Nach Dopingfall: Martin Schulz rückt auf Silberrang bei Paralympics 2024 vor
Nach einem bestätigten Dopingverstoß im Para Triathlon-Wettbewerb der Paralympischen Spiele 2024 in Paris rückt Martin Schulz nachträglich vom Bronze- auf den Silberrang vor. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) disqualifizierte den vor ihm platzierten Brasilianer Ronan Nunes Cordeiro aufgrund eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen.
Bei den Paralympics wurde bei Cordeiro die verbotene Substanz 19-Norandrosteron nachgewiesen. Die Substanz gehört zur Klasse der anabolen androgenen Steroide und ist jederzeit verboten.
"Ich hatte es schon im Gefühl, dass da nicht alles glatt gelaufen ist, und wusste seit rund einem Jahr von dem Dopingfall. So etwas ist einfach bitter für den Sport. Ich hatte immerhin meinen Medaillenmoment in Paris. Noch bitterer ist es für den Viertplatzierten aus Portugal. Die Emotionen, die man bei einer Siegerehrung fühlt, wenn man das Glück mit Freunden und der Familie teilen darf, das bekommt man nie wieder. Wie es jetzt weitergeht und wann ich die Silbermedaille erhalte, weiß ich noch gar nicht", sagt Martin Schulz, der die offizielle Bestätigung am Abreisetag seines dreiwöchigen Trainingslagers in Namibia erhielt.
Ein unabhängiges Anti-Doping-Tribunal bestätigte den Verstoß nach einer Anhörung am 28. Januar 2026. In der Folge wurden sämtliche Ergebnisse des Athleten bei den Paralympischen Spielen in Paris annulliert, einschließlich aller Medaillen, Punkte und Platzierungen.
Durch die Disqualifikation ergibt sich eine neue Wertung im PTS5-Wettbewerb der Männer, in der Schulz auf Rang zwei geführt wird: https://events.triathlon.org/paris-2024-paralympic-games/results?program=658396
Der Fall wurde vom IPC an World Triathlon weitergeleitet. Der Weltverband prüft weitere Konsequenzen, darunter eine mögliche Sperre.
Text: DTU
