Aktuelles von den Paralympics

Programm für die Paralympics 2022 und 2024 festgelegt

Der Einmarsch der deutschen Mannschaft mit Fahnenträger Markus Rehm Bild vergrößern
Ralf Kuckuck/DBS

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat die Sportprogramme für die Paralympics 2022 in Peking und 2024 in Paris festgelegt. In Paris werden die Athletinnen und Athleten in den gleichen 22 Sportarten antreten wie auch im kommenden Jahr in Tokio. Damit steht fest, dass Fußball CP auch bei den Spielen 2024 nicht dabei sein wird.

Dabei stand Fußball für Menschen mit einer zerebralen Bewegungsstörung kurz vor der Wiederaufnahme ins paralympische Programm. Noch im vergangenen September hatte Fußball CP im Gegensatz zu den fünf Mitbewerbern Para Golf, Para Karate, Para Tanzsport, Powerchair-Hockey und Para Segeln die finale Stufe des Bewerbungsverfahrens erreicht, scheiterte nun aber doch. Laut IPC-Präsident Andrew Parsons habe das Governing Board alle Möglichkeiten geprüft, die Sportart zu integrieren, doch müssten stets die Richtlinien der Paralympischen Bewegung berücksichtigt werden: eine gleichmäßige Verteilung von Athletinnen und Athleten, Angebote auch für Sportler mit Schwerstbehinderung und eine ausreichend große Anzahl an Nationen, in denen die Sportart ausgeübt wird. Zudem müssten im Sinne der Olympischen Agenda Kostensteigerungen vermieden werden, was auch die Anzahl von rund 4350 teilnehmenden Athleten betrifft. Aus diesen Gründen habe sich das IPC trotz der positiven Entwicklung von Fußball CP gegen eine Aufnahme für Paris 2024 entschieden.

In Peking 2022 könnten dahingegen die bisher größten paralympischen Winterspiele aller Zeiten steigen. Neben einem erwarteten neuen Teilnehmerrekord wurden auch die Medaillenveranstaltungen im Vergleich zu PyeongChang 2018 um zwei Wettkämpfe aufgestockt. So können insgesamt 748 Athletinnen und Athleten bei bis zu 82 Wettbewerben um das paralympische Edelmetall kämpfen. Erfreulich ist auch die Steigerung der Anzahl an Teilnehmerinnen von 133 auf 234 und damit um 76 Prozent.

In den Sportarten Para Ski alpin und Para Ski nordisch bleibt es beim bewährten Programm: Wie bereits 2018 in PyeongChang werden auch in Peking 30 (15 Frauen, 15 Männer) bzw. 38 (18 Frauen, 18 Männer, zwei Mixed) Wettbewerbe stattfinden. Leicht erhöht wird die Teilnehmeranzahl in beiden Sportarten.

Para Snowboard darf sich nach der paralympischen Premiere 2014 in Sotschi nun auf insgesamt zwölf Medaillenentscheidungen (6 Frauen, 6 Männer) freuen, erneut zwei mehr als bei den letzten Spielen.

Beim Para Eishockey werden wie gehabt insgesamt acht Teams auf dem Eis um die Medaillen kämpfen. Um auch hier die Frauenquote zu steigern, hat jedes Team die Möglichkeit, zusätzlich zum 16er-Kader eine weitere Athletin ins Team zu berufen.

Auch im Rollstuhlcurling kämpfen wie bereits zuvor zwölf Mixed-Mannschaften um die Medaillen. Voraussetzung bei der Zusammenstellung des Teams ist die Nominierung von mindestens einer Sportlerin.

Weitere Infos sind auf der Homepage des IPC's zu finden.     

Quelle: IPC, DBS

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