Aktuelles vom Deutschen Behindertensportverband
DBS stellt Weichen für die Zukunft
Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat einen wichtigen Schritt in Richtung modernes und zukunftsfähiges Verbandsmanagement vollzogen. Mit der Umsetzung der beim 19. Verbandstag im Mai beschlossenen neuen Satzung wurden Verantwortlichkeiten neu geordnet, Entscheidungswege gestrafft und die Handlungsfähigkeit des Verbandes gestärkt.
Idriss Gonschinska wird Vorstandsvorsitzender
Im Rahmen dieser strukturellen Neuausrichtung wird Idriss Gonschinska künftig eine zentrale Rolle übernehmen. Der 56-Jährige, der zum Jahresende sein Amt als Vorstandsvorsitzender des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) abgibt, wechselt zum 1. Januar 2026 zum DBS. Gonschinska blickt auf eine beeindruckende Karriere im deutschen Spitzensport zurück: Vom Hürden-Bundestrainer, Chef-Bundestrainer und leitenden Sportdirektor bis hin zum Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hat er den Leistungssport über viele Jahre entscheidend mitgeprägt und geführt.
„Mit Idriss Gonschinska gewinnen wir eine herausragende Führungspersönlichkeit, die mit großer Erfahrung, Weitsicht und Leidenschaft für den Sport steht. Seine Expertise wird uns helfen, die Weiterentwicklung des deutschen Behindertensports auf höchstem Niveau voranzutreiben“, sagt DBS-Präsident Hans-Jörg Michels. Vizepräsident Gerhard Janetzky ergänzt: „Ich kenne Idriss Gonschinska seit fast 15 Jahren – zuletzt aus meiner Zeit als ehrenamtlicher Präsidiumsbeauftragter für Inklusion beim Deutschen Leichtathletik-Verband und freue mich sehr, dass er den Weg zu uns gefunden hat. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Benedikt Ewald und Marc Möllmann wird er die Kompetenz unseres Verbandes und die aktuellen Themen wie Inklusion, Sportfördergesetz, Positionierung sowie Olympische- und Paralympische Spiele in Deutschland maßgeblich stärken.“
„Mit großem Respekt und ebenso großer Vorfreude übernehme ich diese neue Aufgabe“, sagt Gonschinska zu seinem Einstieg in den Vorstand des Deutschen Behindertensportverbands. „Ich möchte die Prozesse im DBS aktiv mitgestalten. Die Themen sind vielfältig und für die Zukunft des Behindertensports entscheidend. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen will ich den Behindertensport in Deutschland nachhaltig stärken, seine Sichtbarkeit erhöhen und Barrieren in allen Bereichen abbauen.“
Marc Möllmann und Benedikt Ewald - neue Vorstände für Leistungssport und Sportentwicklung
Mit der Einführung einer hauptamtlichen Vorstandsstruktur besetzt der DBS auch neue Vorstände für den Leistungssport und die Sportentwicklung. Künftig übernehmen Marc Möllmann als Vorstand Leistungssport und Benedikt Ewald als Vorstand Sportentwicklung zentrale Verantwortung – zwei erfahrene Fach- und Führungskräfte aus eigenen Reihen, die den Verband mit Kompetenz und Weitblick in die Zukunft führen sollen.
Möllmann trat bereits am 1. Juni die Nachfolge von Frank-Thomas Hartleb als Sportdirektor des DBS an und ist seit über zehn Jahren in der Hauptabteilung Leistungssport tätig. Mit seinem breiten Erfahrungsschatz und einem starken Netzwerk auf nationaler und internationaler Ebene steht Marc Möllmann für Kontinuität und Kompetenz. Der 48-Jährige will gemeinsam mit seinem Team, den Förderern und Partnern den eingeschlagenen Weg der Professionalisierung des paralympischen Leistungssports entschlossen weitergehen und die Rahmenbedingungen für die Beteiligten, insbesondere der Aktiven und Trainer*innen weiter verbessern. Ziel ist es, den deutschen Para Sport dadurch nachhaltig unter den führenden Nationen der Welt zu etablieren.
Ewald ist seit 2020 Direktor der Hauptabteilung Sportentwicklung und seit mehr als einem Jahrzehnt eine prägende Kraft im Rehabilitationssport in Deutschland. In seiner neuen Funktion übernimmt Benedikt Ewald eine Reihe zukunftsweisender Aufgaben, die entscheidend dazu beitragen, Teilhabe und Sportangebote für Menschen mit Behinderung nachhaltig zu stärken.
Im Mittelpunkt stehen dabei mehrere zentrale Zukunftsthemen: die strategische Weiterentwicklung des Rehabilitationssports, die Schaffung und Ausweitung inklusiver Angebote im Breitensport sowie die Verbesserung struktureller Rahmenbedingungen. Dazu zählen Standards für moderne, barrierefreie Sportanlagen ebenso wie eine verlässliche und bedarfsgerechte Sport-Hilfsmittelversorgung.
Blick nach vorn
Mit der neuen Struktur und den personellen Veränderungen stellt sich der Deutsche Behindertensportverband klar für die Zukunft auf. Eine starke hauptamtliche Führung, klare Zuständigkeiten und die enge Zusammenarbeit mit Landesverbänden und Mitgliedsorganisationen bilden das Fundament für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Behindertensports in Deutschland. Das Präsidium übernimmt künftig die Rolle eines Aufsichtsrates.
