Aktuelles aus dem Bereich Leistungssport

Logo des DBS

Der Deutsche Behindertensportverband bedauert die Entscheidung des IOC im Fall Russland und zeigt sich enttäuscht, dass das IOC der WADA-Empfehlung eines kompletten Ausschlusses russischer Athleten auf Basis der Erkenntnisse aus dem McLaren-Report nicht gefolgt ist. „Das ist ein deutlicher Rückschritt in der Dopingbekämpfung und ein trauriger Tag für den gesamten Sport. Das IOC hätte mit einer klaren Entscheidung die Chance gehabt, Fair-Play als Kerngedanken der Olympischen Spiele wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Doping ist Betrug und kann auch nicht durch einen Teilerlass behoben werden“, äußert sich DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher am Montagmorgen. 

Die Gold-, Silber- und Bronzemedaille der Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro
Die Paralympischen Medaillen 2016 © picture alliance

In Rio de Janeiro wurden die Medaillen für die anstehenden Paralympischen Spiele präsentiert. Insgesamt wurden 2.488 Medaillen (812 Gold, 812 Silber und 864 Bronze) produziert. Zum ersten Mal sind die Medaillen im Zentrum etwas dicker im Vergleich zum Rand. Auf der Vorder- und Rückseite sind Samen abgebildet, die den Mut, die Ausdauer und die Entwicklung der Athleten symbolisieren. Im Rand der Medaille ist die Veranstaltung, in der die Medaille gewonnen wurde, eingraviert. Für die paralympischen Athleten zeigt eine kleine Vorrichtung an der Medaille über ein akustisches Signal an, welche Farbe sie hat – dabei macht Gold das lauteste Geräusch. Zusätzlich trägt jede Medaille eine Prägung in Blindenschrift.

Sabine Ellerbrock beim Rollstuhltennis
Sabine Ellerbrock © Ellerbrock

Sabine Ellerbrock konnte mit einem 5:7/6:1/6:4 über die an Nummer 1 gesetzte Holländerin Aniek Van Koot (3. der Weltrangliste) ihren dritten Einzeltitel bei dem gut besetzten ITF 1 Turnier im belgischen Jambes gewinnen. Mit Doppelpartnerin Pauline Helouin (FRA) wäre ihr fast ein Double gelungen, sie mussten sich allerdings im Finale ganz knapp von K. Montjane (RSA) / Bernal (COL) geschlagen geben (3:6/6:4/4:10).

Katharina Krüger beim Rollstuhltennis
Katharina Krüger © www.parasport-photo.de

Gänsehaut und Spannung während der gesamten drei Sätze. Die deutsche Katharina Krüger machte es sehr spannend im Finale gegen die Vorjahressiegerin Lucy Shuker. Erst sah es überhaupt nicht nach einem Match für Krüger aus. Doch wie sie später im Interview verriet, wollte sie nach dem verpatzen Beginn „...einfach nur noch Spaß haben und sehen, was dann geht.“ Sie hat es beeindruckend geschafft, ihre Nervosität abzulegen und kämpfte um jeden Ball. Unterstützend war auf jeden Fall der Heimvorteil für sie. Das zahlreiche Publikum half genauso, wie die engsten Vertrauten, die Katharina Krüger in jeder Situation zur Seite standen und unterstützten. Nach 1:6, 7:5 und 6:3 konnte sie sich vor heimischen Publikum als neue German Open Siegerin feiern lassen.

Logo Dutch Battle Almere 2016

Die beiden deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften sind auf dem Weg zum nächsten Härtetest in Richtung Rio de Janeiro. Im niederländischen Almere treffen die deutschen Herren ab Montag im Rahmen des Dutch Battle auf die Konkurrenz aus Polen, der Türkei und des Gastgeberlandes, die deutschen Damen ab Dienstag auf Kanada, Großbritannien und die Niederlande.

Das DTU Paratriathlon Elite Team mit Stefan Lösler (li.), Martin Schulz (2. v.r.), Cheftrainer Tom Kosmehl (2.v.l.) und Co-Trainerin Nadine Rucktäschel (r.)
Das DTU Paratriathlon Elite Team mit Stefan Lösler (li.), Martin Schulz (2. v.r.), Cheftrainer Tom Kosmehl (2.v.l.) und Co-Trainerin Nadine Rucktäschel (r.) © Deutsche Triathlon Union

Eine harte Trainingswoche liegt hinter Martin Schulz (Leipzig) und Stefan Lösler (Ilsfeld), den beiden Paratriathleten, die im Herbst bei den Paralympics in Rio de Janeiro für Deutschland um Medaillen kämpfen wollen. Nach der DTU DM in Hamburg, bei der beide Gold in ihrer Startklasse holten, waren sie gemeinsam mit Chefcoach Tom Kosmehl und Co-Trainerin Nadine Rucktäschel nach Bad Zwischenahn gereist, um weiter an ihrer Form für das Großereignis in Brasilien zu feilen. Mittlerweile ist das Quartett auf dem Weg in die niederländische Hafenstadt Rotterdam. Dort finden am Wochenende (24.07.2016) die Weltmeisterschaften im Paratriathlon statt.

Drei CP Fußballer beim Fußball

Bundestrainer Thomas Pfannkuch und sein DBS-Team für Fußballer mit einer Cerebralparese bereiten sich ab dem 23. Juli im niedersächsischen Braunschweig auf das Weltmeisterqualifikationsturnier in Dänemark vor. Vom 26.7. bis zum 7.8.2016 ermöglicht das Turnier eine direkte Qualifikation zu der Weltmeisterschaft 2017 in Argentinien. Das Turnier wartet mit einiger Brisanz auf, denn für die acht weiteren Weltmeisterschaftsstartplätze haben sich 13 Teams beworben. Das deutsche CP-Team wurde mit Iran und Nordirland in eine kniffelige Gruppe gelost. Iran wurde bei den vergangenen Paralympics dritter und gegen Nordirland musste das deutsche Team bei der EM 2014 in Portugal eine Niederlage hinnehmen. Weitere Informationen unter: www.ifcpf.com