Aktuelles vom Para Schwimmen

Elena Krawzow
Elena Krawzow © Ralf Kuckuck/ DBS

Da hat sich Elena Krawzow selbst überrascht: Weniger als 24 Stunden nach ihrem Befreiungsschlag mit der ersehnten Goldmedaille über ihre Paradestrecke 100 Meter Brust durfte die 24-Jährige erneut jubeln und schnappte sich bei den Para Schwimmen-Europameisterschaften im National Aquatic Centre in Dublin ihren zweiten Titel – zeitgleich mit der Britin Hannah Russel über 50 Meter Freistil. Außerdem freuten sich Torben Schmidtke über eine überraschende Silbermedaille und Verena Schott über ihre zweite Bronzemedaille – ein kompletter Satz Edelmetall für Deutschland.

Elena Krawzow
Elena Krawzow © Ralf Kuckuck/ DBS-Akademie

Elena Krawzow schlägt an und reißt kurz darauf vor Freude die Arme hoch – Erleichterung pur. Endlich: Nach zwei verkorksten Jahren jubelt die 24-Jährige vom Berliner Schwimmteam auf ihrer Paradedisziplin 100 Meter Brust über die Goldmedaille und hat damit ihren EM-Titel von 2016 verteidigt. Auch darüber hinaus herrschte bei der Para Schwimmen-EM im National Aquatic Centre in Dublin schwarz-rot-goldener Jubel. Insgesamt fünf Medaillen, dreimal Edelmetall für Debütanten und drei deutsche Rekorde geknackt, darunter eine 23 Jahre alte Bestmarke – das Team von Bundestrainerin Ute Schinkitz trumpfte mächtig auf. 

Maike Naomi Schnittger © Oliver Kremer / DBS
Maike Naomi Schnittger © Oliver Kremer / DBS

Gleich zwei Titel haben sich die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer am ersten Wettkampftag der europäischen Titelkämpfe im National Aquatic Centre in Dublin gesichert. Maike Naomi Schnittger schlug über 400 Meter Freistil mit einem Vorsprung von knapp drei Sekunden als Erste an. Denise Grahl vom Hanse SV Rostock gewann nur wenige Minuten später Gold über 50 Meter Schmetterling vor der Spanierin Rolo. Tobias Pollap musste sich nur der starken Konkurrenz aus der Ukraine geschlagen geben und sicherte sich Bronze über 50 Meter Schmetterling.

Torben Schmidtke beim Startsprung
Torben Schmidtke beim Start © Andreas Joneck/ DBS

Über die Hälfte des deutschen Aufgebots wird bei den Para Schwimmen-Europameisterschaften in Dublin vom 13. bis 19. August ihre Premiere auf internationaler Bühne feiern. So wird Bundestrainerin Ute Schinkitz mit zehn Neulingen unter den 19 Athletinnen und Athleten nach Irland reisen. Während es für die Debütanten um neue Erfahrungen geht, wollen die Ambitionierten in den Kampf um Edelmetall eingreifen.

Torben Schmidtke
Torben Schmidtke © Uli Gasper/ DBS

Torben Schmidtke weiß, wie schön sich sportlicher Erfolg anfühlt: Silber und Bronze bei den Paralympischen Spielen, Weltrekorde und zahlreiche Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften hat er in seiner Sammlung. Doch ganz nach oben aufs Treppchen schaffte es der 29-jährige Para Schwimmer bei internationalen Titelkämpfen noch nicht. Und die Vorzeichen dafür haben sich deutlich verschlechtert. Hinter Torben Schmidtke liegt ein verkorkstes Jahr mit zahlreichen Rückschlägen. Die Europameisterschaften im Para Schwimmen in Dublin (13. bis 19. August) werden für ihn zum Wegweiser für die Zukunft. 

Elena Krawzow
Elena Krawzow © Ralf Kuckuck, BSB Berlin

Hinter Elena Krawzow und Verena Schott liegen kräftezehrende Wochen, doch bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Para Schwimmen setzten die beiden Athletinnen noch einmal ein Ausrufezeichen. Während Krawzow sich den Weltrekord über 200 Meter Brust schnappte, freute sich Schott über den Weltrekord über 200 Meter Rücken und verbesserte zudem die europäische Bestzeit über 100 Meter Rücken.

Josia Topf
Josia Topf © Ralf Kuckuck, BSBerlin

Vier Tage Para Schwimmsport der Extraklasse mit 550 Athleten aus über 50 Nationen, 24 Welt- und 29 deutschen Rekorden: Das sind die Zahlen rund um die Internationalen Deutschen Meisterschaften, die vom 7. bis 10. Juni in Berlin stattgefunden haben. Für viele der Teilnehmer war es ein letztes Kräftemessen vor den Europameisterschaften im August in Dublin.