelsenkirchen startet am kommenden Samstag die Blindenfußball-Bundesliga (DBFL) in ihre neunte Saison. Zum Saisonauftakt gibt es eine besondere Premiere: Erstmals wird ein Spieltag der europaweit einzigartigen Spielrunde für blinde und sehbehinderte Menschen indoor ausgetragen. Der Rasselball rollt unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters im Rathausfoyer des Hans-Sachs-Hauses (Ebertstraße 11, 45879 Gelsenkirchen). Von 9 Uhr morgens bis etwa 18 Uhr werden dort im zwei-Stunden-Takt fünf Partien ausgetragen.

Daniela Schulte mit Silbermedaille
Daniela Schulte gewinnt Silber © DBS / von Welck

Vier Medaillen am zweiten Wettkampftag - das ist die starke Bilanz der deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer bei den Europameisterschaften im portugiesischen Funchal. Für die beste Platzierung sorgte Daniela Schulte. Die 33-Jährige vom PSC Berlin gewann etwas überraschend Silber über 100 Meter Rücken (Startklasse S11). Außerdem gab's noch drei Bronzemedaillen für Verena Schott, Denise Grahl und Maike Naomi Schnittger.

Verena Schott beim Rückenschwimmen
Verena Schott © DBS / Ising

Verena Schott hat für einen goldenen Auftakt bei den Schwimm-Europameisterschaften im portugiesischen Funchal gesorgt. Die 27-jährige Berlinerin schwamm über 100 Meter Rücken in 1:28,14 Minuten zu Gold (Startklasse S7). Ebenfalls Grund zum Jubeln hatten Sebastian Iwanow (30/SG Bayer) und Denise Grahl (22/Hanse SV Rostock), die ebenfalls über 100 Meter Rücken jeweils Silber gewannen.