Aktuelles vom Deutschen Behindertensportverband
Wolfgang Tenhagen: Eine Ära endete nach 31 Jahren
Nach 31 Jahren an der Spitze des Rehabilitations- und Behindertensportverbandes Schleswig-Holstein (RBSV SH) geht mit dem Ausscheiden von Wolfgang Tenhagen eine Ära zu Ende. Der Präsident prägte mit seiner Arbeit nicht nur seinen Verband, sondern generell den Behindertensport in Deutschland. Als Nachfolger hat Dr. Thorsten Schmidt die Position Tenhagens übernommen.
Dieser sprach im Namen des gesamten RBSV SH-Präsidiums dem scheidenden Präsidenten seinen Dank aus: „Das langjährige Engagement, die Weitsicht und seine persönliche Art haben den Verband in den letzten Dekaden geprägt. Wolfgang Tenhagen hat mit seinem Wirken zur Kontinuität der Verbandsstrukturen beigetragen und war die Grundlage für die weitere Entwicklung des Verbandes“.
Schon vor seinen 31 Jahren beim RBSV SH war Wolfgang Tenhagen im Behindertensport aktiv. Zunächst selbst als erfolgreicher Sportler, im Kegeln und vor allem im Hochsprung. Einer seiner Lehrer hatte ihn dazu motiviert, aktiv zu werden, ungeachtet einer Kinderlähmung, die im Alter von zwei Jahren auftrat. Im Para Hochsprung wurde Tenhagen mehrfacher deutscher Meister und stellte einige Rekorde auf.
Bereits 1968 wurde er zudem Vorsitzender des Sportvereins für Gesundheit und Rehabilitation Schleswig, seit 1995 ist er Bundesbeauftragter des Deutschen Sportabzeichens für Menschen mit Behinderung. Die Arbeit beim Sportabzeichen ist neben der Verbandstätigkeit eines seiner großen Herzensprojekte gewesen. So war Tenhagen entscheidend bei der Einführung des Sportabzeichens für Menschen mit geistiger Behinderung beteiligt. Zudem organisierte er jahrelang das Bundesseniorensportfest. Aufgrund seiner Verdienste ernannte der DBS Tenhagen 2021 zum Ehrenmitglied.
Mit seinen vielfältigen Tätigkeiten hinterlässt Tenhagen zweifellos eine große Lücke. Dr. Thorsten Schmidt betont: „Als Nachfolger von Wolfgang Tenhagen habe ich große Anerkennung für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit und verbinde dies mit den besten Wünschen für seine persönliche Zukunft, insbesondere Gesundheit und Zufriedenheit.“
Text: RBSV SH / DBS
