Aktuelles vom Goalball im Deutschen Behindertensportverband
WM-Vorrunde: Goalball-Herren sichern Gruppensieg
Dank des besten Torverhältnisses ihrer Gruppe ziehen die deutschen Goalball-Herren als Gruppensieger ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft in China ein. Nach dem 11:7-Auftaktsieg gegen Israel setzte sich das Team von Bundestrainer Stefan Weil auch gegen Thailand mit 9:3 durch. Die abschließende 3:4-Niederlage gegen die USA änderte nichts mehr am Einzug in die K.o.-Phase.
Der Start ins Turnier hatte es für die deutsche Mannschaft in sich. Gegen Israel gerieten die Deutschen in der Anfangsphase gleich zweimal in Rückstand und hatten zunächst Probleme mit der offensivstarken Mannschaft. Erst im weiteren Spielverlauf fand das Team besser in die Partie und drehte das Ergebnis.
„Die Anspannung und Aufregung sind im ersten Spiel immer größer“, sagte Bundestrainer Stefan Weil. „Mit drei Punkten gestartet zu sein, ist für den weiteren Turnierverlauf sehr beruhigend.“ Vor allem Oliver Hörauf drückte der Begegnung seinen Stempel auf. Der Hauptwerfer der Nationalmannschaft erzielte neun der elf deutschen Treffer. Für Weil stand dennoch die Mannschaftsleistung im Vordergrund: „Wir mussten uns den Sieg erarbeiten. Besonders wichtig war, dass wir gezeigt haben, nach Rückständen zurückkommen zu können.“
Im zweiten Gruppenspiel ließ Deutschland nichts anbrennen. Gegen Thailand präsentierte sich die Defensive von Beginn an stabil und legte damit den Grundstein für einen ungefährdeten 9:3-Erfolg. Das war umso bemerkenswerter, weil die Thailänder zuvor überraschend die USA bezwungen hatten. „Der Sieg war hochverdient – auch in der Höhe“, sagte Weil. „Für uns war es wichtig, ein gutes Torverhältnis mitzunehmen, weil das in unserer Gruppe eine entscheidende Rolle spielen konnte.“
Genau das sollte sich bestätigen. Im abschließenden Vorrundenspiel gegen die USA entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Führung mehrfach wechselte. Am Ende setzten sich die US-Amerikaner knapp mit 4:3 durch. Vor allem offensiv fanden die Deutschen nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus. „Natürlich wollten wir auch gegen die USA gewinnen“, sagte Weil. „Aber wir wussten, dass wir uns durch die vorherigen Ergebnisse eine gute Ausgangsposition erarbeitet hatten.“
Trotz der Niederlage blieb Deutschland dank des besseren Torverhältnisses an der Spitze der Gruppe Z. Entsprechend positiv fiel das Fazit des Bundestrainers aus. Vor allem die Defensivleistungen in der Vorrunde stimmten ihn optimistisch. Mit zwei Siegen aus drei Spielen geht Deutschland nun mit viel Selbstvertrauen in die K.o.-Phase. Im Viertelfinale wartet mit Argentinien der Zweitplatzierte der Gruppe Y. Die Partie beginnt am Samstag um 13.30 Uhr deutscher Zeit.
Text: Monja Nagel / DBS
