Sehbehinderung

In vielen paralympischen Sportarten gibt es auch Startklassen für blinde- und sehbehinderte Athleten. So können diese Athleten sich z.B. in den Sportarten wie Schwimmen, Leichtathletik, Fußball, Judo, Goalball, Rudern, Reiten, Radsport, Triathlon oder auch in Wintersportarten messen.

Um sehbehinderten Athleten überhaupt die Zulassung zur Starterlaubnis zu geben, muss jeder Sportler klassifiziert werden. Im Bereich der Sehbehindertenklassifizierung übernehmen dies in Deutschland ausschließlich Ophthalmologen.

Eine nationale Klassifizierung, bestätigt durch den zuständigen augenärztlichen DBS-Klassifizierer müssen alle Athleten nachweisen, die an nationalen Meisterschaften im Behindertensport teilnehmen.

Die Sehfähigkeit ist entweder durch eine Störung der Funktion des Auges, des Sehnervs, der Augenstruktur oder des visuellen Cortex im Gehirn (visuelle Funktionen der Großhirnrinde) beeinträchtigt.

Es sind folgende Startklassen vorgesehen:

B1 vollblind: Keine Lichtempfindung in beiden Augen bis zu einer Sehkraft von ausschließlich 2,6 LogMAR (1/400).

B2 wenig Sehrest: Von der Sehkraft von einschließlich 2,6 LogMAR (1/400) bis zu einer Sehkraft von ausschließlich 1,4 LogMAR (1/25) und/oder einer Gesichtsfeldeinschränkung mit einem Gesichtsfelddurchmesser von weniger als 10°.

B3 sehbehindert: Von der Sehschärfe einschließlich 1,4 LogMAR (1/25)  bis einschließlich 1,0 LogMAR (6/60) und/oder einer Gesichtsfeldeinschränkung mit einem Gesichtsfelddurchmesser von 10° bis weniger als 40°. Sämtliche Klasseneinteilungen erfolgen mit der Sehschärfe am besseren Auge und bei bestmöglicher Korrektur. Bei den Gesichtsfeldern werden zentrale und periphere Zonen mit einbezogen

Weitere Informationen zur dem Ablauf der nationalen und internationalen Klassifizierung von Athleten mit Sehbehinderungen finden Sie hier: "Richtlinien zur Klassifizierung von Athleten mit Sehbehinderung" (PDF)

Liste der nationalen DBS-Klassifizierer für Athleten mit Sehbehinderung (PDF)

DBS augenärztlicher Untersuchungsbogen (PDF)