Aktuelles vom Para Schwimmen

Taliso Engel beim Brustschwimmen
Taliso Engel © Ralf Kuckuck / DBS

Drei Tage lang verwandelte sich die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) in Berlin in das Epizentrum des internationalen Para Schwimmens. Direkt im Anschluss an die World Series bot die 40. Auflage der Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) eine Bühne für Weltrekorde, emotionale Comebacks und den mutigen Aufbruch einer neuen Generation. Mit insgesamt sieben Weltrekorden übertraf die IDM sogar die vorangegangene World Series und unterstrich Berlins Ruf als „schnellstes Pflaster“ der Welt.

Bei der fünften Station der World Series im Para Schwimmen in Berlin (7. bis 9. Mai) und den Internationalen Deutschen Meisterschaften (10. bis 12. Mai) im direkten Anschluss kehrt Elena Semechin wieder in den Leistungssport zurück. Und sorgt dabei durchaus für Erstaunen: Denn vor acht Monaten erst war die 32-Jährige erstmals Mutter geworden, Söhnchen Klaus ist wie Vater und Trainer Phillip Semechin nun mit in der Schwimmhalle dabei.

Elena Semechin in Action beim Brustschwimmen
Elena Semechin © Ralf Kuckuck / DBS

In der Welt des Schwimmsports hat Berlin als Gastgeber einen herausragenden Ruf. Das zeigt sich auch bei der Para Swimming World Series, die nach einem Jahr Pause vom 7. bis 9. Mai 2026 wieder in der deutschen Hauptstadt gastiert. 419 Aktive aus 61 Nationen haben sich für die Rennen im schnellen Becken der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) angemeldet.

Tanja Scholz schwimmend im Becken
Tanja Scholz © Ralf Kuckuck / DBS

Nach der erfolgreichen Para Schwimm-WM in Singapur im vergangenen Jahr, als das deutsche Team insgesamt zehn Medaillen gewinnen konnte, sollen die Europameisterschaften das Saisonhighlight 2026 werden. Das Problem: Es gibt nach wie vor keinen bestätigten Austragungsort.

Gina Böttcher auf dem Startblock
Gina Böttcher © Michael Lapp

Die deutschen Meisterschaften auf der Kurzbahn im Para Schwimmen hatten in diesem Jahr einiges zu bieten. Die WM-Fahrer*innen Josia Topf und Gina Böttcher ließen mit Weltrekorden aufhorchen, der Nachwuchs knackte einige deutsche Bestmarken. Neben den sportlichen Erfolgen, fand auch die Ausrichtung in Nürnberg hervorragenden Anklang. Der Deutsche Behindertensportverband präsentiert die Ergebnisse gemeinsam mit der Heinz-Kettler-Stiftung.

Gina Böttcher
Gina Böttcher © Ralf Kuckuck / DBS

Mit zehn WM-Medaillen im Gepäck geht's für die deutschen Para Schwimmer*innen zurück in die Heimat. Am letzten Wettkampftag der Weltmeisterschaften in Singapur zeigte das Team von Ute Schinkitz reihenweise starke Leistungen und sorgte trotz anstrengender Tage in Südostasien für Jahresbestzeiten am Fließband. Auch Medaillen gab's zum krönenden Abschluss: Gina Böttcher sicherte sich über 200 Meter Freistil mit Silber ihr zweites Edelmetall, auch Josia Topf jubelte über Bronze und gewann damit seine vierte Medaille.

Josia Topf in Seitenlage schwimmend im Wasser
Josia Topf © Ralf Kuckuck / DBS

Zum ersten Mal endete ein Tag bei der Para Schwimm-WM in Singapur ohne Medaille für das deutsche Team. Dafür wurden neue Bestzeiten aufgestellt – sowohl auf persönlicher als auch auf Landesebene. Josia Topf schwamm auf den 200 Meter Freistil einen neuen deutschen Rekord und wurde Fünfter. Mira Jeanne Maack verpasste zwar das Finale auf den 200 Meter Lagen, durfte sich aber über eine persönliche Jahresbestzeit freuen.