Aktuelles aus dem Behindertensport

Gruppenauslosung Sitzvolleyball Intercontinental Cup

Im Auftaktspiel für das deutsche Team kommt es zum ersten Länderspiel gegen Kolumbien. Die Südamerikaner gelten als krasser Außenseiter und dürften eine lösbare Aufgabe zum Auftakt darstellen.

Der Turniermodus ist allerdings kompliziert. In der Gruppenphase spielt Jeder gegen Jeden. Für die „London Qualifikation“ zählen nur die Spiele gegen die Ukraine, die Niederlande und Kolumbien. Die beiden Erstplatzierten dieser vier Teams spielen überkreuz gegen die beiden ersten „Nichtqualifizierten“ aus der Gruppe A.

Die Sieger dieser beiden Spiele kämpfen um das letzte Ticket für London. Bei einem normalen Verlauf könnte es somit wie bereits bei der EM in Rotterdam zu einem Finale gegen die Ukraine kommen.

Im Intercontinental Cup qualifizieren sich die ersten vier jeder Gruppe für das Viertelfinale. Im Viertel Finale spielt 1 – 4 und 2 – 3, bevor es dann zum Halbfinale und schließlich zum Finale kommt. Ob das deutsche Team dann noch dabei sein wird, ist offen.

Pünktlich zu Beginn des Turniers gab es eine gute Nachricht für das deutsche Team. Sebastian Czpakowski wurde als „Disabled“ klassifiziert, so dass Bundestrainer Rudi Sonnenbichler in Zukunft zusätzliche Optionen im Angriff hat.

Die Vorbereitung in Ägypten verläuft vielversprechend. Die drei Trainingsspiele gegen Teams aus Kairo konnten auch ohne die beiden noch fehlenden Leipziger Christoph Herzog und Benjamin Oesch deutlich mit jeweils 5-0 Sätzen gewonnen werden. Bundestrainer Sonnenbichler setzte alle Spieler ein.
Fortschritte machen auch die beiden Sorgenkinder Jürgen Schrapp und Barbaros Sayilir, die nach Verletzungen / Krankheit wieder das gesamte Programm absolvieren konnten.

Jürgen Schrapp: „Für uns zählt nur die Qualifikation für London. Da wir schon der Vorrunde auf die Ukraine treffen, wird das Spiel sicher von taktischen Spielereien geprägt sein. Dennoch wollen wir das Spiel gewinnen, um einen psychologischen Vorteil zu haben.“

Gruppe A:

  • Ägypten (EGY)
  • Brasilien (BRA)
  • Irak (IRQ)
  • USA (USA)
  • Kroatien (CRO)
  • Kasachstan (KAZ)

Gruppe B

  • Iran (IRI)
  • Russland (RUS)
  • Deutschland (GER)
  • Ukraine (UKR)
  • Niederlande (NED)
  • Großbritannien (GBR)
  • Kolumbien (COL)

Der deutsche Kader bei der EM: Dominik Albrecht, Sebastian Czpakowski, Stefan Hähnlein, Julian Pakos, Thomas Renger, Barbaros Sayilir, Jürgen Schrapp, Lukas Schiwy, Heiko Wiesenthal (alle TSV Bayer 04 Leverkusen), Benjamin Oesch, Alexander Schiffler, Christoph Herzog (BV Leipzig)

Bundestrainer: Rudi Sonnenbichler
Co-Trainer: Jürgen Vorsatz
Teammanager / Pressearbeit: Jörg Frischmann
Physiotherapeut: Stephan Henne
Spielbeobachtung: Volker Groß (OSP Rhein – Ruhr)