Aktuelles vom Para Schwimmen

Verena Schott
Verena Schott © Ralf Kuckuck/ BSB Berlin

Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen für Menschen mit Behinderung 2018 erlebten die zahlreichen Zuschauer in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark bereits am ersten Wettkampftag neue Rekordzeiten im Überfluss. Den größten Erfolg aus deutscher Sicht feierte Verena Schott mit ihrem Weltrekord über 200 Meter Rücken.

Denise Grahl
Denise Grahl © Uli Gasper / DBS

Zwei intensive und erfolgreiche Woche liegen hinter den Schwimmerinnen und Schwimmern der Deutschen Paralympischen Mannschaft. Bei den Stationen der World Series im italienischen Lignano und in Sheffield überzeugten sie mit 15 deutschen Rekorden, einem Europarekord, vielen Podestplatzierungen und unzähligen persönlichen Bestleistungen sowie EM-Normen.

Taliso Engel
Taliso Engel © Ralf Kuckuck / DBS-Akademie

2004 schnappte sich Daniel Clausner in Athen Paralympics-Gold über 100 Meter Brust in der Startklasse der Sehbehinderten. Nun wackelt der von ihm aufgestellte deutsche Rekord in dieser Disziplin. Der Grund dafür ist gerade mal 16 Jahre alt geworden und heißt Taliso Engel. Der junge Schwimmer hat eine steile Entwicklung hingelegt, will in diesem Jahr bei der Europameisterschaft in Dublin angreifen – und sich Clausners deutschen Rekord schnappen.

Ute Schinkitz und Susanne Jedamksy
Susanne Jedamksy (rechts) und Ute Schinkitz

Susanne Jedamsky war früher selbst als Schwimmerin aktiv, schaffte es in die Junioren- sowie in die B-Nationalmannschaft. „Den Traum von Olympia konnte ich mir aber leider nicht erfüllen“, sagt die 54-Jährige rückblickend. Nun setzt sie sich seit einem halben Jahr als Co-Trainerin dafür ein, dass junge Schwimmerinnen und Schwimmer mit Behinderung vielleicht einmal an den Paralympischen Spielen teilnehmen. 

Elena Krawzow und Taliso Engel freuen sich über die erfüllten EM-Normen
Elena Krawzow und Taliso Engel freuen sich über die erfüllten EM-Normen

Mit einem großen Team ist Bundestrainerin Ute Schinkitz zum ersten Stopp der Para Schwimmen Weltcup-Serie nach Kopenhagen gereist. Für 18 Athletinnen und Athleten diente der Wettkampf als Standortbestimmung auf dem Weg zu den Europameisterschaften im August in Dublin – und das nicht ohne Erfolg: 15 EM-Normen sicherten sich die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer zum Auftakt.

Janina Breuer
Janina Breuer © Oliver Kremer / DBS

Die 19-jährige Schwimmerin Janina Breuer ist zur Sportlerin des Monats Dezember der Sporthilfe gewählt worden. Die Aachenerin, die für den PSC Berlin startet, gewann bei ihrem ersten WM-Auftritt bei der Para Schwimmen-WM in Mexico City gleich zweimal Gold und zweimal Silber. Rang zwei und drei belegen die Zweierbob-Europameister Francesco Friedrich und Thorsten Margis sowie Freistil-Spezialistin Sarah Köhler.

Janina Breuer
Janina Breuer © Oliver Kremer / DBS

Was für eine Ausbeute: Mit der Goldmedaille von Janina Breuer über 100 Meter Schmetterling am letzten Tag hat das fünfköpfige deutsche Team bei den Para Schwimmen-Weltmeisterschaften insgesamt zwölf Medaillen gewonnen. Viermal Gold, sechsmal Silber und zweimal Bronze stehen nach sechs intensiven Wettkampftagen auf der Haben-Seite der deutschen Mannschaft. Bundestrainerin Ute Schinkitz blickt mit Stolz auf eine WM zurück, die schon unter schwierigen Bedingungen gestartet war.