Aktuelles vom Para Schwimmen

Gina Böttcher lachend mit Goldmedaille
Gina Böttcher © Ralf Kuckuck / DBS

Auch am dritten Tag der Para Schwimm-WM gab es Edelmetall für das deutsche Team. In einem hochspannenden Rennen gewann Gina Böttcher die Bronzemedaille über die 150 Meter Lagen. Die anderen deutschen Starter*innen Maike Naomi Schwarz, Verena Schott und Malte Braunschweig zeigten ebenfalls ansprechende Leistungen, jedoch reichte es jeweils nur für den undankbaren vierten Platz.

Taliso Engel jubelt mit einem Arm in die Höhe gereckt
Taliso Engel © Ralf Kuckuck / DBS

Viel besser hätte der zweite Tag der Para Schwimm-WM in Singapur für das deutsche Team nicht laufen können. Drei Gold-Medaillen, eine Bronze-Medaille und ein Weltrekord standen am Ende zu Buche. Mira Jeanne Maack schwamm bei den 100 Meter Rücken auf Platz 3, Tanja Scholz sicherte sich über 150 Meter Lagen ihren zweiten WM-Titel, Josia Topf ließ der Konkurrenz auf den 150 Meter Lagen keine Chance und Taliso Engel stellte über die 100 Meter Brust einen neuen Weltrekord auf.

Tanja Scholz lachend mit ihrer Goldmedaille und dem Maskottchen als Kuscheltier
Tanja Scholz © Ralf Kuckuck / DBS

Schon der erste Tag bei der Para Schwimm-WM in Singapur ist ein bemerkenswerter aus deutscher Sicht. Tanja Scholz krönte sich nicht nur zur Weltmeisterin über die 50 Meter Brust, sondern stellte in ihrer Startklasse SB2 mit 1:00,95 sogar einen neuen Weltrekord auf. Die restlichen deutschen Starter*innen erreichten ebenfalls das Finale, waren dort mit ihren Leistungen jedoch nur bedingt zufrieden.

Josia Topf lachend im Wasser
Josia Topf © Tino Henschel / HenschelMedia

Wenn Josia Topf nach Singapur zu seiner dritten Para Schwimm-WM reist, sind die Erwartungen ganz andere, als noch bei den Weltmeisterschaften zuvor. Denn inzwischen ist der 22-Jährige nicht nur Paralympics-Sieger, sondern dazu ein bekanntes Gesicht im Para Sport – und darüber hinaus. Doch der Jura-Student will sich vom Trubel nicht beeinflussen lassen und weiter konsequent seine Ziele verfolgen. Sowohl sportlich als auch gesellschaftlich.

Tanja Scholz lachend im Wasser
Tanja Scholz © Oliver Kremer / DBS

Eine nach-paralympische Saison hat bekanntlich ihre eigenen Gesetze: Der eine fegte über die Tanzfläche und begeisterte bei der TV-Show „Let’s dance“ ein Millionenpublikum, die andere wurde zum dritten Mal Mama und manche fokussierten sich verstärkt auf den Job oder ihr Studium. Erfolgreich sein möchte die zehnköpfige deutsche Para Schwimm-Nationalmannschaft, die vor einem Jahr in Paris für Furore sorgte, bei den anstehenden Weltmeisterschaften vom 21. bis 27. September in Singapur trotzdem. Es ist eine Reise mit bekannten Namen und großer Motivation, aber auch mit vielen Fragezeichen und entsprechend vorsichtiger Erwartungshaltung. 

Taliso Engel lässt nach seinem Weltrekord über die 100 Meter Brust die Muskeln spielen
Taliso Engel © Florian Schwarzbach / DBS

Die 39. Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Para Schwimmen in Berlin sind mit einem Weltrekord-Kracher von Taliso Engel zu Ende gegangen. Der zweifache Paralympics-Sieger verbesserte seine Bestmarke über 200 Meter Brust nur wenige Wochen nach seiner erfolgreichen Teilnahme an der RTL-Tanzshow „Let’s dance“. Im schnellen Berliner Wasser purzelten zahlreiche weitere internationale wie nationale Rekorde. Zudem war es für Deutschlands Top-Schwimmer*innen die letzte Chance, um die WM-Normen zu erfüllen.

Seitenaufnahme von Taliso Engel beim Brustschwimmen im Becken
Taliso Engel © Tom Weller / DBS

Vom 19. bis 22. Juni 2025 wird Berlin erneut zur internationalen Bühne für das Para Schwimmen. Nach dem spektakulären Erfolg im Jahr 2024, als beeindruckende 20 Weltrekorde aufgestellt wurden, wird auch 2025 wieder Spitzensport geboten. Die IDM Berlin zieht seit vielen Jahren die besten Para Schwimmer*innen aus aller Welt an und bietet gleichzeitig dem Nachwuchs die einmalige Gelegenheit, sich mit der internationalen Elite zu messen.