Aktuelles vom Deutschen Behindertensportverband
World Transplant Games in Dresden ein voller Erfolg
Die World Transplant Games haben auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Teilnehmende und viel Publikum angezogen. Über 2.000 transplantierte Athlet*innen kamen nach Dresden um in 17 verschiedenen Sportarten anzutreten. Neben den sportlichen Leistungen stand vor allem das Bewusstsein für Organspenden im Vordergrund – und die Sportler*innen zeigten eindrucksvoll was nach einer Organtransplantation möglich ist.
Über sechs Tage streckten sich die Wettkämpfe, die alle zwei Jahre vom außerordentlichen Mitglied des DBS, TransDia Sport Deutschland, organisiert werden. Sowohl Leistungs- als auch Freizeitsportler*innen betätigten sich in 17 verschiedenen Disziplinen. Dazu gehörten unter anderem Leichtathletik, Schwimmen, Triathlon, Bogenschießen, Golf, Petanque oder Dart.
Die 2.000 Teilnehmenden kamen aus 51 Ländern und verteilten sich in einer Altersspanne zwischen vier und 80 Jahren. An ausgewählten Wettbewerben waren auch Mitglieder der Spenderfamilien teilnahmeberechtigt. Die deutsche Mannschaft trat mit 176 Athlet*innen an und landete im Medaillenspiegel hinter Großbritannien auf Platz zwei.
DBS-Vizepräsidentin Vera Jaron war vor Ort – und neben den sportlichen Leistungen auch von der Stimmung in Dresden sehr angetan: „Alle Teilnehmenden wurden vom Publikum frenetisch gefeiert. Die perfekten Sportstätten mitten in der Stadt haben dazu einen wichtigen Beitrag geleistet.“
Abgerundet wurden die sportlichen Wettkämpfe von einer großen Abschlussgalamit über 1.000 Menschen. Botschafter und Schlagerstar Roland Kaiser sowie Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, hielten eine gemeinsame Rede. Beide haben Organspenden empfangen und berichteten von der Bedeutung der Spende für ihr Leben. Liz Schick, Präsidentin der World Transplant Games Federation, nannte die Spiele eine wunderbare Möglichkeit, das Wunder der Organspende und Transplantation zu zeigen. Zudem wurden die besten Sportler*innen geehrt. Nach dem offiziellen Teil ging es mit Livemusik und Tanz in der Nacht weiter.
Für Vera Jaron war es eine äußerst gelungene Veranstaltung: „Die Stimmung war ausgelassen und einzigartig. Es war hautnah spürbar, dass es nicht nur um Sport, sondern auch um das Bewusstsein für eine neue Chance im Leben von Menschen geht, die ohne ein Spenderorgan niemals an dieser Veranstaltung hätten teilnehmen können. Die World Transplant Games haben daher eine herausragende Bedeutung, denn sie sorgen für eine bessere Wahrnehmung der Notwendigkeit der Organspende, die Leben rettet.“
Text: DBS
