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Deutsche Mixed-Staffel verpasst die Medaillenränge

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Die deutsche Mixed-Staffel belegte den fünften Rang.

Die Deutsche Mixed-Staffel hat am Samstag bei den Paralympics in Sotschi die erhoffte Medaille in der Mixed-Staffel über 4 x 2,5 Kilometer verpasst. Beim Sieg von Russland und dem Gewinn der Goldmedaille ging Silber an das Team von Schweden. Bronze erkämpfte sich in einem spannenden Wettbewerb bei fairen äußeren Bedingungen die Mannschaft von Norwegen. Hinter dem Team aus der Ukraine kam das deutsche Trio in der Besetzung Tino Uhlig, Willi Brem und Andrea Eskau mit einem Rückstand von 47,2 Sekunden auf den fünften Platz.

Bundestrainer Ralf Rombach hat es irgendwie schon vor dem Start gewusst, „Es muss alles passen wenn es zu einer Medaille reichen soll, wir brauchen ein wenig Glück, denn die anderen Mannschaften haben sehr stark aufgestellt“. Vor einer großen und stimmungsvollen Kulisse im Laura Cross Country Stadion war Tino Uhlig für Deutschland stark angelaufen. Der 37-jährige vom SV Mitteltal-Obertal zeigte ein beherztes Rennen und schickte Willi Brem mit einem Vorsprung auf die Zweitplatzierte Schwedin Helene Ripa von knapp 30 Sekunden auf die zweite Teilstrecke. „Es war kein schlechtes Rennen. Ich hätte mir aber erhofft, dass ich dem Willi etwas mehr Vorsprung mitgeben kann. Die Schwedin hat sehr stark geschoben.

Sollte der Vorsprung reichen um die Führung zu verteidigen? Ja, Willi Brem präsentierte sich mit Guide Florian Grimm bei seiner ersten Teilstrecke in solider Verfassung – mit einem Vorsprung von immerhin noch rund 12 Sekunden schickte er die Biathlon-Goldmedaillengewinnerin Andrea Eskau auf die Reise. Fünf Tage vor ihrem 43. Geburtstag legte sich auch die gebürtige Thüringerin mächtig ins Zeug, aber die Konkurrenz rückte immer näher. Eskau fiel bis zum letzten Wechsel mit Rang vier knapp aus den Medaillenrängen. „Ich hatte auch heute wieder Probleme mit den Atemwegen. Das wird wohl bei diesen Paralympics auch nicht mehr weggehen“, stand die Sitzskifahrerin wenig später stark hustend in der Mixed Zone.

Doch was konnte noch gehen für die deutsche Staffel? Willi Brem zeigte Willenskraft und versuchte an der Seite von Begleitläufer Florian Grimm das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Am Ende rutsche das Team von Ralf Rombach noch hinter die Ukraine auf Rang fünf zurück. Leise Enttäuschung machte sich breit im DBS-Team Ski Nordisch. „Irgendwie steckten mir die 15 Kilometer noch in den Knochen. Ich wusste, dass ich zweimal alles geben muss, auf der zweiten Runde habe ich es mit der Kraft dann schon auch gemerkt. Der Rücken hat mir aber keine Probleme bereitet“, resümierte Brem, der am Sonntag bei der Abschlussfeier die deutsche Fahne tragen wird.

Und so widersinnig es klingen mag. Die Streckenführung war für das deutsche Team zu leicht. „Bei einer selektiveren Strecke hätte ich vielleicht mehr Vorsprung herauslaufen können“, sinnierte Tino Uhlig.

„Mehr war heute nicht drin. Ich habe mir dies schon gedacht, als ich bei der Ankunft die Strecke gesehen habe. Letztes Jahr bei der WM in Solleftä war die Strecke anspruchsvoller, das kam uns entgegen. Wir müssen es so akzeptieren, gratulieren den anderen Nationen auf dem Podest, weil die waren heute eben besser“, gab sich Rombach als fairer Verlierer. Die Athleten haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles gegeben, „Keiner hat ausgelassen. Somit kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“.

Die XI. Paralympics von Sotschi werden am Sonntag, 17. März mit den letzten Langlaufentscheidungen in allen Klassen abgeschlossen. 

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