Aktuelles vom Para Schwimmen
Para Schwimmen: 61 Nationen und viele Topstars bei World Series und IDM
In der Welt des Schwimmsports hat Berlin als Gastgeber einen herausragenden Ruf. Das zeigt sich auch bei der Para Swimming World Series, die nach einem Jahr Pause vom 7. bis 9. Mai 2026 wieder in der deutschen Hauptstadt gastiert. 419 Aktive aus 61 Nationen haben sich für die Rennen im schnellen Becken der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) angemeldet.
Und nicht nur wegen dieser beeindruckenden Zahlen im Meldeergebnis der World Series wird Berlin zum größten Event des Jahres. Da diesmal direkt an gleicher Stätte gleich auch noch die Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM/10. – 12. Mai) folgen, wird Berlin sogar ein sechstägiges Schwimmsport-Festival der Superlative für Jung und Alt erleben. Der Ticketverkauf dafür hat gerade begonnen, Tageskarten gibt es bereits ab 10,00 Euro.
IDM Berlin als letzte Chance auf ein Ticket für die EM in der Türkei
Die vorläufige Meldeliste für die World Series in Berlin liest sich wie das „Who is Who“ dieses Sports. Elena Semechin gibt ihr Comeback nach Babypause, auch alle anderen deutschen Paralympics-Sieger*innen Tanja Scholz, Josia Topf und Taliso Engel gehören selbstverständlich zum 30-köpfigen Team beim Heimspiel. Zudem bietet Berlin die besten Voraussetzungen und national auch die letzte Chance zur Erfüllung der EM-Normen (Europameisterschaften in Kocaeli, Türkei, vom 7. bis12. September).
Viel Glanz und die Chance auf Weltrekorde versprechen aber auch die Gäste aus dem Ausland. Aus Brasilien haben sich Maria Carolina Gomes Santiago und Gabriel Araújo, die schon sechs beziehungsweise fünf Goldmedaillen bei den Paralympics gewannen. Auf diese Bilanz könnte auch David Kratochvil mal kommen. Der 18-jährige Tscheche stellte bei der IDM 2024 gleich drei Weltrekorde auf, gewann anschließend Paralympics-Gold in Paris und 2025 in Singapur den drei WM-Titel. „Ich liebe dieses Schwimmbad, weil es hier total schnelles Wasser gibt”, sagt Kratochvil.
Aus Großbritannien sind die Goldschwimmerinnen Grace Harvey und Rebecca Redfern (mit Zwillingsbruder Matthew) dabei. Und die Schweizerin Nora Meister möchte als aktuell Führende der Gesamtwertung nach bisher drei von insgesamt neun Stationen der World Series versuchen, ihre Spitzenposition zu festigen. „Natürlich ist es immer toll, dass so viele namhafte Athlet*innen am Start sind“, sagte Bundestrainer Ute Schinkitz. „Das heißt zugleich aber auch, dass es sehr schwer werden wird, überhaupt in die hier ja startklassenübergreifend ausgetragenen Finals zu kommen.“
